24 tage hochlandwanderung

Erfahrungsaustausch mal ausführlich.
michaelj
Foss-Anfänger
Beiträge: 2
Registriert: Di 31. Jan 2017, 19:22

24 tage hochlandwanderung

Beitragvon michaelj » Di 31. Jan 2017, 20:21

hallo,

bin nicht wirklich ein neu-user, konnte mich nur ueber meine alte email nicht wirklich erneut anmelden.
2011 habe ich hier schon damals fuer meine erste ringstrassentrip tipps erholt, erfolgreich ;)

jetzt mit dem ersten post will ich dann mal was zurueckgeben
(bevor ich wieder fuer den sommer anfragen muss :), spaeter dazu mehr)(dank an dieser stelle auch an isafold)

letzten sommer 18.7-16.8 ging es dann auch endlich zu fuss quer durchs hochland. das dritte mal island, diesmal ohne viel benzin.
insgesamt waren es 24 tage wanderung ( etwa 350 km)

was machen?
mit dem wenigen jahresurlaub mal was anderes machen als kulturschock und mal tiefer in die natur rein..
motivation war schon immer, nach kleineren naturtrips, mal mehrere wochen am stueck zufuss landschaften zu queren. mit ausruestungen am mann mehrere tage physisch als auch psychisch durchzustehen.

wer?
ein kumpel und ich. er war relativ unerfahren (jetzt gierig nach mehr); aber gut dass ich ihn dazu ueberreden konnte;
man gibt ja nicht freiwillig 2/3 seines jahresurlaubes aus.
war aufjedenfall interessant wieder meine und seine entwicklung waehrend und jetzt nach der tour mitzubekommen.
koerperlich sind wir fit, fitness und joggen. sollte das mindeste sein als vorraussetzung.

planung?
gute 3 monate vorher ging es davor los. plaene ueber equipment, sicherheit, verpflegung und route gingen ein.
da ich bis auf ein windfestes zelt eigentlich alles hatte, muss ich nicht viel mehr nachkaufen,
ausser das ich dann meine iosmatte und schlafsack darauf optimiert habe (packmass und gewicht)
bevor es hoch nach island ging, waren davor 2 kleinere wanderung in allgaeu noetig. sicher ist sicher.

route?
island hat viele wanderwege, und viele zelteplaetze die man ansteuern kann, wenige aber durchlaufen eine mehrtagestour, die bekannteste faengt im sueden an und geht 4-5 tage und heisst laugavegur, diesen nutzten wir als einstieg, hier war auch viel verkehr auf den wanderwegen (alle stunde mal nett grueßen) und abends sicher ein zeltplatz als unterkunft moeglich.
der wanderweg endetet dann in landmannalaugar, ab da, wie geplant keine wandermarkierungen, jetzt waren wir auf karte und gps angewiesen. angedacht, war danach steinwueste durchlaufen. ein wasserfall (dynkur) im inneren anzusteuern und einen gletscher zu queren.
wir wollten 3 essenpackete vom busbahnhof abschicken, es wurden dann doch nur 2 (landmannalaugar und nyidalur)...
solche planaenderungen sind zwar stoerend, aber etwas spontanitaet... das macht das reisen doch aus... aussserdem haben wir sehr gut geplant. (wenn man mal alle anderen leute auf zeltplaetzen und auf wegen beobachtet... wir wissen es ja)
in nyidalur haben wir uns auch nett mit den safeguards unterhalten und das okay fuer mulajuekull bekommen. nach der ueblichen leibesvisitation...

wie wars?
ich haette mit mehr anstrengung gerechnet, das wetter war bis auf die ersten tage top, windig war es immer mal wieder, aber nichts was einem die laune vermasselt.
an die grenze musste man nie gehen, ausser wenn das essenpacket abgeholt worden ist und man ueber 30 kg schleppen musste, das war auf einem von zwei gletschern dann heftig.
ansonsten schoen von allem abschalten koennen, wenn man nicht geredet hat, natur und gedanken baumeln lassen. nach einer woche kam routine rein, ausgeschlafen bis 10 uhr, kaffee kochen zum hochkommen, muesli als fruehstueck und zelt abbauen und bis in die abendstunden 15-25 km gehen, ueber den tag riegel oder schokolade reinhauen und abends warm futtern. mindestens 9 std schlafen.

die landschaft war nie langweilig, nebel hat dann auch einen besonderen touch geliefert, sowie die andauernde abenddaemmerung/morgengrauen die bis zu stunden lief.... aber das sieht man auf den bildern, highlight war aufjedenfall die gletscherwanderung und die furt ueber den gletscherfluss hin (bis zum becken und 200 m flussbett).

neuplanung:
um auf die einleitung zurueckzukommen, werde ich wohl dieses jahr wieder mal mind. 3 wochen im sommer fuer island abstauben.
diesmal jenach unterhaltungen (werde noch einen thread dazu erstellen) vatnajoekull ueberqueren. da man mit dem noetigen respekt daran gehen sollte, zaehle ich auf den ein oder anderen erfahrenen. aber auch das komplette gebiet noerdlich vom vatnajoekull interessiert. mal schauen was sich ergibt.


ich schiese mal mit den ersten 5 bildern los
Dateianhänge
DSCF4140.jpg
DSCF4061.jpg
DSCF3979.jpg
DSCF3864.jpg
route.jpg
Benutzeravatar
Olaf
Herrscher des Nordmeeres
Beiträge: 1170
Registriert: Sa 23. Apr 2005, 10:05
Wohnort: Oxford, UK
Kontaktdaten:

Re: 24 tage hochlandwanderung

Beitragvon Olaf » Di 31. Jan 2017, 21:21

Die Karte zeigt aber nicht die tatsächliche und endgültige Route, oder? Bin schon gespannt, ob ihr tatsächlich zu den Veiðivötn gekommen seid und wie genau ihr zum Múlajökull gekommen seid, ist ja doch eine ganze Menge fließendes Wasser im Weg...
michaelj
Foss-Anfänger
Beiträge: 2
Registriert: Di 31. Jan 2017, 19:22

Re: 24 tage hochlandwanderung

Beitragvon michaelj » Di 31. Jan 2017, 22:15

da hast du recht,
zeigt sie nicht, das ist unsere endgueltige von zuhause aus gewesen. sind der route aber schon noch treu geblieben. so wie es eben vorort ginge ;)


nach veidivoetn sind wir nicht gekommen, wir sind nach landmannalaugar links vom tungnaa geblieben, uns war wichtiger dynkur zu erreichen, der tungnaa haben wir aber nie wirklich passierbar gesehen
mulajoekull, war der clou, eine typische reisegeschichte.
an nyidalur hatte uns noch die huettenwirtin versichert, wir braeuchten schon noch ein boot um rueberzukommen.
die benachbarten safeguards, haben wie geschrieben, ihr okay gegeben und uns kurz eine route auf der karte verdeutlich.
die haben wir auch angesteuert, pjorsarjoekull, war auch von unserer planung stimmig, den weg haben wir auch gefunden. kamen abends am pjorsarver an. da natuerlich nicht passierbar... morgens aber auch nicht, also weiter zur quelle hin und suchen..
nach 2 stunden haben wir dann eine truppe von gletscher kommend gesehen und gerade am furten , 2 islaender die eine wanderunggruppe hatte, die haben uns dann auch ruebergeholfen, und uns genaue anweisungen gegeben.
haetten wir die beiden wohl nicht getroffen (davor und danach in diesem gebiet keine menschenseele), ich glaube nicht dass wir weitergekommen waeren.


ich aerger mich heute noch
wieso ich mir nicht vom islaender die warme quelle am mulajokuell auf der karte habe einzeichnen lassen, die er mir bei der verabschiedung zugefluestert hat
Dateianhänge
DSCF5633.jpg
blick richtung mulajoekull
DSCF5586.jpg
etwa mittig vom pjorsarjoekull der aufstieg
DSCF5525.jpg
blick richtung norden, links pjorsarjoekull
DSCF5509.jpg
nach karte der weg über den pjorsarver

Social Media

       

Zurück zu „Reiseberichte“



Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast