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2 Wochen im August/September 2022

Was soll man zuerst besuchen? Welche Pflanzen wachsen wo? Wo sind die Highlights? Gibt es Geheimtipps? Wie heisst dieses Tier?
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Saluha
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2 Wochen im August/September 2022

Beitrag von Saluha » Do 25. Nov 2021, 18:38

Guten Abend,

ich war erst mal eine Weile als stiller Leser in den verschiedenen Foren unterwegs und habe auch schon einige Tipps in unsere Reiseplanung mit aufgenommen. Wir möchten Ende August/Anfang 2022 eine 14-tägige PKW-Rundreise auf eigene Faust machen. Solche Touren haben wir mittlerweile schon ein paar Mal gemacht, (u. a. Kanada, Schottland), und ich liebe es, die Routen, Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten auszutüfteln, für mich fängt der Urlaub damit praktisch schon an 😊 Uns schwebt eine Mischung vor aus Tagen, an denen man zu Fuß unterwegs ist, und Tagen im Auto und mit Fotostopps. In Schottland war oft der Weg das Ziel, und bisher habe ich den Eindruck, das könnte auch für Island zutreffen, oder? Wir sind keine großen Wanderer, es fehlt u. a. an Ausrüstung und Trittsicherheit, daher kommen mehrstündige Touren nicht in Frage, aber 2 – 3 Stunden am Tag sind kein Problem, mit Pausen auch mehr, nur eben gerne mit Erholungstagen zwischendurch.

Erfahrungsgemäß finden wir eine Rundreise nach 1,5 Wochen so langsam anstrengend, und die Motivation, sich die nächste dramatische Landschaft oder den nächsten Wasserfall anzusehen, nimmt doch stark ab. Daher habe ich Reykjavik ans Ende der Reise gelegt, so dass wir je nach Lust und Laune entscheiden können, ob uns mehr nach Sightseeing oder entspanntem Cafébesuch ist. Aber jetzt genug gelabert, unsere Planung sieht so aus:

Tag 1 – Keflavik (1 Nacht)
je nach Ankunftszeit eine Unterkunft in Flughafennähe

Tag 2 – Keflavik – Reykholt (1 Nacht)
via Golden Circle – bei den meisten Anbietern planen mit 1 Tag, aber passt das auch, wenn man anschließend noch weiter fahren muss, oder ist man dann gleich zu Reiseanfang schon erschlagen und abgehetzt?

Tag 3 – 4 Reykholt – Snæfellsnes (2 Nächte)
via Hraunfossar
Küste Arnarstapi, Strand Djúpalónssandur, Svörtuloft Leuchtturm, Kirkjufellsfoss, NP Snæfellsjökull – wir möchten einmal um die Halbinsel rum, wo übernachtet man da am besten, irgendwo in der Mitte, würde ich denken? Ist die 574 mit einem PKW befahrbar?

Tag 5 – Snæfellsnes – Varmahlíð (1 Nacht)
evtl. via Hvitsekur, Kolugljúfur Canynon, Glaumbær

Tag 6 – 8 Varmahlíð – Akureyri – evtl. Hauganes/Dalvik – Region Myvatn (3 Nächte)
via Goðafoss, evt. Whale Watching

Tag 9 – Region Myvatn – Djúpvogur (1 Nacht)
via Stuðlagil Canyon

Tag 10 - 11 – Djúpivogur – Region Jökulsárlón (2 Nächte)
Lagune, evtl. Bötchenfahrt, Diamond Beach, Svartifoss (ca. 3 h Wanderung), evtl. Schneemobiltour – könnt ihr einen Anbieter empfehlen?

Tag 12 – Region Jökulsárlón – Vik (1 Nacht)
via Fjaðrárgljúfur Schlucht, Dyrhólaey,

Tat 13 – 15 Vik – Reykjavik 2 Nächte
Via Skógafoss, Seljalandsfoss, evl. Seljavallalaug Schwimmbad

Rund 2.000 km in 2 Wochen - würdet ihr sagen, das ist so nicht nur machbar, sondern auch sinnvoll?

Und da wären auch noch ein paar organisatiorische Fragen: Sollten wir die Unterkünfte wirklich jetzt schon buchen? Dann müsste man auch die Flüge schon klar machen, ansonst passt nachher möglicherweise was nicht. Ich habe bisher nur mal auf die Schnelle nach Unterkünften gesucht, sind da im Schnitt 150 EUR /Nacht 2 Personen (möglichst mit eigenem Bad) realistisch veranschlagt?

Ich danke euch jetzt schon sehr herzlich für eure Tipps und Anregungen :)

Viele Grüße,
Sabine
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Raigro
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Re: 2 Wochen im August/September 2022

Beitrag von Raigro » Do 25. Nov 2021, 20:27

Hallo Sabine,

mir scheint die Route gut geplant zu sein und auch mit den 14 Tagen solltet Ihr ohne allzu großen Zeitstress auskommen.

Die Reisezeit Ende August / Anfang 2022 verwirrt mich etwas, oder wisst Ihr noch nicht, ob es im Sommer (Ende August) oder im Winter (Anfang 2022) fahren wollt?

Ich nehme mal an, dass Ihr im Sommer Ende August fahren wollt, und das ist wohl ziemlich in der Hochsaison für Island. Daher würde ich Euch dringend raten, frühzeitig geeignete Hotels/Gästehäuser zu buchen, sonst bleiben Euch eventuell nur noch recht einfache oder sehr teure Unterkünfte zur Auswahl. Ich bin daher im Sommer auf Island immer mit Camper unterwegs, weil ich nicht meine ganze Route im voraus buchen will, und gerne bei meiner Route dem guten Wetter folgen möchte. Mit Camper ist man total flexibel, aber ich weiß nicht, ob so etwas für Euch überhaupt in Frage kommt?

Ich wünsche Euch jedenfalls eine schöne Reise und bleibende Eindrücke der fantastischen Landschaften Islands.
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Uwe
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Re: 2 Wochen im August/September 2022

Beitrag von Uwe » Fr 26. Nov 2021, 02:35

Hallo Sabine,
willkommen im Forum.

Saluha hat geschrieben:
Do 25. Nov 2021, 18:38
ich war erst mal eine Weile als stiller Leser in den verschiedenen Foren unterwegs ...
Ach du warst das :D
... und ich liebe es, die Routen, Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten auszutüfteln, für mich fängt der Urlaub damit praktisch schon an 😊
Ja, das kann ich absolut nachvollziehen :)

Erfahrungsgemäß finden wir eine Rundreise nach 1,5 Wochen so langsam anstrengend, und die Motivation, sich die nächste dramatische Landschaft oder den nächsten Wasserfall anzusehen, nimmt doch stark ab.
Ich kann dich durchaus verstehen, aber andererseits kennst du die Wasserfälle Islands nicht. Natürlich gibt es viele, wo das Wasser einfach nur eine Felswand runterfällt. Aber es gibt wirklich zahlreiche Wasserfälle, welche sich in ihrem Aussehen sehr unterscheiden und manchmal so schön und ästhetisch sind, wie sie nur die Natur entstehen lassen kann.

via Golden Circle – bei den meisten Anbietern planen mit 1 Tag, aber passt das auch, wenn man anschließend noch weiter fahren muss, oder ist man dann gleich zu Reiseanfang schon erschlagen und abgehetzt?
Ich habe noch nie eine geführte Golden Circle Tour mitgemacht, weshalb ich nicht weiß, wie viel Zeit man an den jeweiligen Punkten hat. Ich gehe aber davon aus, dass man an allen drei Orten (Þingvellir, Geysir und Gullfoss) wenigstens eine Stunde Zeit hat. Es gibt aber auch mehrere Golden Circle Touren, auf denen noch weitere Ziele angefahren werden, wie z.B. das Geothermalbad „Secret Lagune“ oder der Vulkankrater Kerið. So gesehen sollte genügend Zeit für euch sein. Nichtsdestotrotz muss ich aber auch sagen, dass dies alles eine Frage der Zeit ist und mit welcher Intensität ihr die individuellen Reiseziele erleben wollt.

Ist die 574 mit einem PKW befahrbar?[/i]
Ja. Die Straße ist asphaltiert.

Rund 2.000 km in 2 Wochen - würdet ihr sagen, das ist so nicht nur machbar, sondern auch sinnvoll?
Nun, dies kann dir keiner beantworten, denn das ist eine Frage der persönlichen Einstellung zur Art des Reisens. Ich habe schon Leute getroffen, die Island in drei Tagen umrundet haben und andere, die mehrere Wochen dafür eingeplant haben. Während meiner zahlreichen Islandreisen bin ich u.a. einmal mit einem Mietwagen für zwei Wochen um die Insel gefahren, inkl. Snæfellsnes und Westfjorde. Zusätzlich standen auf dieser Tour besonders die Halbinseln im Norden in meinem Fokus, während ich im Süden weitestgehend durchgefahren bin und nur ein paar Fotostopps eingelegt habe. Obgleich ich unterwegs keine größeren Wanderungen unternommen habe, empfand ich es als sehr stressig.

Ihr könntet eure Liste an Reiseziele ja noch etwas erweitern und dann vor Ort (je nach Lust und Laune und Wetter) entscheiden, was ihr sehen wollt und was ihr ggf. auf eure nächsten Islandreise verschieben müsst ;) .


Viel Spaß bei eurer weiteren Planung

Uwe
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Monique
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Re: 2 Wochen im August/September 2022

Beitrag von Monique » Fr 26. Nov 2021, 20:24

Hallo Sabine,

ich kann deine Aussage zum Thema "dann wirds langsam anstrengend" nachvollziehen und würde sogar noch einen drauf legen: Dadurch, dass es in Island an nahezu jeder Ecke so viel zu sehen gibt und ihr von unterschiedlichsten und immer wieder starken Eindrücken vermutlich erschlagen werdet, werdet ihr am Ende der ersten Islandreise möglicherweise urlaubsreif sein ;).

Die skizzierte Route und Verteilung finde ich ausgewogen und sehr gut machbar. Nur die 150 € pro Nacht könnten kritisch werden bzw in Richtung unrealistisch gehen. Rechne mit mehr (um später nicht geschockt zu sein) und fang baldmöglichst an zu suchen und zu buchen.

* Golden Circle: an 1 Tag auch mit Weiterreise machbar

* Snæfellsnes: irgendwo mittig übernachten ist ok, keinesfalls zu nah an Borgarnes (da ihr vorher in Reykholt seid, wäre das aber auch Quatsch); ich habe dort an diversen Orten übernachtet, habe keinen speziellen; Stykkishólmur empfände ich als etwas "zu abgelegen" als Ausgangspunkt - aber auch das ist rein subjektiv.

* Vatnajökull, Anbieter für Snowmobiltouren gibt es nicht so viele, da ist die Auswahl überschaubar (Achtung, wenn ihr im Netz danach googelt, werden euch sehr viele Vermittler angezeigt!): http://www.glacierjeeps.is/ gibt es dort schon seit gefühlten Ewigkeiten; Laufey und Gulli von https://glacierjourney.is/ kamen später dazu. Gäste von mir hatte ich mehrfach mit Glacierjeeps auf Tour geschickt, Laufey kenne ich persönlich, war mit ihr schon mit nem Superjeep oben. Wessen Touren (inwischen) besser sind, kann ich nicht sagen - das einzige Mal, das ich mit einem Snowmbobil unterwegs war, war vor 14 Jahren als einziger Gast (jaaa, damals ging das noch und das auch noch preiswert ;) ) auf dem Snæfellsjökull.

Viel Spaß bei der Planung.
Monique
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Saluha
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Re: 2 Wochen im August/September 2022

Beitrag von Saluha » Mo 29. Nov 2021, 19:05

Hallo Raigro, Uwe und Monique,

herzlichen Dank für eure Rückmeldung! Ich bin schon mal sehr erleichtert, dass meine bisherige Planung kein entsetztes "Ach du Schande" bei euch hervorgerufen hat :D

@ Raigro
Wir wollen Ende August/Anfang September reisen, aber da war mir der September beim Schreiben wohl durchgerutscht. Eigentlich dachte ich, dass wir dann schon in die Nebensaison reinrutschen, aber anscheinend ist da immer noch Hochsaison?! Mit Campen kann ich mich leider so gar nicht anfreunden, und schon gar nicht bei eher kühleren Temperaturen.


@ Uwe
Wir wollen den Golden Circle auch auf eigene Faust machen, aber ich spelunze immer mal bei den verschiedenen Anbietern, wie viel Zeit die so veranschlagen, und da ist bei Touren ab Reykjavik von 10 - 12 Stunden die Rede, was mich etwas erschreckt hat. Da sind natürlich auch Transferzeiten drin, evtl. müssen die Teilnehmer auch an verschiedenen Orten abgeholt werden.

Gibt es irgendwo eine Info, wie viel Zeit man für die großen Hauptsehenswürdigkeiten einplanen sollte? In den Reiseführern habe ich dazu nur wenig Info gefunden.

Und ja, wir werden bestimmt vor Ort einiges spontan entscheiden, je nach Lust, Laune und Wetter. Und bestimmt sind wir von den ganzen Eindrücken erschlagen, aber die Erholung muss dann zu Hause stattfinden bzw. wir planen noch mal einen Sonnenwoche im Herbst, so lange muss das dann warten :lol:


@ Monique

Ich habe schon angefangen, nach ein paar Unterkünften zu suchen, aber noch nichts gebucht. Angesichts der aktuellen Corona-Lage überlegen wir gerade, ob es nicht doch schlauer ist, pauschal zu buchen. Das geht mir zwar total gegen den Strich, aber im Zweifelsfall ist man da wohl besser abgesichert. Aber auch dafür werde ich mir vorher ein paar Unterkünfte ansehen, damit ich ein Pauschalangeobt überhaupt einschätzen kann.

Danke auch für die Teeps mit bzgl. Snowmobiltouren, ich werde sicher noch darauf zurückgreifen. Bestimmt kommen bei der weiteren Planung auch noch weitere Fragen auf ;) , auf jeden nochmals danke an euch :!:

Viele Grüße,
Sabine
mir
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Re: 2 Wochen im August/September 2022

Beitrag von mir » Mo 29. Nov 2021, 21:36

Ich möcht meinen Vorrednern entschieden widersprechen. Diese Art zu reisen und ein Highligt nach dem anderen abzuhaken halte ich für ....
Da kann man sich auch gleich eine Fensehdoku anschauen, dann hat man auch alles gesehen. Da gibt es keine Geschichten zu erzählen, keine Erlebnisse, kein versinken in die Landschaft. Mich wurdert bei meinen erfahrenen Vorrednern, die teils wochenlang in einer Gegend waren, dass sie mit der Planung einverstanden sind.
Wir waren z.B. 2 oder 3 Tage auf dem CP in Thingvellir, es war warm, da ist ein Wasserfall der in die Schlucht fällt, da haben wir gebadet, die Tochter hat unter einer der Brücken gegen abend ( niemand mehr da) jede Menge Münzen gesehen, die irgendwelche Amis oder Japaner da reinschmeißen und versucht danach zu tauchen. War aber zu kalt, und als Krönung schwamm dann ein Geldschein vorbei den sie sich geangelt hat. Und erst nach Tagen in Süßigkeiten umgemünzt hat. Solche Erinnerungen tragen. Wer gesehen hat wie lustlos die Bustouristen an dem Gullvoss ein paar meter hintrotten, Handy zücken und dann wieder in den Bus steigen, der weiß, dass die gar nichts von der Reise wirklich mit nach hause nehmen.
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Re: 2 Wochen im August/September 2022

Beitrag von Monique » Mo 29. Nov 2021, 22:30

Hallo mir,

prinzipiell gebe ich dir Recht. Optimaler geht immer und jeder kann für sich persönlich eine schnelle Runde um die Insel als wenig erstrebenswert ansehen. Wenn ich aber davon ausgehe, dass jemand zunächst einmalig für 14 Tage in dieses Land fährt und verschiedene Facetten des Landes kennenlernen möchte, dann bin ich ja schon mal mehr als froh, dass sich derjenige überhaupt 14 Tage Zeit nimmt, nicht 50 Wasserfälle, 4 Hochlandpisten und wirklich jede abgelegene Ecke des Landes in den Reiseplan schreibt oder in 6 Tagen um die Insel einschließlich Snæfellsnes oder Westfjorde hetzen will. Wir haben hier im Forum schon die wildesten Planungen gelesen. Für eine Erstreise fand ich den Plan von Sabine völlig in Ordnung.

Wir dürfen nicht vergessen, dass es einen Unterschied macht, ob jemand zum ersten Mal und einmalig in ein Land fährt oder ob er "Wiederholungstäter" ist. Und ich persönlich bin die Letzte, die irgendjemandem den Wunsch krummt nimmt, in seinem Leben möglichst viele Ecken dieser Welt kennenlernen zu wollen und deshalb nicht andauernd und ausführlichst nur einige wenige Länder bereist. Auch wenn ich das selber für mich anders umgesetzt habe.

Wem Island auf seiner ersten Reise gefällt und der dabei den Wunsch verspürt, wieder kommen und es intensiver entdecken zu wollen, der wird es tun. Dann vielleicht mit mehr Zeit oder einer Beschränkung auf einzelne Regionen.

Auf deinen Hinweis zu Bustouristen möchte ich kurz antworten: Ich weiß nicht, was für eine Tour das war. Aber ich weiß, dass ich 8 Jahre Reisende auf Busrundreisen um diese Insel geführt habe. Die sind weder lustlos getrottet noch trifft es zu, dass sie nichts von der Reise mit nach Hause genommen. Es ist etwas schade, hier so zu verallgemeinern. Ich kann dir auch versichern, dass ich von meiner allerersten Reise nach Island vor über 20 Jahren enorm viel mitgenommen habe - so viel, dass ich Island für einen nicht unbeträchtlichen Teil meines Lebens zum Beruf gemacht hatte und zusammengenommen mehr als 4 Jahre auf der Insel war. Und diese erste Reise war: eine 14-tägige Busrundreise inkl. Hochland.

Monique
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Re: 2 Wochen im August/September 2022

Beitrag von lena » Mo 29. Nov 2021, 22:37

Es gibt doch unterschiedliche Bedürfnisse und unterschiedliche Menschen ziehen unterschiedlich Gewinn aus verschiedenem Reiseverhalten. das ist nicht nur Island versus Ballermann, sondern auch wie man Island erlebt und bereist. Würde ich jemandem zuraten, wenn er mich fragt, ob eine in fünf Tagen um die Insel Reise gut ist? Nein. Zwei Wochen? Wenn man weiß, worauf man sich einläßt ist das schon okay.

Ich habe mal meine Eltern auf eine zweiwöchige Reise nach Island mitgenommen, einmal rund um die Insel mit Aufenthalt in Reykjavík. Für die beiden war das eine tolle Reise und gerade mein Vater hat noch lange Zeit später von verschiedenen Stationen gesprochen und sich gerne Webcams angeschaut. Allein reise ich ganz anders (und oh Schreck, plane ganz bewußt Zeit in Reykjavík ein, denn, du wirst es kaum glauben, mich hat etwas anderes als die schöne Natur ursprünglich mal nach Island gebracht), das macht aber diese Rundreise nicht schlechter. Ich selbst erinnere mich gerne, an *editiert* Ich glaube nicht ein Stück, daß meine Eltern weniger tragende Erinnerung mitgenommen haben als ich.
Zuletzt geändert von lena am Di 30. Nov 2021, 07:24, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: zu persönlich
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Re: 2 Wochen im August/September 2022

Beitrag von Uwe » Di 30. Nov 2021, 01:55

mir hat geschrieben:
Mo 29. Nov 2021, 21:36
Ich möcht meinen Vorrednern entschieden widersprechen. Diese Art zu reisen und ein Highligt nach dem anderen abzuhaken halte ich für ....
Hallo mir,
Monique und lena haben ja bereits ein paar Zeilen geschrieben, aber da du auch meinen Kommentar kritisiert, würde ich noch ein paar Zeilen hinzufügen.
Also ich muss zugeben, dass ich früher ähnlich gedacht habe wie du, aber auch ich musste lernen, dass es anmaßend ist, zu entscheiden, wie andere ihre Urlaubsreisen unternehmen sollten, um das bestmöglichen Erlebnis zu haben. Wenn du die Kommentare von Raigro, Monique und mir noch einmal liest, wirst du auch merken, dass niemand geschrieben hat, dass es der ideale Reiseplan ist. Wir haben lediglich geschrieben, dass die von Sabine geplante Tour, zeitlich durchführbar ist. Das mag nach Haarspalterei klingen, ist aber trotzdem ein Unterschied.

Sabine hat zudem geschrieben, dass sie nicht viel wandern wollen und für den Fall, dass sie an den einzelnen Sehenswürdigkeiten mehr Zeit benötigen, als sie ursprünglich planen, werden sie es schon merken und können ihren Reiseplan anpassen.

Wie Sabine es geschrieben hat, haben sie bereits Erfahrung mit derartigen Rundreisen in anderen Ländern gemacht haben. Somit solltest du ihnen vertrauen, dass es für sie die beste Art des Reisens ist. Und was die „lustlosen Bustouristen“ angeht, so kann uns das ebenfalls egal sein, ob sie zufrieden sind und wie viel sie an Reiseerlebnis mit nach Hause nehmen. Ich hatte ja bereits erwähnt, dass ich vor ein paar Jahren ein Pärchen (aus England) getroffen habe, das Island in drei Tagen umrundet hat und diese Aktion ein Jahr im Voraus gebucht haben. Dagegen ist die Planung von Sabine eine Intensivreise. Also, wie gesagt, die Art des Reisens ist die Ansichtssache eines jeden Einzelnen. Wenn es Sabine und ihrer Begleitung in Island gefällt, dann werden sie sicherlich wieder zurückkehren und sich gegebenenfalls zu unserer Gruppe der Wiederholungstäter gesellen. ;)

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Re: 2 Wochen im August/September 2022

Beitrag von carlotta » Di 30. Nov 2021, 04:32

Meine erste Islandreise war auch eine 14tägige Rundreise mit Mietwagen und das war gut so. Und ich habe genug bewegende Eindrücke mit nach Hause genommen, um gleich die nächste Islandreise zu planen und darauf hin noch weitere. Das heißt aber nicht, das Rundreisende, bei denen es bei einer Islandreise bleibt, weniger eindrucksvolle Erlebnisse haben. Ich möchte jedenfalls diese 14tägige Rundfahrt nicht missen. Sie hat mir außer Highlights auch die Vielfältigkeit der unbeschreiblichen isländischen Landschaft gezeigt.

Normalerweise orientiert man sich bei der Planung anhand von Reiseführern oder anderen Medien, egal in welches Land die Reise geht. Und da gehören nun mal Highlights zu. Und nirgends steht geschrieben, das man die Anzahl der gleichen beschränken sollte für ein besseres Erlebnisgefühl. Es ist doch lediglich eine Frage der zeitlichen Machbarkeit und die ist hier gegeben.
Wer gesehen hat wie lustlos die Bustouristen an dem Gullvoss ein paar meter hintrotten, Handy zücken und dann wieder in den Bus steigen, der weiß, dass die gar nichts von der Reise wirklich mit nach hause nehmen.
So eine Einstellung finde ich überheblich, arrogant und frech.
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