Hinweise zu Covid-19 in Island
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Pitti
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Beitrag von Pitti » Fr 6. Okt 2006, 17:39

Hi Leutz,

ich habe mich auf die Bestimmungen verlassen, die Kerstin weiter oben gepostet hat.
Die Sache mit den angebrochenen Lebensmitteln macht für mich wenig Sinn, hab ich auch noch nirgends so gelesen.

Die wollen sich auf ihrer Insel einfach keine fiesen Keime oder Krankheiten einfagen, was man ja auch gut verstehen kann. Deswegen muss auch alles "tierische" in gekochtem Zustand sein.

Bei rohem Fleisch und Eiern besteht halt die Gefahr, dass da Sachen wie Maul und Klauenseuche, Vogelgrippe oder ähnlich Unangenehmes eingeschleppt werden könnte. Bei Milch ist das genauso (ich find Milch eh bäh).

Bei Kaffee oder Tee würde ich mal sagen, dass das Zeug ja entweder geröstet (Hitze!) oder fermentiert (furztrocken!) ist und damit quasi lebensfeindlich für Keime. Und falls da im Tee oder Kaffee doch noch was "leben" sollte, dann hat es derjenige schlicht zu lange aufgehoben ;-)

Außerdem hat sich keine müde Maus für uns am Flughafen interessiert, als wir mit dem dicken Rucksack auf dem Kreuz (in dem haufenweise lecker Futter und Rum waren) eingereist sind. Hab extra unschuldig geguckt.

Ich empfehle aus Respekt vor dem Land, keine rohen Sachen tierischen Ursprungs mitzunehmen :-) Gemüse sollte gehen. Hatte Tomaten mit.

Grüße
Petra
lralfi
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Beitrag von lralfi » Mo 9. Okt 2006, 13:22

Hallo,

wir sind seit drei Wochen wieder da, wir haben uns weitgehend an die Zollfreien Mengen gehalten, kein Fleisch, ausser in Dosen, Alkohol naja, zwei Flaschen Rum und eine Single Malt :-)
Prinzipiell würde ich sagen, macht es wenig Sinn, massenhaft Lebensmittel einzuführen, die Preise sind dank BONUS nicht so furchtbar. Bei anderen Ketten ist es deutlich heftiger. Ich war eigentlich überrascht, wie "billig" es war. Ausreisser sind Süssigkeiten, zumal die Isländer irgendwie alles mit Lakritz überziehen oder füllen :-) Wer das nicht mag, hat schlechte Karten, selbst Eis gibt es. Obst und Gemüse ist deutlich teurer, auch Käse und Milchprodukte, aber man braucht ja das Zeug nicht tonnenweise. Fisch und Fleisch sind teurer als hier, aber nicht so, dass es weh tut. Man sollte Lamm mögen. Insgesamt fand ich das Angebot und die Vielfalt deutlich schlechter als hier, aber es ist ausreichend. Auch an das Leichtöl kann man sich gewöhnen. Für grössere Bierorgien war es zu kalt :-)
Die drei Kg/Person hatten wir wohl leicht überschritten, aber wir haben auch ca. die Hälfte wieder mit heim genommen.

Das nächste Mal werde ich nur einen kleinen Vorrat Nudeln und Reis, ein paar kleine Dosen Fisch und Worscht mitnehmen. Dafür Schokolade und Süsskram und Rum. Es lohnt absolut nicht, die Zollvorgaben in grossem Stil zu ignorieren.
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lena
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Beitrag von lena » Mo 9. Okt 2006, 15:31

Scheint so, als ob Lebensmittel nach Island zu mitzuschleppen noch sinnloser würde:

Die Mehrwertsteuer auf Lebensmittel wird ab 1. März 2007 von 14% auf 7% gesenkt. Die allgemeinen Zölle auf importierte Fleischwaren gemäß dem 2. Kapitel des Zolltarifes werden um bis zu 40% gesenkt. Die Verbrauchssteuern auf inländische und importierte Lebensmittel außer Zucker und Süßwaren werden zum 1. März 2007 völlig fallen.
Die Mehrwertsteuer auf andere Dienstleistungen und Waren in der 14%-Stufe (Bücher, Zeitschriften, Zeitungen, Heizung, Hotelübernachtungen) wird auf 7% gesenkt.
Die Mehrwertsteuer auf andere Lebensmittel, die bislang 24,5% betrug, wird dann ebenfalls auf 7% gesenkt.
Damit würden laut Geir H. Haarde die isländischen Lebensmittelpreise vergleichbar denen der übrigen nordischen Länder.

http://www.mbl.is/mm/frettir/frett.html?nid=1227738
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Verðandi
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Beitrag von Verðandi » Di 10. Okt 2006, 12:27

Oh, na das klingt ja gut. Danke für die Info (und "unsere" Familie wird es auch freuen- bei denen war das Geld immer knapp, weshalb meine Tochter ihren Lohn auch in Form eines Pferdes bekam :lol:)
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