Offroad in Island - Was kann ich mir zutrauen?

Die anspruchsvollere Art, mit dem Auto durch Island zu reisen.
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Twoflower
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Re: Offroad in Island - Was kann ich mir zutrauen?

Beitragvon Twoflower » Mi 4. Mai 2011, 00:42

hallo und willkommen dr.svenson
dein auto ist nicht das neueste.
daher würde ich mal eine eingehende kontrolle aller wasser/furtrelevanten teile vornehmen.
ich gehe davon aus daß dein pathfinder die 110kw/150 ps maschine hat. die wattiefe mag der hersteller nicht garantieren über 45cm, aber das ist ja grad mal die halbe nabe im wasser. die elektrik macht gerne zicken, kontaktspray im kofferraum hilft da schon mal, der normale verschleiß von deutschen straßen macht nach mehr als 100.000km schon mal die achsdichtungen mürbe, also dichtigkeit prüfen, radlager neu satt fetten, achsentlüftungen auf sitz, höhe, dichtigkeit prüfen, sonst hat der spaß ein schnelles ende. nachträglich eingebaute lautsprecher in den türen können eine wahre erfrischung sein, untersetzung für langsames furtdurchfahren sollte vorhandensein und funktionieren. türdichtungen kontrollieren.
bis auf die f88 sollten die strecken gut fahrbar sein, die f208 ist von süden her leider etwas entschärft worden, einige furten verrohrt, dort fuhren auch suv´s. 8-)
die 206 zur laki ist sehr schön, und je nach wasserstand gut machbar.
auf der f88 war auch ein älterer pathfinder mit 265er bereifung unterwegs und so wie mein lr disco bis zu den lampen im wasser. 8-) sogar eine ente war dort unterwegs, aber den 2cv sollte man nicht unterschätzen, der war lange zeit in afrika ein beliebtes auto und trotz 2wd sehr wüstentauglich. :lol:
der rückwärtsgang sollte wenns mulmig wird ach funktionieren, denn so wie man reinkam gehts auch neist wieder raus :oops:
siehe auch mein thread viewtopic.php?f=20&t=3128 wasserstände in hochlandflüssen.
die kombination vulkanasche/wasser (schleifpaste) kann den beweglichen fz-teilen sehr zusetzen. :mrgreen:

nebenbei, in island bitte nur onroad fahren, offroad ist bei de isländern nicht sehr beliebt und kann teuer sein.
island ist so toll, onroad oft hohe anforderung, man schafft es nicht alles zu fahren. es lauern auch einige tücken, zb. unbefestigte seitenstreifen bescheren mitunter interessante ausflüge. unaufmerksamkeit am steuer kommt auch vor, weil man gerne guckt :oops:
wenn du alleine bist an einer furt und nicht sicher, warte einfach ein paar minuten, es kommt schon jemand vorbei, im sommer ist viel los. 8-) die anderen ziehen dich auch gerne raus :mrgreen:
die strecken auf reykjanes sind alle bequem machbar. wir waren im april da. die 427 war an der kreuzung ohne umleitung an der kreuzung 39/427 gesperrt, die strecke wird umgebaut in asphaltpiste, man kommt aber über den ortseingang von thorlakshöfn scharf re abbiegen ri grindavik dahin zur 427. abstecher nach soltun machen ! schönes raucherfeld und graenavatn.... und....
die 41 etc völlig problemlos. die 85 an der nordostküste ging bei rauhem wetter im april bequem
ansonsten schließ ich mich meinen lieben vorrednern an
viel spass im tollsten urlaubsland twoflower
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Freischlepp2.jpg
t5 auf abschüssigem kies kam nicht mehr raus 3 stunden vor abfahrt der norröna...
Furt grafarlandaau.jpg
f88 bei mittlerem wasserstand
wer bremst ist feige :D :D
dr.svenson
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Re: Offroad in Island - Was kann ich mir zutrauen?

Beitragvon dr.svenson » Mi 4. Mai 2011, 12:07

flamingo hat geschrieben:Tips gleich in die Karte eintragen.


Gibt es auch Tipps für Karten? Welche lohnen sich? Wo kaufen?

Ansonsten:
Vielen Dank für die vielen Antworten. Wenn es noch mehr Tipps gibt - gern!
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Chevyartictruck
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Re: Offroad in Island - Was kann ich mir zutrauen?

Beitragvon Chevyartictruck » Fr 6. Mai 2011, 08:02

Moin

hast du das schon geshen?
viewtopic.php?f=20&t=3471

Ansonsten gebe einem ich "Anfänger" keine Tips was "einfache Offroadstrecken" angeht. Da habe ich schon sehr schlechte Erfahrungen gemacht :twisted:

Der Tip mit dem mitfahren ist auch nicht schlecht aber auch da kannst du reinfallen, ist eine reine Glücksache. Ich denke da nur an den GW-Fahrer der 2004 seinen Wagen versengt hat und sein auf der Fähre "kennegelernter Mitfahrer" sich beim Bergeseil zuwerfen die Schulter ausgekugelt hat ;)
Ok so blöd muss es nicht immer laufen aber ich würde auch so wie Zio anfangs schon geschrieben hat einfach vorsichtig ausprobieren!

Gruß Chevy
wer immer nur brav ist, wird nie erwachsen!
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Re: Offroad in Island - Was kann ich mir zutrauen?

Beitragvon Zio » Fr 6. Mai 2011, 12:37

dr.svenson hat geschrieben:Also mit Torleidi und Co. Kann man denn davon ausgehen, dass sich am Beginn jeder Strecke entsprechende Hinweise finden?


Nein kannst Du nicht. Hauptsächlich stehen die Warnschilder nur dort wo auch viele Touristenmietwagen verkehren. Und um diesen klar zu machen das hier auf jeden Fall Schluß sein sollte!

dr.svenson hat geschrieben:Und gibt es vielleicht noch empfehlenswerte Offroad-Strecken, die ohne oder mit wenig anspruchsvollen Furten ausgestattet sind?

Die F752 ist noch ganz schön zu fahren und ziemlich unkompliziert.
Ist eine "ordentliche" Schotterpiste, kleine Furten sehr schön und gemütlich.
Nimm Dir nicht zuviel vor, die Pisten dauern länger als Du meinst. 50km F ist nicht gleich 50km Waldweg in Deutschland!

@sgm
Ich muss hier nochmal nachhaken
sgm hat geschrieben:F910 und F88 waren kein Problem. .

Meinst Du das Stück F910 von der F88 bis zur Askja oder die gesamte F910 bis zur F26?

Gruß
Zio

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sgm

Re: Offroad in Island - Was kann ich mir zutrauen?

Beitragvon sgm » Fr 6. Mai 2011, 19:10

Zio hat geschrieben:@sgm
Ich muss hier nochmal nachhaken
sgm hat geschrieben:F910 und F88 waren kein Problem. .

Meinst Du das Stück F910 von der F88 bis zur Askja oder die gesamte F910 bis zur F26?

Nein nur den östlichen Teil.
Wir sind von der Ringstraße reingefahren. Um es mal zu präszisieren, denn du hast recht, das war von mir etwas ungenau.
Also von der Ringstraße auf die 923 bis Brú, dort dann auf die F910 bis Herðubreiðarlindir. Am nächsten Tag dann zur Askja und von dort zum Dettifoss.
Kann man alles hier nachlesen:
http://norge.sgm-webdesign.de/logbuch/i ... etagebuch/

Ich wollte damit eigentlich auch nur beschreiben, dass man durchaus einen unterhaltsamen ersten Islandurlaub haben kann, ohne gleich schwierige Pisten zu fahren und dabei gleichzeitig einen Eindruck vom Hochland bekommt.
jusi.golf
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Re: Offroad in Island - Was kann ich mir zutrauen?

Beitragvon jusi.golf » Sa 6. Jan 2018, 20:03

Hallo liebe Island Freunde,
endlich verwirkliche ich mir meinen Traum und werde ende märz anfang april nach island reisen mit meinem umgebauten 4x4 geländewagen.ich weis und verstehe auch, dass die isländer offroad nicht für gut empfinden.
Hättet ihr mir vielleicht nützliche infos bezüglich nicht geteerten straßen welche legal zu befahren sind evtl. auch flussdurchfahrten? Die gefundenen roadbooks handeln über das befahren des hochlands welches aber zu der zeit noch gesperrt ist.
Vielen dank für eure hilfe.
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Re: Offroad in Island - Was kann ich mir zutrauen?

Beitragvon sw-fuzzy » Sa 6. Jan 2018, 22:17

jusi.golf hat geschrieben:....
ich weis und verstehe auch, dass die isländer offroad nicht für gut empfinden.
...


nur zur Klarstellung: offroad wird nicht für „nicht gut befunden“, sondern es ist schlicht und einfach verboten.

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Re: Offroad in Island - Was kann ich mir zutrauen?

Beitragvon Raigro » So 7. Jan 2018, 10:03

jusi.golf hat geschrieben:Hättet ihr mir vielleicht nützliche infos bezüglich nicht geteerten straßen welche legal zu befahren sind evtl. auch flussdurchfahrten? Die gefundenen roadbooks handeln über das befahren des hochlands welches aber zu der zeit noch gesperrt ist.


Du hast dir wohl die falsche Jahreszeit ausgesucht, um deine "offroad" Gelüste austoben zu können :mrgreen: Trotzdem ist es keine schlechte Idee mit 4x4 in der Jahreszeit unterwegs zu sein, denn die Straßenverhältnisse können noch sehr winterlich sein.
Surtur
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Re: Offroad in Island - Was kann ich mir zutrauen?

Beitragvon Surtur » So 7. Jan 2018, 10:05

Flussurchfahrten im März/April :shock: ...soweit ist der Klimawandel meines Wissens noch nicht, dass das auf Island möglich wäre...

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