Leicht zu befahrende Pisten im Hochland ??

Die anspruchsvollere Art, mit dem Auto durch Island zu reisen.
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Leicht zu befahrende Pisten im Hochland ??

Beitragvon polarbaer12 » Mi 14. Okt 2015, 14:39

Hallo Zusammen,

wir möchten nächstes Jahr im Juli nach Island und möchten gerne unseren 4x4 Bus mitnehmen. Da wir aber nicht wirklich total viel Erfahrung mit dem off-road-fahren haben würden wir uns sicherheitshalber auf leicht zu befahrende Hochlandpisten beschränken und nicht direkt mit Meter tiefen Flussdurchquerungen anfangen. Klar, wir werden überall erst mal den Wasserstand prüfen wenn es nach etwas tieferen Stellen und viel Strömung ausschaut...aber vielleicht gibt es eine Übersicht, oder jemand im Forum kennt sich gut aus mit Pisten die auch für Beginner und Amateure zu befahren sind. Landmannalauger von Norden über F22 - soweit habe ich das mal bereits nachgelesen und verstanden. Wie schaut es mit den Pisten zu Askja F88,F98 oder Hveravellir/Kjölur F37, Sprengisandur F28, F72, aus??? Bin für alle eure Tipps dankbar!!! Natürlich auch für sämtliche Fahrtipps und Landschaftsinfos!!! Ich war vor 20Jahren mal mit dem Bike im Hochland auf der Piste südlich der F22 unterwegs....aber ich nehme an da wird sich wohl auch etwas verändert haben :-) Damals waren sehr viel Furten auf der gesamten Strecke, besonders im Teil von Landmannalauger nach Buland. Danke für eure Ratschläge!!

lg
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Monique
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Re: Leicht zu befahrende Pisten im Hochland ??

Beitragvon Monique » Mi 14. Okt 2015, 15:30

Die Straßen haben jetzt vermutlich alle ein paar andere Nummern, schau mal hier:http://vegasja.vegagerdin.is/?xmin=378961&ymax=435900&xmax=553861&ymin=311640.

208: Landmannalaugar von Norden = ok, ohne Wasser
550: Kaldidalur = ok, ohne Wasser
35: Kjölur = ok, kein Wasser
F 26: Sprengisandur: wird man dir vermutlich mit dem Fahrzeug abraten
F206/F207: Laki = Flüsse waren idR mit einem RAV4, Kia Sportage, VW Caravelle und Toyota Hiace zu meistern
F 225 und F 208: Landmannalaugar über F 225 und von Südosten über F 208: Flüsse waren idR mit einem Kia Sportage, VW Caravelle und Toyota Hiace zu meistern

Alles ander müssen andere ergänzen.
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Re: Leicht zu befahrende Pisten im Hochland ??

Beitragvon fakewoodforest » Mi 14. Okt 2015, 15:55

Askja: F88 oder F905 - sind wir beide diesen Sommer gefahren - die Furten waren komplett harmlos (vielleicht 20cm tief) ABER wir haben Leute mit dem identischen Fahrzeug getroffen (Toyota Hilux) die nur wenige Tage später die F88 gefahren sind: Durch ergiebige Regenfälle waren die Flüsse derart angeschwollen, dass sie kaum noch durch gekommen sind (er meinte das Wasser stand in der Hälfte der Tür - bei uns war nicht mal das Trittbrett nass).
Sprengissandur übrigens genau das selbe - wir sind morgens zusammen mit einem Dacia Duster nach Nyidalur gekommen - die Furt war selbst für den Duster gar kein Problem. Ich habe kurz mit der Rangerin/Hutwarden gesprochen, die meinte, dass wir mit dem Hilux gestern Abend NICHT durch die Furt gekommen wären (auch hier ergiebiger Regen).

--> bleibt flexibel was eure Planung angeht und schaut nach den Wetterbedingungen und fragt vorher z.B. am Myvatn nach den Wasserständen der Furten in Richtung Askja...

Einen Hauch von Hochland erlebt man auch auf der Straße nach Thakgil - keine Furten, aber seeeehr schön.
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Re: Leicht zu befahrende Pisten im Hochland ??

Beitragvon polarbaer12 » Mi 14. Okt 2015, 22:10

Hallo!

Danke euch beiden schon mal für eure tollen Tipps!!! ja, ich glaube ich muss mal mein Kartenmaterial erneuern ;) das ist noch von annodazumal... wir sind im Reiseablauf eh flexibel und werden uns natürlich an die örtlichen Gegebenheiten anpassen. Ich werde euere Routen dann mal mit einem aktuellen Kartenmaterial nachschlagen...bis dahin schon mal vielen Dank!! Ihr seid ja scheinbar öfter auf der Insel unterwegs :-)

vg
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Re: Leicht zu befahrende Pisten im Hochland ??

Beitragvon polarbaer12 » So 12. Jun 2016, 13:54

So, nachdem ich das Kartenmaterial auf einen neueren Stand gebracht habe und mir Gedanken über mögliche Routen gemacht habe bin ich etwas weiter in meiner Reiseplanung fortgeschritten. Wir haben auf Island einen Nissan Terrano zur Verfügung un möchten ein paar Strecken durchs Hochland nehmen und Pisten befahren. Es sollen jedoch schwierige oder gefährliche Abschnitte gemieden werden. Wir fahren ab dem 19.7. los... Folgende Strecken würden mir ggf. vorschweben:

F208 bis kurz vor Landmannalauger, ab da gehen wir dann zu Fuss weiter...
F228 und dann F229 bis Jökulheimar (Hütte)
F26 bis Tomasarhagi (3 Furten am Ende der Strecke) und dann weiter die F910 bis Askja (4 Furten im ersten Teilstück bei Tungus bis Fossaleiti)
Piste östlich der 26 nach Hagöngulon (See) Ist dieser See Sehenswert??

Welche Piste sollten wir aus Richtung Norden gesehen zum Askja nehmen, welche ist leichter zu befahren? F88 oder F910?
F88 von Askja raus Richtung Myvatn - Wie sind die Furten bei Herdubreidalindir und nördlich davon?
F910 von Askja nach Eiriksstadir; Wie schwierig sind hier die in der Karte eingezeichneten Furten?

F902 nach Virkisfell

F335 nach Hagavatn (ist dieser sehenswert??) Infos über Furt bei Sandvatnshlidar.
F347 nach Asgardsfjäll
F 35 nach Hveravellir
Piste westlich und parallel zur F35, über Burrell, Mosalda, Kuba, bitte Infos zu Furten bei Leppistungur, Kerlingarflatir/Budarhals

Wir möchten nicht alles fahren..und hoffen auf zahlreiche und vor allem gute Ratschläge aus dem Forum. Wir würden die Furten wenn möglich immer zu den niedrigen Wasserständen in der Früh fahren und wollen aber gerade hierbei kein unnötiges Risiko eingehen. Normale und einfache Furten möchten wir nehmen - technisch schwierige oder sehr tiefe werden wollen wir lieber meiden.

Bin gespannt auf eure Tips!!

lg

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Re: Leicht zu befahrende Pisten im Hochland ??

Beitragvon Monique » So 12. Jun 2016, 21:39

Furt vor Landmannalaugar: Schauen und beobachten! Fahrt nicht wie die "heroes" und die Busse durch die Mitte, es sei denn, sie animiert euch. Es gibt dort einfach zu fahrende Bööööögen, dann kommt ihr flachwassers durch die Furt.

Zu allen anderen Knack-Stellen kann ich nichts sagen.
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Re: Leicht zu befahrende Pisten im Hochland ??

Beitragvon Monique » So 12. Jun 2016, 21:40

F 35 = null Wasser = langsam und easy
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Re: Leicht zu befahrende Pisten im Hochland ??

Beitragvon guefz » So 12. Jun 2016, 23:20

Hallo,

zur F208 ist schon alles gesagt worden.

F26 und F910 bei Nýidalur und Richtung Askja ist nach einer kalten Nacht morgens normalerweise machbar, kann aber auch nach einer warmen Nacht mit Regen gegen unmöglich gehen. Das muss man vor Ort klären.

Hágöngulón ist ein Stausee, interessant ist eher der Blick auf den großen Gletscher dahinter wenn man noch bis Vonarskarð weiter fährt.

Von Norden zur Askja ist die F905/F910 die einfachste Variante, die Furten sind nicht schwierig wenn man sich an die Staukante hält. An der F88 hat die Furt bei Herðubreiðarlindir gerne Hochwasser durch Rückstau aus dem großen Fluss. Die andere Furt sollte bei halbwegs trockenem Wetter kein Problem sein. Die F910 nach Osten hat viele harmlose Pfützen.

F902 zum Kverkfjöll hat eine Furt, die meist harmlos ist.

F335 hatte nach der Hütte auf dem letzten Stück zum Hagavatn eine Furt, die man sich vor dem Fahren in Ruhe anschauen sollte, da sich dort die Fahrspur gelegentlich ändert.

F347 ist die Zufahrt nach Kerlingarfjöll, ist harmlos

Westlich parallel zur 35 gibt es nichts, du meinst wahrscheinlich eher östlich: mehrere Furten, eine davon (Leppistungur) ändert auch gerne mal ihre Durchfahrt. Bei trockenem Wetter ok.

Günter
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Re: Leicht zu befahrende Pisten im Hochland ??

Beitragvon polarbaer12 » Mo 13. Jun 2016, 09:21

Hallo Monique, Hallo Günter,

danke für euere Infos!!! - werde mir das alles am Abend mal in Ruhe durchsehen und mich dann nochmals melden..
Ich meinte natürlich östlich der 35!! Danke für den Hinweis...
Bei der 905/910 - wie meinst du das mit der Staukante? Kannst du das bitte etwas beschreiben...
Seid ihr auch schon mal auf der F228/229 unterwegs gewesen? oder irgendwer anderes aus dem Forum...
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Re: Leicht zu befahrende Pisten im Hochland ??

Beitragvon guefz » Mo 13. Jun 2016, 21:55

Mit Staukante meine ich die Linie, an der sich das Wasser am talseitigen Ende des Furtbereichs leicht aufstaut bevor es wieder aus dem Furtbereich rausfließt. Bei vielen Furten kann man das schön an der Wasseroberfläche erkennen. Entlang dieser Linie ist die Furt am wenigsten tief und daher für die Durchfahrt am ehesten geeignet. Dann muss man nur noch schauen, dass dort keine großen Steine im Wasser liegen. Ist diese Linie durch ein Stück mit stärkerer Strömung unterbrochen, befindet sich dort ein etwas tieferer Wasserkanal, der dann mit Vorsicht zu genießen ist. Die eine etwas größere Furt an der F910 Richtung Askja hat normalerweise eine gut sichtbare Staukante, die in einem leichten Bogen zur anderen Seite führt. Man sollte dort nicht der Versuchung erliegen, gerade durchfahren zu wollen, auf dem kurzen Weg muss es wohl ein tieferes Loch geben. Ich habe da auch schon einen sehr nassen Jimny neben der Furt abgestellt gesehen.

Günter

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