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Zum Maelifell mit dem Suzuki Jimny

Die anspruchsvollere Art, mit dem Auto durch Island zu reisen.
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mlzr
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Zum Maelifell mit dem Suzuki Jimny

Beitrag von mlzr » Mi 8. Jul 2020, 16:57

Hallo :)

Ich fliege in zwei Wochen nach Island und habe für meine dreiwöchige Reise einen Suzuki Jimny gemietet.
Ich möchte damit unter anderem über die F209, F232 und F210 zum Maelifell fahren. Ist das machbar oder schon zu viel für den Jimny? Die einzige größere Furt müsste über die Bláfjallakvísl sein.

Die Suchfunktion hat mir leider nicht wirklich weitergeholfen.

Grüße
Michael
guefz
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Re: Zum Maelifell mit dem Suzuki Jimny

Beitrag von guefz » Mi 8. Jul 2020, 18:47

Hallo,

du vergisst die große Schwemmsandzone vor dem Mælifell. Auf steinigem Gelände ist der Jimny sicher ein brauchbarer Geländewagen, wie das auf der Matsche aussieht weiß ich nicht. Das Zeug hat eine Konsistenz ähnlich wie Treibsand. Ist der Wagen vom Vermieter überhaupt für diese Piste freigegeben?

bis denn

Günter
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carlotta
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Re: Zum Maelifell mit dem Suzuki Jimny

Beitrag von carlotta » Mi 8. Jul 2020, 19:02

Hallo Michael,
Du solltest Dich zuerst einmal erkundigen, ob Du die F210 überhaupt mit dem Jimny fahren darfst. Die meisten Verleihfirmen erlauben das nicht.

Das ist nämlich eine ziemlich kritische Strecke. An dieser einen Furt liegt es nicht, sondern am Mælifellsandur, eine Aschewüste, die je nach Wetter mehr oder weniger wasserüberflutet sein kann. Gletscherabfüsse durch Schmelzwasser und häufige Regenfälle bewirken Schwemmsandgefahr. Zu oft schon mussten Fahrzeuge dort geborgen werden. Ein Grund, warum die meisten Verleihfirmen das Fahren auf der F210 verbieten.

Ob der Jimny generell geeignet ist, wage ich nicht beurteilen.

Wir sind die Strecke 2013 in umgekehrter Richtung gefahren. Scroll bis ungefähr Mitte, ab da geht es los. https://www.dagys-reisebilder.de/island ... rlage.html

LG carlotta
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Raigro
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Re: Zum Maelifell mit dem Suzuki Jimny

Beitrag von Raigro » Mi 8. Jul 2020, 21:38

Ich bin 2018 mehrfach von Kirkjubaejarklaustur über 209 und F232 gefahren, allerdings mit einem Toyota Hilux Pickup-Camper. :D

Einmal bin ich durch die Holmsa, danach ein kurzes Stück auf der F210 zum Axlafoss, weiter über die F233 nach Norden zur F208, und auf der F208 zurück nach Süden zur 1. Die Furt durch die Holmsa (mit einer kleinen Insel in der Mitte) war schon recht tief, aber für meinen Toyota kein Problem. Von der Gegenseite kamen Asiaten mit einen Jimny und fuhren auch durch, wobei ich das etwas grenzwertig fand. :ugeek:

Am nächsten Tag fuhr ich wieder über 209 und F232 bis zur Abzweigung der F210 zum Maelifell (etwa 5-6 km nördlich vom Öldufell. Der Wasserfall mit der Furt durch Bláfjallakvísl ist wunderschön, und die Furt war nicht sonderlich tief. Also bis zur Abzweigung gen Westen zum Maelifell sollte die Piste problemlos zu fahren sein. Von der Abzweigung sind es auf der F210 ja auch höchstens 4 km zum Maelifell. Ich hatte mir vorgenommen, dass ich nicht fahren würde, wenn die Ebene um Maelifell unter Wasser gestanden hätte, aber sie war kochentrocken, also bin ich gefahren. Ich finde, dass man sich gut dem Maelifell nähern kann, und dabei jederzeit abbrechen könnte, wenn es feucht wird (bzw. vorher). Also man kann die Entscheidung sozusagen in Sichtweite des Maelifell treffen.

Ich bin dann weiter nach Westen über die F210 und F261 zum Gluggafoss und zur 1.
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bilderweise
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Re: Zum Maelifell mit dem Suzuki Jimny

Beitrag von bilderweise » Fr 10. Jul 2020, 11:48

Ist das machbar?
Für den Jimny würde ich sagen, ja sollte passen... Wie sieht es mit dir aus? Erfahrung? Allein unterwegs?
Der größte Schwachpunkt bei den meisten Leihautos sind mMn die Reifen. Meisten die billigsten AT (wenn überhaupt) auf möglichst großen Felgen :(
Wenn du da Luft ablässt, hast du meistens zu wenig Gummi und exponierst die doch recht empfindlichen Flanken...

Öldufellsleid sollte aber eigentlich immer (bei normalen Verhältnissen) passen und ist schon sehenswert. Die Blafjallakvisl ist für den Jimny kein großes Hinderniss wenn nicht grad Hochwasser ist.
Den Maelifellsandur hab ich bisher nur trocken erlebt, ich glaub das ist Ende Juli und im August eher der Normalzustand. Ich wüßte aber nicht, warum der Jimny das nicht fahren könnte, die Kiste is extrem leicht (im Vergleich mit einem Hilux mit Wohnkabine) und hat wirklichen Allrad und ein Untersetzungsgetriebe, wenn man nicht stehenbleibt sollte das passen...
ABER:
Was machst du wenns nicht passt und du allein hängenbleibst. Wenns Trocken ist, kein Problem, dann wartest du halt ein paar Stunden/Tage bis wer kommt der dir helfen kann (Zähl nicht auf andere Mietautos, da ist keine Schaufel, kein Abschleppgurt, etc... an Board) Telefonempfang weiß ich nicht mehr... Wenns nass ist und du stehenbleibst, dann wird es dir das Auto unterspülen und du liegst dann Vollfächig am Bauch, der Sandur rinnt dir dann evtl in die Kabine und das ist eher nicht lustig...
Wenn du ein zweites Auto findest das dich mitnimmt (Frag vorher ob sie dir im Fall des Falles auch helfen KÖNNEN)
kann man es sicher probieren, Ich hab auch schon das ein oder andere Mal umgedreht...

Die Frage ob du das fahren darfst ist natürlich vorher mit dem Vermieter zu klären, aber die Fjallabaksleid sydri (F210) ist nicht wegen dem Sandur so tückisch, sondern eher wegen den Ausfahrten...
Nach Osten die Holmsa willst du sicher nicht fahren
Nach Nordosten (F233) kannst du sicher nicht fahren
Nach westen die F210 raus würd ich auch nicht für Jimnys freigeben
und die F261 hab ich auch schon mit hohen Wasserständen erlebt, da gibts noch eine Blafjallakvisl die damals auch fast 80cm hatte und Gletscher und schnellfließend... nichts für Jinmys...
Also bleibt dir eigentlich nur wieder die selbe Strecke rauszufahren...

Trotzdem muss man natürlich sagen, dass der Maelifell schon wirklich sehenswert ist, ist sicher einer meiner Lieblingsorte auf der Insel...
Bildchen mit Sonne
Bildchen mit Sand

Lieben Gruß
Gernot
mlzr
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Re: Zum Maelifell mit dem Suzuki Jimny

Beitrag von mlzr » Fr 17. Jul 2020, 19:55

Erst einmal Danke für eure Antworten!

Inzwischen musste/konnte ich die Reise noch einmal etwas umplanen (Mietwagenpreise sind mal wieder gestiegen), sodass ich den Laugavegur Trek wandern werde (so hatte ich es ursprünglich mal geplant). Hierfür benötige ich kein hochlandtaugliches Auto und komme an den Maelifell auch bis auf 16km ran. Das wird dann, wenn das Wetter passt, eine Tagestour von Hvanngil aus über die F210.
So spare ich einige Euros, und kann durch den Trek noch mehr Zeit im Hochland verbringen.

@bilderweise: sind deine verlinkten Fotos Luftaufnahmen (Drohne?) oder vom Boden aus entstanden?
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NeitherErnie
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Re: Zum Maelifell mit dem Suzuki Jimny

Beitrag von NeitherErnie » So 19. Jul 2020, 11:19

mlzr hat geschrieben:
Fr 17. Jul 2020, 19:55
@bilderweise: sind deine verlinkten Fotos Luftaufnahmen (Drohne?) oder vom Boden aus entstanden?
Ich tippe mal auf Tele mit Stativ vom nächsten Hügel aus und zumindest bei "Sonne" etwas Beschnitt?
Zwischen Seyðisfjörður und Keflavík liegt nunmal eine kleine unwegsame lnsel namens Ísland (WERner)
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Re: Zum Maelifell mit dem Suzuki Jimny

Beitrag von bilderweise » Mo 20. Jul 2020, 10:45

mlzr hat geschrieben:
Fr 17. Jul 2020, 19:55
@bilderweise: sind deine verlinkten Fotos Luftaufnahmen (Drohne?) oder vom Boden aus entstanden?
Sind natürlich vom Boden entstanden, mir steht leider nix zur Verfügung was in dieser Qualität Bilder machen und fliegen kann :lol:

@ Ernie:
Ich hab grad nachgeschaut, die Bilder sind an Kleinbild mit 80mm (Sonne) bzw. 58mm (Sand) entstanden, also gar nicht so Tele.
Stativ stimmt natürlich in dem Fall (Sonne) war auch ein Grauverlaufsfilter (0.9 Soft edge) nötig um den Kontrastumfang zu mildern
Beschnitt halte ich (außer bei Formatänderungen) möglichst unter 5% am Liebsten ist mir 0% ;)
Dafür probier ich meist vor Ort viele verschiedene Ausschnitte...

Lg, Gernot
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