Ein paar Gründe, warum man die Piste nicht verlassen sollte

Die anspruchsvollere Art, mit dem Auto durch Island zu reisen.
66GradNord
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Re: Ein paar Gründe, warum man die Piste nicht verlassen sollte

Beitrag von 66GradNord » Mi 14. Sep 2022, 23:32

25u.de hat geschrieben:
Mi 14. Sep 2022, 15:30
… ich hab inzwischen mit sehr vielen 4x4 Einsteigern (Mietfahrzeugen) gesprochen. Daß mitten durch besserer ist als drum herum ist immer unbekannt. Ich hab den Leuten meine Bilder gezeigt und gefragt: was hättest du gemacht ? Antwort war immer: ui ui jui irgendwie drum herum fahren ? Ob das bei einer Schneeschmelze war oder nicht ist egal. Die Spuren im Hochland, wo versucht wurde das Fahrzeug ohne Werkzeug mit den Händen auszugraben waren hmmmm ich muss sagen ziemlich lustig, aber auch eindeutig genug. Die Isländer haben dafür einen Jacklift am Jeep, ne Schaufel dabei, ein Brett zum unterstellen.
„Deine Worte voller Weisheit fließen aus den Tiefen Deines Seins, pausenlos in meine Ohren - ohne Dich wär' ich verloren. Ich wüsste nicht aus noch ein, und darum werde ich Dir ewig dankbar sein.“

Qielle: https://youtu.be/i6rpqPUTDDY
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Thomasito
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Re: Ein paar Gründe, warum man die Piste nicht verlassen sollte

Beitrag von Thomasito » So 2. Okt 2022, 16:44

Hallo Chris

Irgendwie passt es mir nicht, dass der Thread so verlaufen ist und dass es hier nicht zu einer vernünftigen Diskussion gekommen ist. Daher möchte ich antworten:

Ich selbst bereise die Insel schon seit Jahrzehnten, regelmäßig zu allen Jahreszeiten und was die gefahrenen Pisten und Kilometer auf Island angeht, so können sich hier auch der zweit- und drittplatzierte zusammentun und würden mir nicht nahe kommen. Die Kraftwerks-Rinne aus dem Clip bin ich jedoch noch nicht gefahren. Da gibt es auf der Welt mindestens eine Frau, die mir hier voraus ist. Aber vielleicht hat das ja noch jemand hier aus dem Forum gemacht? Das würde ich allerdings gerne wissen und dann würde ich das Treppchen frei machen.
Was das Technikverständnis angeht, ich arbeite seit über 20 Jahren in der Automobilentwicklung.
Ich entwickle und baue Geländefahrzeuge und erprobe diese unter Extrembedingungen und im Sport bei Wettkämpfen selbst.
Dabei meine ich keineswegs das Aufrüsten von Serienfahrzeugen mit 4x4-Aftermarket-Mods.
Vielmehr spreche ich hier von konzeptionellen Neuentwicklungen. Mein Spezialgebiet sind Leichtbaurahmen aus hochfestem Aluminium und leistungsfähige Geometrien.
Im Winter erreiche ich mit diesen Prototypen Höhen und Ecken, die auch die ambitioniertesten, isländischen +50-Zoll Fahrer im Konvoi noch nicht erreicht haben und in naher Zukunft, so meine ich, auch nicht erreichen werden.
Sonst schraube ich privat noch an meinem Allrad-LKW.
Erlich gesagt finde ich solche Rundumschläge albern, aber hier gehört das wohl zum Programm.

Zum Thema:
Die Böden sind so unterschiedlich und es ist auch nicht alles Permafrost und da kommen noch viele weitere Einflüsse inklusive Fahrzeug hinzu. So eine pauschale Aussage, von wegen man macht es so oder so, ist aus meiner Sicht wenig zielführend.
Die Piste ist jedoch in der Regel mehr verdichtet als der Boden in der unmittelbaren Umgebung. Folglich ist es im Sommer wahrscheinlich, meistens die beste Variante durch die Mitte zu fahren. Im Winter und unter einer entsprechenden Schneedecke ist es oft egal, da entstehen auch keine Spuren. In den Übergangszeit(en) kann es aber unter Umständen tatsächlich ratsamer sein, die Mitte zu meiden. Die Leute die regelmäßig da fahren und fahren müssen, sind nicht selten die Macher der Alternativrouten. Damit meine ich die Landbesitzer, die Hüttenwirte, die Straßenwacht, die Ranger oder andere Einheimische, die vor der Öffnung der Pisten eben dort unterwegs sind. Ich möchte das in keiner Weise pauschal anprangern. Ich mache keinem Landwirt einen Vorwurf, der eben „durch“ muss, warum auch immer und sich „zurecht“ für den Weg außen herum entscheidet. Vielleicht muss er aufgrund eines plötzlichen Wintereinbruches seine Schafe vor dem Erfrieren retten? Auch der Rettungsdienst, der bei einem Einsatz die „beste“ Route wählt, vermag es eine solche Spur zu hinterlassen. Vielleicht auch nur weil im Loch schon einer steckt, der geborgen werden muss. Natürlich gibt es ebenfalls Urlauber, die außen herum fahren, weil ihnen das irgendwie besser erscheint. Tatsache ist, an manchen Löchern gibt es Spurenbündel. Nach meinem Dafürhalten war es nicht automatisch ein Idiot, der diese hinterlassen hat.

Ein Aspekt bei der Streckenwahl blieb aber bislang unbeleuchtet und den halte ich inzwischen für weitaus relevanter als alles was das Durchkommen im Sinne von 4x4-Onroad ausmacht. Bei der Entscheidung, fahre ich links oder rechts oder durch die Mitte, kann eigentlich nicht mehr passieren, als das der Betroffene eben stecken bleibt, dabei hat er nicht zwingend falsch entschieden.
Wenn er aber neben der Piste, auf einer vermeintlichen Alternativroute stecken bleibt oder dort nur eine Reifenspur hinterlässt, dann geht er noch ganz andere Risiken ein.

Ein Kollege von mir ist mit der besten Absicht die Piste nicht zu verlassen auf der „falschen“ Seite um die Markierung herum gefahren. Glaubt mir, ich war an der Stelle, es ist bis heute nicht zu erkennen was richtig ist und es handelt sich nur um wenige Meter auf einem steinigen Boden, ganz ohne Vegetation. Er hat keinen Zentimeter neue Spur gemacht, er ist eben der markantesten Spur gefolgt. An der nächsten Hütte hat ihn dann ein eifriger Polizist zur Sau gemacht und ihn einen „idiot“ und „criminal“ genannt. Dem schnell einbestellten Reporter wurde dann erzählt, dass er dem Erwischten am liebsten einen „nose punch“ verpassen würde und dass dieser die Tat, das „driving offroad“ zugegeben hätte. Das stimmte nicht, denn der Betroffene hatte nur seinen eigenen Reifenabdruck identifiziert. Für mich besteht da ein Unterschied. Der Beschuldigte hat zudem eine eher zurückhaltende Natur und wollte in aller Form mir den Behörden kooperieren.
Dann wurde er zum Verrichtung des Busgeldes zur Polizei auf die andere Seite der Insel bestellt. Das war 2 Tagesreisen-Umwege zur Fähre entfernt. Ob es sich dabei um eine weiter Schikane oder eine Rückständigkeit der Polizei bei Ordnungswidrigkeiten handelte, ist unklar. In jedem Fall ist es eine bemerkenswerte Methode um Umweltvergehen zu ahnden. Auf dem nun erheblich verlängerten Weg zum Schiff wurde er von einheimischen Zeitungslesern mehrfach beschimpft: „get out of my country“. In der Warteschlange am Hafen hat der Pöbel sogar mit Steinen nach dem Fahrzeug geworfen.

Daran würde ich denken, wenn ich das nächste Mal vor der Entscheidung stehe. Bislang habe ich diesbezüglich einfach Glück gehabt.

Gruß

Thomas
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Re: Ein paar Gründe, warum man die Piste nicht verlassen sollte

Beitrag von 25u.de » Di 11. Okt 2022, 21:27

Thomasito hat geschrieben:
So 2. Okt 2022, 16:44
Hallo Chris
Irgendwie passt es mir nicht, dass der Thread so verlaufen ist und dass es hier nicht zu einer vernünftigen Diskussion gekommen ist.
Thomas, was hast du erwartet ...

Ich bin nach 4 Monaten Island kurz zurück nach Deutschland, um ein paar Sachen zu erledigen und bin nun wieder unterwegs. Im Moment bau ich eher an Artikeln für mein Blog, als in Foren zu schreiben. Kannst ja Mal "touristenfallen island" oder "geld sparen island" bei google eintippen da bin ich auf der ersten Seite der Suchergebnisse. Zum Thema offroad in Island: ich hab einen ausführlichen Artikel über Furten für Anfänger in Island online, aber der wird nur von Bing gefunden und (noch) nicht von Google.

Deine Erfahrung mit der Polizei (oder die von deinem Freund) kann ich so nicht nachvollziehen. Deswegen antworte ich hier auch nochmal. Für so eine Reaktion muss noch irgend was anderes gewesen sein. Ich hab die Polizei und auch die Ranger stets als hilfsbereit, fürsorglich, locker drauf, ich muss sagen fast kameradschaftlich kennen gelernt. Selbst als es darum ging diverse Fahrzeuge von Parkplatz zu scheuchen, als das Vulkangebiet gesperrt wurde - wurde das eher humorvoll erledigt. Mit einem der Kollegen hab ich noch ne halbe Stunde gequatscht, quasi die Lebensgeschichten ausgetauscht und noch ganz viel über Island erfahren. Super spannend. Die Polizei Beamten und Ranger die ich kennen gelernt hab, waren durchweg sympathisch, motiviert, interessiert am Gegenüber und eher entspannt.

Meine Erfahrung war da ausgesprochen gut, so auch mit dem Vegagerdin (der Strassenbehörde). Vielleicht hat sich in den letzten Jahren einfach sehr viel verändert.
Chris, unterwegs als Abenteurer im DAF T244 ex-Militär Truck. Old-school Blogger. Ohne Werbung, Kommerz & Affiliate http://www.25u.de
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Re: Ein paar Gründe, warum man die Piste nicht verlassen sollte

Beitrag von Monique » Di 11. Okt 2022, 22:40

Also ich habe bisher in all den Jahren auch nur positive Erfahrungen mit der Polizei gehabt. Hilfsbereit und einsichtig in jeder Hinsicht. Ich hatte dieses Jahr in Dreki gestaunt, als die Rangerin mir erzählte, dass die Polizei den Sommer über vor Ort ist, um a) schnell zu evakuieren, falls doch was los geht (Ausbruch Askja) und b) um Offroad-Sünder schneller zu erreichen. Bei mir kam das aber eher an als ein "Wenn sie erst vom Mývatn anreisen, haben wir gar keine Chance, irgendjemanden zu belangen". Dass gezielt auf das kleinste Vergehen angesprungen wird (siehe Bericht Thomasito), erstaunte mich eher. Zumal im Gesamtverhalten der Polizei. Aber gut, man steckt nicht im Einzelfall.

Insgesamt kann ich mich über Ranger und Polizei nicht beklagen und hätte nur lobende Worte.

Monique
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Re: Ein paar Gründe, warum man die Piste nicht verlassen sollte

Beitrag von Thomasito » Fr 14. Okt 2022, 11:38

Hallo Monique, hallo Chris

Meine eigenen Erfahrungen mit der isländischen Polizei / Rangern waren ebenfalls durchweg positiv. Ich habe sogar (mehrfach) erlebt, wie für mich beide Augen zugedrückt wurden.
Aber nur weil ich das Problem nicht hatte, bedeutet das nicht, dass es nicht existiert.
Mich wundert auch nicht dieser eine, vielleicht etwas eifrige Polizist, sowas gibt es überall. Es gelingt nicht jedem seine Motivation zielführend einzusetzen.
Was mir hier nicht passte und passt war die Berichterstattung der Presse und die Reaktion der Öffentlichkeit. Daran werde ich schon denken, wenn mein Reifen dem Pistenrand nahe kommen sollte.

Gruß

Thomas
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Re: Ein paar Gründe, warum man die Piste nicht verlassen sollte

Beitrag von 25u.de » Fr 14. Okt 2022, 16:10

Ich hatte tatsächlich Kontakt mit der isländischen Presse und finde, daß ich daher etwas dazu sagen kann.

Die Arbeit läuft dort so ab: die Aussage, die getroffen werden soll ist vorher fertig. Dann gibts ein Interview für original footage. Zum Beispiel mit mir, weil ich viel Zeit und gerade Bock hab und ahnungslos bin. In der Zeitung steht dann eine Geschichte mit Zitaten, die so nicht gemacht wurden, einen anderen Kontext hatten und komplett aus dem Zusammenhang gerissen sind.

Das alles ist Richtung clickbait getrimmt, daher auf "Empörung", um eine möglichst hohe Weiterverbreitung in den Sozialen Medien (Facebook, Forum) zu generieren. Muss es auch, denn alles ist gratis und nur noch online. Und auf clicks angewiesen.

In dem Lichte muss man dann die "Berichterstattung" über Touristen sehen, die etwas falsch gemacht haben.


(Persönliche Erfahrung aus erster Hand).
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Re: Ein paar Gründe, warum man die Piste nicht verlassen sollte

Beitrag von Thomasito » Mo 17. Okt 2022, 13:43

Hallo Chris
25u.de hat geschrieben:
Fr 14. Okt 2022, 16:10
In dem Lichte muss man dann die "Berichterstattung" über Touristen sehen, die etwas falsch gemacht haben.
Sorry, werter Kollege, aber da bin ich anderer Ansicht.
Wenn eine vermeintliche Ordnungswidrigkeit zu einer öffentlicher Anfeindung auf diesem Niveau führt, dann lasse ich mir sowas nicht mit dem Pressegebaren erklären, ganz egal in welchem Lichte betrachtet.
Da sind Dinge schlichtweg falsch gelaufen.

Gruß

Thomas
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Re: Ein paar Gründe, warum man die Piste nicht verlassen sollte

Beitrag von WERner.is » Mi 19. Okt 2022, 19:54

Hier läuft aberalles falsch, und ich bin angepisst, aber so richtig. :twisted: :oops: :twisted:

Gleich ist hier Achterbahn oder es rumpelt im Karton, Drohung das jetzt Schluss mit lustig ist,
ein Isländer droht mit nem Nosepunch, 1:1 ins englische übersetzt ( es gibt auch islenglish genau wie denglisch)

Rehallo an alle die mich von früher noch kennen und ne kurze Vorstellung meinerseits:

Ich bin "Isländer mit deutschem Emigrationshintergrund" und lebe seit 23 Jahren hier auf/in Island, bin also auch auch "Pöbel" und arbeite seit nunmehr sieben Jahren nicht mehr.

Zuerst zu "Thomasito":

Du kennst ja sehr gut die Isländer und deren Mentalität oder was?, und glaubst deinem Kumpel was er da so erzählt hat.
In deiner Erzählung stimmt nur ein Ding, nämlich 30M. 30Meter neben den Steinen der Fahrbahnbegrenzung über eine Entfernung von weit über 100 Meter tiefe Spurrillen!!!! Mit mehreren Photos von zwei Leuten unabhängig belegt und auf einem sieht man in der Ferne den Unimog. Mehr Beweis geht nicht. Ist leider nicht mehr in den Zeitungsarchiven zu finden oder darf nicht mehr veröffentlicht werden weil Bestandteil eine Beweisführung, dazu müsste ich mich erkundigen, hab dazu aber keine Lust weil eigentlich Schnee von gestern.
Ich hab noch aus dem Archiv den 1. Bericht des MBL, im Original. Da sieht die Geschichte aber ganz anders aus. Es gibt weder einen Reporter noch einen Polizisten.
Das eine war ein "Tour-Guide" der in Island eine sehr guten Namen hat und der angebliche Polizist war eine Ranger, stinke sauer über das Vorgefallene. Das war alles BEVOR die Polizei informiert wurde.

Aus den anderen Zeitungen und was noch in meiner Erinnerung ist und wieder hochkocht:
Dein Kumpel wurde dann vom zuständigen Syslumadur, dem Bezirks-Sheriff vorgeladen, da keine feste Melde-Adresse für ne Postzustellung. Der Syslumadur ist die unterste Gerichtsbarkeit in Island. Dort musste er sich mit Sicherheit eine Rechtsbelehrung anhören und das Urteil über eine saftige Geldstrafe entgegen nehmen.
Ihr habt beide anscheinend immer noch nix kapiert: neben der Strasse, off road, out of the track ist keine Ordnungswidrigkeit wie falsch parken, sondern eine Staftat, ein Umweltvergehen und somit kriminell. Das Gesetz hierzu existiert seit den 90er Jahren und ist alles andere als neu.
Im Jahr 2015 wurden das erste Mal die Strafen (50.000-500.000 Kronen und/oder Freiheitsstrafe) deutlich erhöht, die Polizei wurde um 30 - 40 Personen verstärkt wegen des hohen Touristenaufkommens und die Anzahl der Ranger wurde quasi verdoppelt.
Die Strafen müssen weh tun, so der Innenminister. Tja und so kam es zu einer hohen "Trefferquote" und das auf einmal alle "Offroader" sich verfolgt und kriminalisiert fühlten.
Ein Teil des Beginns der "Verschwörungstheorie": https://pistenkuh.de/reisen/europa/isla ... in-island/
Danach begann ein Wust von Eiertänzen und und und weil alle Dreck am Stecken hatten. Der Grund-Tenor war immer der Gleiche: WIR DOCH NICHT; Da war ne Baustelle; die Isländer machens auch, werden aber nicht bestraft, noch nie in den Medien was gelesen ( und das ohne eine Wort Isländisch zu können, noch nie ne isländische Zeitung gelesen zu haben oder Radio Nachrichten gehört oder Tv gesehen zu haben) und ähnliche Ausflüchte. Wenn man im Netz Bilder sucht unter "UTANVEGAAKSTUR" sieht man was los war im Hochland.

Hier der Link zum MBL MIT PHOTOS: https://www.mbl.is/frettir/innlent/2017 ... engisandi/

Durch ne Übersetzungsmaschine jagen, am Besten in Deutsch und in Englisch, in Englisch ist der Sprachschatz ausführlicher und es wird klarer in der Aussage.

Dieser Vorfall war Thema in allen isländische Zeitungen, in den Radio-Nachrichten, kam in den TV Nachrichte beider Sender und war Thema in Talknachrichten mit dem Tourguide und dem Ranger und seiner Kollegin als Gäste.
Es ist schon fast tragisch wenn man Ranger für Polizisten hält und kriminelle Straftaten als Verkehrs-Ordnungswidrigkeit. Und die isländische Polizei für "rückständig" zu halten ist ja sowas von lächerlich, und das sagt jemand der aus der einem Land kommt in dem digitale Wüste herrscht im öffentlichen Dienst. Aber da sich ja die Theorie im Kopf festgesetzt hat "wir werden verfolgt", nahm das Verhängnis des Missverstehens seinen Lauf und wurde und wird weiterhin fleissig über die asozialen Hetzwerke verbreitet.

Diese Geschichte war im Jahr 2017, also für isländische Verhältnisse uralt und von gestern, wird aber immer wieder aufgekocht.
Das war nur eine Kurzform, ich hätte da noch viel mehr zum Thema bei zu tragen. Mein persönliches Verhältnis zu Allrad-LKW´s und insbesondere Unimogs hat doch sehr gelitten in den vergangenen 20 Jahren. Ein Ding z.B. waren die Zündapp Unimogs ; irgendwo hier in Forum war das mal Thema vor langer Zeit.

nun zu Chris:

Toll das nach 23 Jahren endlich mal jemand mir das Land erklärt in dem ich lebe, wow, geil, echt geil sowas.
Das mir jemand, ohne Ahnung von der Materie, mir meine Arbeit in Island (Fischerei und Verarbeitung) /mein früheres Hobby (Segeln mit Hochsee-Erfahrung) oder anderes erklärt, nun ja, aber das Land in dem ich lebe...... :shock:
Hatte ja keine Ahnung das die isländische Presse kostenlos ist und clickbates braucht. Die haben jetzt sogar den Norwegischen Kronprinzen einfliegen lassen und "zack"wird in einer internationalen norwegischen Zeitung über die idiotischen Touristen berichtet.
https://www.mbl.is/frettir/innlent/2022 ... _hrauninu/
>>https://www.highnorthnews.com/en/touris ... va-iceland
Da suchen scheinbar liebe ahnungslose Touristen gegrillte Marshmallows und dann schreiben die Zeitungen sowas, tststs: https://www.mbl.is/frettir/innlent/2021 ... sykurpuda/
Ist jetzt nur noch eine Frage der Zeit bis BILD und/oder ein Text-Service darauf aufmerksam wird.
/Sarkasmus Ende/

Hätte ich fast vergessen: Es gibt nur einen Grund, die Piste nicht zu verlassen, ES IST VERBOTEN! und die "PISTEN" sind F-Strassen, mountainroads und es gelten die isländische Strassenverkehrsordnung und die der Strassenverwaltung, und nicht irgendwelche selbst erfundene oder zusammengereimte Regeln.
https://www.nordisch.info/island/wer-of ... tt-falsch/
https://www.government.is/library/04-Le ... ka2017.pdf >Artikel 12 und 16
Wenn noch etwas unklar ist stellt die Fragen an jemanden der sachkundig ist (muss nicht unbedingt ich sein, ich hab genug zu tun, trotz Renter-Daseins)) oder macht euch sachkundig bei Schmidt und nicht bei Schmidtchen, reimt euch nicht irgendetwas zusammen, das kann und wird schief gehen.

So...jetzt habe ich doch tatsächlich die Trolle gefüttert, wollte ich eigentlich nicht mehr.

Mein Blutdruck ist immer noch leicht erhöht.......so ein Bullshit geht nunmal nicht spurlos an mir vorbei.

Schönen Tag noch
Werner
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Re: Ein paar Gründe, warum man die Piste nicht verlassen sollte

Beitrag von Furtenschisser » Mi 19. Okt 2022, 23:18

Danke Werner! (Danke, Danke, Danke)
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Re: Ein paar Gründe, warum man die Piste nicht verlassen sollte

Beitrag von Peter » Do 20. Okt 2022, 10:06

Um Werners Blutdruck (danke für die Rückkehr!) zu senken wiederhole ich mal das Wesentliche und unbestreitbare:

"Es gibt nur einen Grund, die Piste nicht zu verlassen, ES IST VERBOTEN! und die "PISTEN" sind F-Strassen, mountainroads und es gelten die isländische Strassenverkehrsordnung und die der Strassenverwaltung, und nicht irgendwelche selbst erfundene oder zusammengereimte Regeln."

Und jetzt die Bitte an alle um mehr Sachlichkeit.
Peter Klein
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