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südliche F910

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Andi Schönberger
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Beitrag von Andi Schönberger » Mo 14. Jul 2008, 13:49

Chevyartictruck hat geschrieben:Hallo

Torsten hat es ja schon geschrieben die Strecke ist noch zu nass, lt. 4x4 Club Egilstadir war bis vor kurzem noch Altschnee gelegen. Es ist also noch eine normale Sperrung der Strecke.

Gruß Chevy
@Torsten: Dann lass mir Deinen Postler schön Grüssen. Danke für den Tip! Hab noch einen Gummi zwischen Karabiner und Seil gehängt. Dann ruckt das ganze nicht so. Wie auch schon Chevy erwähnte :)

Aber eine blöde Frage hab ich jetzt schon noch:

Es gibt ja 2 Abzweige auf die Südroute; von der Askja aus kommend die 1. die durchs gesamte Schwemmland geht und die 2te die westlich davon, eher Nord Süd Richtung verlaufend über den "Bergrücken" geht.

Die 2te beschreibt ja Torsten in seinem Bericht. Sind aber 12km Umweg.

Wenn ich um 6:00 oder um 7:00 von der Askja weg komm wird es wahrscheinlich besser sein die 2te Abzweigung zu nehmen und vorm Urdahals zu übernachten.

Andererseits denk ich mir dass man gerade in dem Schwemmgebiet sehr flott unterwegs sein müsste. Weil eben und wahrscheinlich fester feuchter Sand dort ist.

und eine letzte Frage:

sollte es doch schneller voran gehen als ich annehme. Gibt es wenn das Wasser im Schwemmgebiet schon hoch steht mit dem Bike nördlich eine Umgehungsmöglichkeit um es vielleicht dann noch den Urdahals hinauf zu schaffen?

LG Andi

@Dirk: Ich hoffe für Dich dass sie den Track heuer überhaupt noch aufmachen :twisted:
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Beitrag von Dieter » Mo 14. Jul 2008, 14:22

Hallo Andi,

der 1. Abweig mit der direkteren Route ist ein uralter Pistenverlauf der noch immer auf Karten herumgeistert, aber der vor Jahren schon nicht markiert mehr war. Es gibt keinen Grund, warum sich das geändert haben sollte - soweit zumindest mein Kenntnisstand. Diese Route bleibt immer am nordwestlichen Rand der flachen Spülrinnen und damit in unmittelbarer Nähe zu der feinen Material, daß bei den berüchtigten Staubstürmen aufgewirbelt wird.

Die westliche Route mag länger sein, aber sie liegt geschützter hinter einem Höhenzug und berührt erst vor dem Urdarháls die Schwemmebene. Die Piste bleibt dabei unmittelbar am Rand eines versandeten Lavafeldes. Als Fußgänger oder Radfahrer kann man da leicht ein paar Meter in das höheregelegene Lavafeld ausweichen, falls das nötig sein sollte.

Dieter
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Torsten
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Beitrag von Torsten » Mo 14. Jul 2008, 18:45

Hallo zusammen,

Andy, auch wenn du die westliche Route nimmst bleibt dir das Schwemmland nicht ganz erspart. Ca. 4 km sind es dann noch bis zur Auffahrt am Ur­ðahals.

Wir hatten es damals so geplant, dass wir das Schwemmland direkt am Morgen in Angriff genommen haben. Das war gut so. Es gab fast kein Wasser.

Aber auch wenn das Schwemmland trocken ist, must du die ganze Zeit durch die leeren Kanäle fahren, meist quer. Die waren so 10 bis 15 cm tief und es war ein ganz schönes Gehoppel. Das stelle ich mir nicht so einfach vor, wenn dann schon alles unter Wasser steht und man nicht sieht, wie tief die Kanäle sind.

Am westlichen Rand der Schwemmlandebene gibt es ein höher gelegenes Lavafeld. Da kann man sich als Radfahrer eventuell entlang hangeln, wenn zuviel Wasser steht. Dieter ist den Weg glaube ich 1994 gegangen.

Als wir 2004 direkt auf der Höhe des Schwemmlandes waren, fuhr gerade ein Bus den direkten Weg. Der war immer mal so einen halben Meter im Wasser. Aber Chevy hat hier im Forum auch schon von 1,20 m geschrieben, kurz vor der Auffahrt zum Urðahals.

Ich denke es hängt davon ab, wie schnell man über die Sandstrecke kommt. Ich bin eher langsam und hab nicht viel Kraft, ich mach das immer über Ausdauer. Mein Kumpel Hendrik ist das 1994 fast alles gefahren, aber der hat den Druck auf dem Pedal und nicht wie ich auf dem Sattel.
Viele Grüsse

Torsten

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Beitrag von Gast » Mo 14. Jul 2008, 22:43

Hallo Andi, ich bin im vorigen Jahr die Südroute der Gaesavtnaleid gefahren, nachdem ich 2005 auf die Nordroute ausgewichen war. Es war 2005 tagelang sehr trocken, so dass ich etwa ab Kilometer 7 von der Dreki-Hütte aus bis zum zweiten Abzweig zur Südroute (den Torsten genommen hatte) durchweg schieben musste - naja, sagen wir, ich habe das Rad neben mir her gezerrt. Ohne Hüftgurt wäre das gar nicht möglich gewesen. Im Vorjahr habe ich mir deshalb eine andere Taktik überlegt. Ich bin kurz vor 3 Uhr, also etwa 3 Stunden eher als 2005, an der Dreki-Hütte gestartet. Der Sand war dank der kühlen "Nacht"temperaturen noch etwas feucht und fest. Ich konnte entspannt schieben. Das Rad ist nicht eingesackt, sondern auf dem festen Sand leicht gerollt. Das letzte Stück bis zum ersten Abzweig Nord/Südroute (etwa Kilometer 22) konnte ich sogar fahren. Kurz nach 7 Uhr war ich am Anfang des komplett trockenen Schwemmlandes und wählte den direkten Weg (etwa 15 Kilometer). Trotz der Gräben ließ sich die Strecke perfekt fahren. Auch die gelben Markierungspfähle waren sehr gut zu erkennen. Ich habe etwa 1 Stunde bis zur Auffahrt am Udarhals gebraucht. Es war das leichteste Stück der Etappe und ich konnte bei idealen Bedingungen (Sonne) an einem Tag bis zu den Gaesavötn durchfahren. Nur die kleineren Schwemmlandgebiete vor der Paßhöhe (max. 30 cm tiefe Rinnen) waren noch ein lästiges Hindernis, aber angesichts des nahen Ziels ist das nicht wirklich ein Problem. Viel Erfolg!
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Beitrag von Chevyartictruck » Di 15. Jul 2008, 06:51

Moin moin

so die Nordroute F910 ist offen :wink:

Gruß Chevy
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Andi Schönberger
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Beitrag von Andi Schönberger » Di 15. Jul 2008, 10:31

Danke für Eure Tips. So klingt das perfekt!

Morgenstund hat Gold im Mund :)

LG Andi
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Beitrag von Ralf » Sa 19. Jul 2008, 21:56

Ich muß schon sagen, eure Diskussion ist sehr erhellend und hilfreich. Danke HDK für die Koordinaten, die in meiner Karte jetzt ebenfalls enthalten sind :). Vorsorglich habe ich mir dann doch Kompass und GPS zugelegt.

Vielleicht sieht man sich ja :)

Ralf
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Beitrag von HDK » Sa 19. Jul 2008, 23:57

Die Koordinaten solltest du nicht als exakte Positionen verstehen, sondern als Anhaltspunkte. Ich war (noch) nicht mit GPS-Gerät an Ort und Stelle.

Wahrscheinlich gibt es irgendwo "Verstecke" im Internet, wo man GPS-Daten findet, die bei Wanderungen u. dgl. aufgenommen worden sind. Ich habe vor längerer Zeit die folgende Seite gefunden. Evtl. sind diese Wegpunkte nützlich für dich:

http://spica-benz.com/iceland.html
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Nachtrag

die Wegpunkte No. 65 bis 83 betreffen den Abschnitt von der Svartá über das Schwemmland, Kistufell, Gaesavötn bis zur Brücke Skjálfandafljót
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Re: südliche F910

Beitrag von Island-Radler » So 29. Mai 2011, 17:32

Hallo zusammen,
auch mich zieht es im Sommer wieder nach Island zum Radeln.
Endlich will ich auch einmal die Askja wagen, nur hat mich bisher immer das kilometerlange Schieben durch den Sand abgeschreckt.
Auch auf dem Sprengisandur z.B. hat man ja die ein oder andere kurze Sandpassage, aber nicht wie in den Ausführungen von Euch kilometerweite Abschnitte.
Meine Erfahrung war bisher, dass das Rad einsinkt und oft an ein Schieben dann nicht mehr zu denken ist.
Im Forum ist die Rede einen Hüftgurt zu verwenden, der das Schieben erheblich erleichtern soll.
Habt Ihr dafür ein Foto // Wie habt ihr den Gurt montiert und woh bekomme ich einen solchen her?
Viele Grüße
Andreas
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Re: südliche F910

Beitrag von Torsten » So 29. Mai 2011, 20:54

Hei,
ich hatte den Tip vom Schweizer Postradler Josef. Wir haben damals einfach 2 Packriemen genommen. Einen hinten am Gepäckträger festmachen und den anderen um die Hüfte und miteinder verbinden. Wenn du magst, dann nimm einen breiteren Gurt für die Hüfte mit, denn ich hab den schmalen Packriemen damals die nächste Nacht die ganze Zeit beim schlafen gemerkt.

Aber ich glaube der Tipp mit 3 Uhr morgens zu starten ist der Beste. Kein Wind, weil noch keine Sonne scheint und immer noch Tau, der den Sand feucht hält. Sollte ich noch mal dort stehen (spätestens 2014) dann rolle ich 3 Uhr morgens los. Wenn der Sand noch feucht ist, dann schafft man auch mit schieben 4 oder 5 km die Stunde. 2006 hab ich zumimdest statt 8 h nur 6 h gebraucht, weil das schieben einfacher war, es hatte den ganzen Tag vorher geregnet.

Torsten
Viele Grüsse

Torsten

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