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Zelt-Empfehlung??

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Dieter
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Re: Zelt-Empfehlung??

Beitrag von Dieter » Di 8. Sep 2015, 18:45

Mein treues HB Tarra, gibt nun nach 11 Jahren im Einsatz in Island und dabei ca 900 Tagen draußen, langsam den Geist auf. :cry:
Da brauch ich mich wirklich nicht beklagen.

Das ursprünglich tiefe Signalrot des Kerlon (Perlon 6.6) Gewebes geht langsam Richtung rosa, schwarze Verstärkungen sind nun hellgrau, die Nähte fangen an aufzugehen und die Reißverschlüsse des Innenzeltes sind an einer Seite nicht mehr zu benutzen und es ist eh schon der zweite Gestängesatz. An einer unkritischen Stelle riss *rrrrratsch* der Außenstoff an einer Naht und der Packsack ist - mürbe geworden auch geplatzt. Trotzdem hat das Zelt diesen Sommer noch durchgehalten und so wird es nun auf dem Dachboden in Ruhestand gehen.

Ein "Zelt für's Leben" kann es eigentlich nicht geben - jedes Material altert! Ich aber auch! Also könnte das nächste Zelt tatsächlich ein Zelt für's Leben werden. Und da dieses Leben zu kurz ist um schlechten Wein zu trinke, wird es wohl sicher wieder ein Hilleberg - signalrot (mein Markenzeichen) - und am liebsten wieder ein Tarra.

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Monique
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Re: Zelt-Empfehlung??

Beitrag von Monique » Di 8. Sep 2015, 20:35

@Dieter: Auf dass du und evt. auch dein neues Zelt auf jeden Fall noch länger durchhalten als das bisherige Tarra! Und deinem alten Zelt einen wohlverdienten Ruhestand :). Du verpasst allerdings gerade die große Flugshow auf dem Zeltplatz.

Für alle, die schauen möchten, welches Zelt dem Wind gut standhält, denen sei aktuell der Zeltplatz Reykjavík empfohlen. Seit gestern weht hier etwas mehr als ein laues Lüftchen, laut "observation" zwischen 10 und 20 m/sek und so manche Zeltleiche fliegt über den Platz, Gestänge knicken ein, Wurfzelte werden zu Wurfgeschossen. Zeltunterlagen wurden angesichts des Regens diesen Sommer eh vielfach als zweites Zeltdach benutzt - ja, die gute alte Baumarktplane ist vielseitig einsetzbar ;).

@Blacky: Was das Abspannen angeht - ich hatte ja bisher überwiegend Tunnelzelte und bei den beiden genannten hat es tierisch genervt, sie immer wieder neu abspannen zu müssen. Bei dem Exped war es richtig krass und bei dem Wechsel war es diesen Sommer mit den ständigen Temperaturschwankungen sowie Regen ein und Regen aus einfach nervig. Ich will nicht jede Stunde nachspannen :(. Hab aber für mein nächstes Zelt auch noch keine Lösung / Entscheidung. Erstmal wird das aktuelle genutzt, bis es nicht mehr "will".

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Re: Zelt-Empfehlung??

Beitrag von denbat92 » Mi 9. Sep 2015, 01:22

Das mit den Zeltleichen ist ein interessantes Naturschauspiel, als ob man einen Seeigel aufgeblasen hat: Innen die Zeltplane, und das Zeltgestänge nach außen zeigend rollt der Igel in seinem natürlichen Habitat auf seinem Weg in die Freiheit durch die Hochebene. Vor 2 Jahren am Alftavatn war das auch zu beobachten. Nachdem mein altes Zelt gebrochen war, dann ein tolles neues angeschafft (Marmot Grid 2P). Von nun an hatte ich eher Angst das wilde Zeltigel mein tragbares Haus angreifen. Ich hoffe das hält noch lange, denn es wird nicht mehr verkauft :(
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Re: Zelt-Empfehlung??

Beitrag von Dieter » Mi 9. Sep 2015, 16:06

Monique schrieb:
Du verpasst allerdings gerade die große Flugshow auf dem Zeltplatz.
Es gibt doch nicht unterhaltsameres und lehrreicheres als Zelte gucken auf isländischen Zeltplätzen - vor allem wenn es mal kachelt :mrgreen:

Bei einer meiner letzten Visiten in Landmannalaugar war allerdings kaum was zu sehen, denn der Zeltplatz war gerade frisch leergeräumt worden und nur ein paar Geodäten standen noch aufrecht.

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Re: Zelt-Empfehlung??

Beitrag von Monique » Mi 9. Sep 2015, 17:59

Jaaa, hier auf dem Zeltplatz Rvk wurde letzte Nacht ordentlich aufgeräumt. Und ich gebe zu, auch bei meinem Zelt (das Wechsel) mit seiner bekannten Vorgeschichte (siehe oben), war es keine Frage, ob es bricht, sondern wann. Es war 03:30 Uhr ;). Laut vedur.is waren zu der Zeit in Rvk Böen bis 31 m/sek unterwegs. Also bin ich brav raus, hab das gebrochene Segment ersetzt, beobachtet, wie es überall auf dem Zeltplatz wuselte und anschließend versucht weiterzuschlafen. Am Morgen sah es dann ziemlich leer aus. Zeltigel waren eher nicht auf Tour - oder nicht mehr - denn die hatten sich bereits in den Büschen und Bäumen aufgehangen.

Was mich bei meinem Zelt umso mehr ärgert: Das Gestänge, das dieses Mal betroffen war, hatte ich erst im Juli komplett ausgetauscht (also nicht nur ein einzelnes Segment, sondern die komplette Stange). Es war also neu, erst ca. 16-20 Tage im Einsatz. Und dann das? Es war nun Gestängebruch Nr. 5 und mein Vertrauen in das Material ist ziemlich im Keller.
DSC_0495.jpg
DSC_0495.jpg (231.68 KiB) 4987 mal betrachtet
Heute Morgen war dann wieder Flicken angesagt: Ersatzgestänge reparieren, Reparaturhülsen in den Untiefen des Autos suchen = vorbereiten für den nächsten Gestängebruch 8-).
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Re: Zelt-Empfehlung??

Beitrag von NinaP. » Mi 9. Sep 2015, 21:52

Na das ist ja bitter, Monique! Von solch netten Winden sind wir in diesem Jahr verschont geblieben- uns hatte es ja dafür im vorigen Jahr am Langisjör extrem böse erwischt. (Wir danken Landsbjörg noch heute für unsere Rettung !!!)
Da unser Kaitum also durch war, haben wir in diesem Jahr in den sauren Apfel gebissen, sind auf Nummer sicher gegangen und haben uns ein Tarra zugelegt :D
Weit weg von Campsite und Co im Hochland finden wir es angenehm und auch notwendig, ein absolut verlässliches Zelt zu haben.
Ansonsten sollte für Tagestouren und in der Nähe von Zivilisation auch ein gutes, preiswerteres Zelt (Vaude, MSR usw) ausreichen!
Trotz des guten Wetters haben wir aber auch das NEUE ZELT schon zünftig eingeweiht- Bewährungsprobe bestanden ;)
Schaut selber ...
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Gruß Nina und Reiner
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Re: Zelt-Empfehlung??

Beitrag von Elkü » So 13. Sep 2015, 00:38

Oh, hier hat sich ja einiges getan in der Zwischenzeit! *daumenhoch*
Bei mir eher nicht so (naja, in Spanien war ich froh über ein Hotelzimmer mit Klimaanlage zum Kühlen...) :mrgreen:

@ xio: Das Fjällräven Salka 2 hatte ich mir auch angeschaut, hat mir gut gefallen. Aber: es ist ziemlich klar für mich, dass ich kein Tunnelzelt möchte, sondern eher was Kompaktes, Selbststehendes. Und eines, wo ich das Außenzelt zuerst aufbauen kann, deshalb fiel auch das Sierra Leone von Salewa weg.

Dass SI-Beschichtung die UV-Anfälligkeit reduziert, hatte ich auch gelesen, und wenn ich lese, dass Dieter's Zelt 11 Jahre durchgehalten hat, sind die Nachteile von Nylon vielleicht doch nicht so gravierend? Jedenfalls revidiere ich den Ausdruck "Zelt für's Leben" gerne. 11 Jahre würden mir reichen. :lol:

Jetzt muss ich also nur noch Geld, Einsatzbereich, Vernunft und meinen Dickschädel in Einklang bringen. Wenn ich mal ein paar Zelte in Augenschein nehmen konnte, werde ich berichten. Danke euch.
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Re: Zelt-Empfehlung??

Beitrag von Elkü » Mo 21. Sep 2015, 02:28

Hallo zusammen,

also, hier in Island sind im Herbst keine Zelte mehr aufgebaut in den Läden... Aber auf dem Zeltplatz in Rvk ist mir ein Husky aufgefallen, ich glaube, es war das Falcon. Leider ohne Insassen. ;-) Hat das schonmal jemand in Benutzung gehabt?
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Re: Zelt-Empfehlung??

Beitrag von Elkü » So 18. Okt 2015, 02:18

Hallo zusammen,

und was ist es nun geworden? Ich konnte nicht anders: habe ein gebrauchtes Hilleberg Staika erstanden. Schon etwas alt, aber selten benutzt (zum Seekajaken), und die aktuellen Fotos sahen phantastisch aus. Das Staika ist leider noch in Berlin und ich kann es kaum erwarten, es entgegen zu nehmen! Leider bin ich erst im Februar in Deutschland und muss mich wohl jetzt in Geduld üben. Dabei hätte ich sooo Lust, es gleich mal im herbstlichen Wind und Wetter zu testen!
Wenn es endlich soweit ist, werde ich bestimmt mal berichten.

Aber ich muss schon sagen: das Husky hat mir schon auch gut gefallen vom ersten optischen Eindruck her, vor allem seine Geräumigkeit.
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