Schlafsack - wie warm für Juli???

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Nessy
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Re: Schlafsack - wie warm für Juli???

Beitrag von Nessy » Mo 11. Jan 2010, 19:30

Na sowas, jetzt erzählste mir ja was. Ähm ähm ... feste Unterkünfte sind halt ein wenig ungünstig, wenn man seine Touren je nach Wetter und/oder Kraft einteilen möchte. Im März gibt es ja nun auch nicht so viele Übernachtungsmöglichkeiten, da ja noch keine Saison ist. Wir wollten unseren Bewegungsradius nun nicht nur direkt um ein Hostel bauen. Hm, mit roher Gewalt die Heringe in den gefrorenen Boden zu bekommen hältst du für relativ unmöglich? Das wird doch irgendwie zu schaffen sein. Den Punkt habe ich bisher eigentlich weniger als Problem gesehen. Sollte ich damit so falsch liegen?

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daniel
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Re: Schlafsack - wie warm für Juli???

Beitrag von daniel » Mo 11. Jan 2010, 20:02

Nessy hat geschrieben: @Daniel: 70€ klingt ja echt super für den Schlafsack. Vielleicht lässt sich ja doch noch einer auftreiben. Was die Taschenwärmer angeht, so hab ich mit den Dinger noch null Erfahrung. Sollte ich mir vielleicht mal näher anschauen. Danke für den Tipp.

Edit: Meinst du den hier? http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?Vie ... 0537922107
Jop genau der ist es, find den echt gut für das Geld. Man hat schön viel Platz drin, ist nicht eng. Gegen enge Schlafsäcke hab ich was. :D Und man beachte das Packmaß zu dem Preis und der Komforttemperatur. Hab den Schlafsack sogar über die gleiche Firma gekauft nur damals noch über Amazon wo sie ihn wohl gerade nicht mehr anbieten.

Zu den Handwärmern, meine so etwas in der Art:

Kohlebetrieb

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Re: Schlafsack - wie warm für Juli???

Beitrag von Blacky » Mo 11. Jan 2010, 20:40

Nessy hat geschrieben:@Blacky: Ja ich habe ein ähnlich gutes Angebot im Netz gefunden. Leider sieht es nunmal so aus, dass ich den Mietwagen komplett allein zahlen müsste, wenn wir uns doch einen nehmen sollten, da meine Kommilitonin dafür einfach kein Geld übrig hat. Es ist also eine Gewissensfrage, ob ich bereit bin, ihren Anteil mit zu übernehmen oder nicht.
Hm, was macht ihr, wenn ihr gezwungen werdet, Busse zu nehmen und in Hostels etc. zu gehen?
Versteh' mich Recht, ich will euch die Tour nicht madig machen, bin selber mit "Low-Budget" unterwegs. Aber: Rechnet mal genau aus, was wirklich günstiger kommt. Rechnet für alle Fälle auch mal aus, was auf euch zukommt, wenn das Wetter saumäßig ist. Oder wenn das Zelt kracht... Was macht dann Deine Kommilitonin? Schläft sie draußen in einer Schneewehe? Bezahlst Du ihr dann den Urlaub?
Wie gesagt: Es kann auch sein, dass ihr den Vorfrühling erwischt, es kann aber auch schief gehen. Und dann reicht ein Schlafsack mit -5C Komfort nicht mehr. Dann und ab bestimmten Windgeschwindigkeiten müsst ihr woanders unterkommen, und zwar schnell: Und spätestens für diesen Fall solltet ihr ein paar (finanzielle) Reserven haben. Wie gesagt, ich will kein Spaßverderber sein, ich möchte nur, dass eure erste Island-Reise nicht zum Horror-Trip wird.

PS: Ich werde mir vermutlich im Mai als Alleinreisende auch kein Auto leisten können, wenn, dann höchstens für eine Woche. Ich habe aber auch mit ganz anderem Wetter zu rechnen und ich muss bei meiner Ausrüstung keine Neuanschaffungen einplanen.
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Re: Schlafsack - wie warm für Juli???

Beitrag von Steirer » Di 12. Jan 2010, 08:44

@Nessy

Da wir beinahe zeitgleich in Island unterwegs sein werden, bin ich schon neugierig wie es euch ergeht. Im Grunde haben wir die gleiche Vorstellung und doch werden unsere Erfahrungen bezüglich Island im März unterschiedlich sein. Schön wäre es, wenn du nach eurer Tour hier im Forum ein bisserl berichten würdest.
Thema Schlafsack... also ich habe nicht vor meinen wärmsten Schlafsack mitzunehmen. Viel eher werde ich (wir) den Sommerschlafsack dabei haben. Der Versalite reicht bis knapp in den Minusbereich. Wichtiger als der Schlafsack ist das Material auf dem man schläft. Mit den Therm a rest-air-Matten sind wir ein paarmal auf Schnee gelegen, das war dann schon nicht ganz so prickelnd. Zwischenzeitlich haben wir DownMat 7 im Eis ausprobiert und es war eine angenehme Wärme zu verspüren. Diese Daunen-Matten reichen bis unter Minus 20 Grad, diese Temperaturen wird es an der Südküste Islands kaum geben. Nicht die Kälte, sondern viel mehr der Wind könnte das größte Problem werden.
LG Steirer
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Re: Schlafsack - wie warm für Juli???

Beitrag von Andi Schönberger » Di 12. Jan 2010, 12:23

Steirer hat geschrieben:@Nessy

Da wir beinahe zeitgleich in Island unterwegs sein werden, bin ich schon neugierig wie es euch ergeht. Im Grunde haben wir die gleiche Vorstellung und doch werden unsere Erfahrungen bezüglich Island im März unterschiedlich sein. Schön wäre es, wenn du nach eurer Tour hier im Forum ein bisserl berichten würdest.
Thema Schlafsack... also ich habe nicht vor meinen wärmsten Schlafsack mitzunehmen. Viel eher werde ich (wir) den Sommerschlafsack dabei haben. Der Versalite reicht bis knapp in den Minusbereich. Wichtiger als der Schlafsack ist das Material auf dem man schläft. Mit den Therm a rest-air-Matten sind wir ein paarmal auf Schnee gelegen, das war dann schon nicht ganz so prickelnd. Zwischenzeitlich haben wir DownMat 7 im Eis ausprobiert und es war eine angenehme Wärme zu verspüren. Diese Daunen-Matten reichen bis unter Minus 20 Grad, diese Temperaturen wird es an der Südküste Islands kaum geben. Nicht die Kälte, sondern viel mehr der Wind könnte das größte Problem werden.
LG Steirer
Die Ausführungen vom Sigerl kann ich nur voll bestätigen. Schaut so aus als hätten wir die gleiche Material Liste :) und auch die gleichen Erfahrungen gemacht. Zur DownMat 7 vielleicht noch etwas: ist leider ein bisschen kniffliger zum Aufblasen als das alte Modell aber pefekt zum Schlafen auch wegen ihrer Form. Für Frauen würd ich die DownMat auch im Sommer empfehlen, ist einfach ein Spitzenkomfort

LG Andi
Island Bildergallerie: http://www.andreas-schoenberger.at
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Re: Schlafsack - wie warm für Juli???

Beitrag von Steirer » Di 12. Jan 2010, 12:36

Servus Andi!

Nun muss ich dir recht geben...

Die "Pumpe" ist nicht immer praktisch. Vor allem wenn man nur weichen Schneeboden zur Verfügung hat. Wenn das Zelt auf Schnee steht und ich lege dann aufgeblasene Matten ins Zelt, dann wird der Zeltboden gleichmäßig hart. Muss ich die Matten im Zelt hinlegen und dann erst mittels Handballendruck aufpumpen, so habe ich Löcher in meinem Zeltboden. Mmh... hab ich mich jetzt verständlich ausgedrückt...?....

Herzliche Grüße vom Steirer Sigerl
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Re: Schlafsack - wie warm für Juli???

Beitrag von Andi Schönberger » Di 12. Jan 2010, 15:02

Steirer hat geschrieben:Servus Andi!

Nun muss ich dir recht geben...

Die "Pumpe" ist nicht immer praktisch. Vor allem wenn man nur weichen Schneeboden zur Verfügung hat. Wenn das Zelt auf Schnee steht und ich lege dann aufgeblasene Matten ins Zelt, dann wird der Zeltboden gleichmäßig hart. Muss ich die Matten im Zelt hinlegen und dann erst mittels Handballendruck aufpumpen, so habe ich Löcher in meinem Zeltboden. Mmh... hab ich mich jetzt verständlich ausgedrückt...?....

Herzliche Grüße vom Steirer Sigerl
Hallo Sigerl!

ja ich hab schon verstanden was Du meinst :) Schwierig wirds auch bei Kiesleboden, weil dann das Ventil beim Anpressen nicht ganz am Boden anliegen kann und dann die Luft nicht in die Matte gedrückt wird sondern wieder beim Ventil Rausgedrückt
Könnte aber sein dass sie wieder zum alten System mit dem Blassack der auch als Hülle fungiert zurückkehren. Eigentlich haben Sie das nur deshalb gemacht damit man die Matte nicht trotztdem herkömmlich aufbläst weil das der Daune gar nicht gut tut. Was die Luftfeuchtigkeit aus der Atemluft mit der Daune anstellt kann man sich vorstellen *igitt*

Vielleicht gibt es ja auch noch das alte Modell auf dem Markt!

Aber dennoch finde ich die Matte sehr gut. Hab auch die DownMat9 schon bei arktischen Temperaturen im Einsatz gehabt und da schläft es sich ja wie im Himmelbett.

Viele Grüße
Andi
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Re: Schlafsack - wie warm für Juli???

Beitrag von Nessy » Di 12. Jan 2010, 18:48

Blacky hat geschrieben:Hm, was macht ihr, wenn ihr gezwungen werdet, Busse zu nehmen und in Hostels etc. zu gehen?
Wie ich relativ zu Anfang schon schrieb, ist Geld für Übernachtungen in Hostels schon fest mit einkalkuliert. Das passt schon. Ob wir in den Genuss einer Busfahrt kommen steht noch in den Sternen (die Busfahrpläne für April sind ja nicht gerade üppig), aber nen Mietwagen noch extra übersteigt dann eben leider doch ihr Budget :?

@Steirer: Natürlich werde ich berichten (und sicher auch nen paar Fotos anhängen) - ist doch Ehrensache. Muss doch alle Zweifler davon überzeugen, dass wir nicht aus Zucker sind und die Reisezeit Anfang/Mitte März uns nicht zum Verhängnis wurde :wink:

Mal im Ernst, hab hier manchmal den Eindruck einige User denken, wir gehen absolut unvorbereitet an die Sache ran. Was meint ihr denn, warum ich mich hier angemeldet habe? Genau, eben um mich vorzubereiten und auf alle Eventualitäten eingestellt zu sein. Also immer weiter her mit hilfreichen Informationen 8)

Die Daunen-Matten hatte ich im Vorfeld bei meiner Recherche auch schon gefunden, die Idee aber wieder verworfen weil man für die Dinger ja ne Pumpe braucht und die nimmt auch wieder Platz weg und bringt zusätzliches Gewicht.

Steirer, du schreibst, die Therm-A-Rest-Matten sind nicht so der Bringer? Auch nicht die Prolite Plus mit ihren 3,8 cm? Die hatte ich nämlich ins Auge gefasst schon allein wegen des wirklich geringen Gewichts (680g). Aber hört sich schon logisch an, dass so eine Daunen-Matte mehr Wärme bringt.
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Re: Schlafsack - wie warm für Juli???

Beitrag von Blacky » Di 12. Jan 2010, 19:13

Nessy hat geschrieben: Wie ich relativ zu Anfang schon schrieb, ist Geld für Übernachtungen in Hostels schon fest mit einkalkuliert. Das passt schon.
Sorry, hatte ich dann wohl überlesen.
Nessy hat geschrieben:Muss doch alle Zweifler davon überzeugen, dass wir nicht aus Zucker sind und die Reisezeit Anfang/Mitte März uns nicht zum Verhängnis wurde :wink:
Mal im Ernst, hab hier manchmal den Eindruck einige User denken, wir gehen absolut unvorbereitet an die Sache ran. Was meint ihr denn, warum ich mich hier angemeldet habe? Genau, eben um mich vorzubereiten und auf alle Eventualitäten eingestellt zu sein. Also immer weiter her mit hilfreichen Informationen
Es geht nicht darum, ob ihr aus Zucker seid. Was die Kombination Island und Wintercamping angeht, seid ihr z.Z. ja aber unvorbereitet und ihr wollt euch hier vorbereiten. Es geht mir darum, dass ihr Spaß habt und das es möglichst nicht gefährlich wird. Wenn ich euch dann von einigen Dingen abrate, bzw. auf die genaue, ehrliche Kalkulation der Kosten hinweise, dann ist das nicht, weil ich euch für unfähig halte, sondern es ist ein Versuch euch auf "alle Eventualitäten" vorzubereiten und "hilfreiche Informationen" zu geben.

Nessy hat geschrieben: Die Daunen-Matten hatte ich im Vorfeld bei meiner Recherche auch schon gefunden, die Idee aber wieder verworfen weil man für die Dinger ja ne Pumpe braucht und die nimmt auch wieder Platz weg und bringt zusätzliches Gewicht.
Nein, die neuen Modelle haben die Pumpe integriert. Die preiswertere SynMat isoliert übrigens auch ganz ordentlich.
Nessy hat geschrieben:Steirer, du schreibst, die Therm-A-Rest-Matten sind nicht so der Bringer? Auch nicht die Prolite Plus mit ihren 3,8 cm? Die hatte ich nämlich ins Auge gefasst schon allein wegen des wirklich geringen Gewichts (680g). Aber hört sich schon logisch an, dass so eine Daunen-Matte mehr Wärme bringt.
Bin zwar nicht der Steirer, habe aber eine dicke ProLite. Wenn ihr den Vorfrühling erwischt und es nachts nicht viel kälter als 0 Grad ist, würde sie mir ausreichen. Man muss allerdings bedenken, dass sie den Gewichtsvorteil durch ein vertikales Ausstanzen des Schaumstoffes erreicht, das sind potentielle Kältebrücken. Ausserdem können selbstaufblasende Matten, wie schon geschrieben, bei extremeren Temperaturen durch gefrierende Atemluft beschädigt werden. Die DownMat oder die SynMat (die SynMat hatte ich auch mal) isolieren um Welten besser und dort gibt es keine Probleme mit Feuchtigkeit beim Aufblasen. Die haben nun einmal aber auch ihren Preis. Zusätzliche Evazote-Matten sind übrigens relativ preiswert, leicht, isolieren hervorragend, sind unkaputtbar und deswegen im Winter ein echtes Sicherheitsplus. Nachteil: Gerade die dickeren sind sehr sperrig.
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Re: Schlafsack - wie warm für Juli???

Beitrag von Steirer » Di 12. Jan 2010, 19:39

@Nessy
Blacky hat dir ja schon geantwortet.

Nur eines noch, ich habe nicht geschrieben, dass Therm-A-Rest-Matten nicht so der Bringer sind... vielmehr habe ich eine spezielle Matte gemeint und die heißt Therm-A-Rest-NeoAir. Das ist eine sehr komfortable Luftmatratze, superleicht und sehr klein im Packmass. Aber... es ist halt eine 3-Jahreszeiten-Matte. Und.... unsere 2 NeoAir-Matten haben 3 Wochen Island nicht überlebt. Die erste Matte beulte sich nach etwa 10 Nächten aus und die 2. Matte zeigte die gleichen Auflösungserscheinungen eine Woche später. Wir haben sie anstandslos zurück geben können und haben unser Geld wieder bekommen.
Wenn du mit einer Prolite Plus unterwegs sein solltest, brauchst du keine Bedenken haben. Mit einer dünneren Therm-A-Rest-Matte habe ich auch schon viele Nächte jenseits 5500m Höhe verbracht.

LG Steirer
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