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das leidige zeltproblem...

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RENEGADE
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das leidige zeltproblem...

Beitrag von RENEGADE » So 7. Jun 2009, 18:22

hallo,
ich bin auf der suche nach einem neuen zelt für zwei personen. letzten sommer war ich mit meiner freundin mit einem "extrem sturmfesten" Zelt der Marke Robens auf Island unterwegs; das Zelt war auch prima bis der eine Sturm kam... verbogenes Gestänge und ausgefranste Laschen waren das Resultat nach einer schlaflosen Nacht. Um nicht noch einmal so einen Ärger zu haben, dachte ich z.B.an MSR(die blieben alle stehen!) Modell fury oder huba buba. hat jemand erfahrungen mit diesen zelten gemacht? bei vaude gibts auch ganz schicke wie z.b. das ferret I ?! auch über andere vorschläge würde ich mich freuen. nach fast vier wochen island würde ich ein tunnelzelt aufgrund der sinnvolleren platzaufteilung(eine große apside in der man auch kochen kann) vorziehen. was meint ihr? danke und grüße florens
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lena
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Re: das leidige zeltproblem...

Beitrag von lena » So 7. Jun 2009, 19:56

Es gibt ja durchaus Leute, die auf Tunnelzelte schwören, aber mir persönlich dreht der Wind zu oft in Island. Es ist halt schon blöd, wenn man das tunnelzelt gut in den Wind stellt und der dann aber nachts plötzlich voll von der Seite kommt.
Was sind denn sonst so deine Ansprüche? Spielt z.B. Gewicht eine Rolle? Muß es günstig sein oder bist du auch bereit, ein paar Mark mehr auf den tisch zu legen?
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Uwe
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Re: das leidige zeltproblem...

Beitrag von Uwe » So 7. Jun 2009, 22:40

RENEGADE hat geschrieben: bei vaude gibts auch ganz schicke wie z.b. das ferret I ?!
Naja, das wären wir wieder beim Thema Zelt und da ich eigentlich schon eine ganze Weile meinen aktuellen Erfahrungsbericht ablegen wollte, kann ich dies ja nun tun.

Ich hatte mir Anfang der 90er Jahre zwei Mal die damalige Version des vaude-Zeltes 'Hogan' gekauft und war zumindest von der Qualität und von der Sturmsicherheit sehr überzeugt und habe SEHR gute Erfahrungen gemacht: Schneesturm in der Türkei, Sandsturm in Südafrika. Besonders gut gefallen hat mir immer die Tatsache, daß das Zelt ein Außenstänge hat und man nicht, wie bei den meisten anderen Zelten, immer erst das Innenzelt aufbauen mußte und das Außenzelt über das Innenzelt zu legen. Besonders wenn es bereits regnet ist das sehr unpraktisch. Leider wurde das eine Zelt früh morgens auf einem bewachten Zeltplatz von diversen Dieben aufgeschnitten und das andere Zelt wurde in einem Nationalpark gleichmal komplett mitgenommen. Nun ja, solche Erfahrungen gehören dazu. Warum ich mir das damalige Hogan nicht ein drittes Mal gekauft habe war, weil es sich hinten zwar abspannen ließ, aber die Abspannung bei Dauerregen (z.B. in Island) nicht standhielt. Ergebnis: Das Außenzelt klebte am Innenzelt und mein Schlafsack berührte das Innenzelt. Als Konsequenz wurde mein Schlafsack im Fußbereich naß und ich fing an im Schlafsack zu frieren. Ich hatte mir dann damals ein 2-Mann Zelt von North Face geleistet 'Bullfrog", welches sehr gute Dienste leistete bis es einen 48-Stunden Dauerregen in Hawaii nicht mehr standhielt und sich im Zeltboden ein kleiner See bildete.
Nun aber zurück zur Firma VauDe. Letztes Jahr habe ich die neue Version des 'Hogan' gesehen und sah mit Zufriedenheit das es inzwischen auch ein kleines Gestänge gab um das Zelt hinten sogut abzuspannen das es keinen Kontakt mehr zwischen Außen- und Innenzelt gab. Klar war es dadurch etwas schwerer, aber ich war vor allem auch wieder von dem Außengestänge angetan. Also habe ich es gekauft.

Aaaaaaaaaaaaaahhhhhhhhhh - was habe ich dieser Firma bloß getan?????????????????????

Ich bin letztes Jahr voller Stolz mit meinem neuen VauDe-Zelt nach Island gereist. Nach nur wenigen Wochen machte der Reißverschluß des Außenzeltes Probleme. Kurz danach auch der Reißverschluß des Innenzeltes und zu guter letzt, brach auch noch das Zeltgestänge ... ohne Hilfe eines Sturmes :evil: :evil: :evil: !!! Das heißt am Anfang war es nur angebrochen und ich konnte es mit einer Reparaturhülse noch einige Tage aufbauen bevor es dann ganz nachgab. Aber da war ich schon wieder zu Hause. Man hat mir daraufhin das Zelt komplett und ohne Probleme umgetauscht.

Seit gut zwei Wochen bin ich wieder in Island. Als erste Tour dieses Jahr stand der Reykjavegur auf dem Plan und ich geriet in einen Sturm. Sicherlich heftig, aber aufgrund meiner Erfahrung mit Vaude-Zelten und heftigeren Stürmen hatte ich mir keine ernsten Gedanken gemacht. Da habe ich aber die rechnung ohne die Qualität von VauDe gemacht. Mein Zelt bekam eine Breitseite ab und das Gestänge brach so ungünstig das ich es nicht mit einer Reparaturhülse wieder hinbekam :evil: :evil: :evil: . Fazit: Zeltabbau und es wurden lange sechs Stunden bis ich gerettet wurde.
Glück im Unglück war das der Regen erst später kam und ich bereits meinen Rucksack gepackt hatte UND zum Glück war ich am Rand der Zivilisation. Es gibt eine Art Schulgebäude in der Nähe des Zeltplatzes (leider war es geschlossen) und da Wind und Regen stark aus Osten kamen, konnte ich mich an der Westseite des Gebäudes auf eine kleine Stufe setzen, mein Zelt über mich schmeißen und warten. Das war etwa 3 Uhr morgens. Schließlich kam gegen 9 Uhr ein LKW-Fahrer der vor der Schule einen Container wechselte und dieser superfreundliche Mann hat mich dann bis vor die Jugendherberge von Reykjavík gebracht.

So, und die Moral von der Geschicht', kaufe bei VauDe nicht! Aber das ist meine Meinung und ich bin gespannt auf die Erfahrungen anderer VauDe-Zelt-Besitzer.
UND ich freue mich gerne Hinweise, Tips und Erfahrungen von Zeltbesitzern anderer Firmen oder anders ausgedrückt: ich freue mich über Kommentare von Forumsnutzers bezüglich lenas Anfrage!!!

Uwe
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Uwe
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Re: das leidige zeltproblem...

Beitrag von Uwe » Mo 8. Jun 2009, 01:24

RENEGADE hat geschrieben: bei vaude gibts auch ganz schicke wie z.b. das ferret I ?! auch über andere vorschläge würde ich mich freuen.
danke und grüße florens
Uwe hat geschrieben: UND ich freue mich gerne Hinweise, Tips und Erfahrungen von Zeltbesitzern anderer Firmen oder anders ausgedrückt: ich freue mich über Kommentare von Forumsnutzers bezüglich lenas Anfrage!!!
ups, da ist mir ein kleiner Fehler unterlaufen. Ich meinte natürlich Florens (alias RENEGADE) Anfrage.
Und als kleiner Nachtrag auf die (derzeit) schlechte Qualität die ich mit Vaude gemacht habe. Noch vor dem Gestängebruch meines Zeltes, hat sich bereits die Naht einer der beiden Innentaschen gelöst und es sei noch einmal betont, daß dieses Zelt brandneu war, da es ja im Herbst letzten Jahres umgetauscht wurde. Es hat also nicht einmal eine Woche durchgehalten.

Hier noch ein Link zum Zelt:[Link zu einem online-Shop gelöscht. Dieser hat mit dem Zelthersteller nichts zu tun. Admin.]


In dem kurzen Bericht des links wird auf die gute Belüftung hingewiesen. Diese war tatsächlich sehr gut. Aber dafür habe ich nicht mehr als 300 Euro hingeblättert ... Ich könnte jetzt noch ko... :evil:

Uwe
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HDK
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Re: das leidige zeltproblem...

Beitrag von HDK » Mo 8. Jun 2009, 01:58

Ein Kuppelzelt oder einen Geodäten, bei dem erst das Innenzelt aufgebaut werden muss, würde ich nicht nehmen.

Ich habe mit einem Rejka Cataluna (Tunnelzelt) letztes Jahr gute Erfahrungen gemacht, allerdings keinen schweren Dauerregen erlebt, dafür aber Sturm an der Askja: 9 Stunden mit heftigen Böen von der Breitseite, da der Wind um 90° gedreht hatte. Bei diesem Sturm ist ein Zelt davon geflogen - war wohl nicht optimal abgespannt auf dem Bimssteinboden. Ein paar Motorradfahrer standen um ihre Behausung, die ziemlich platt gedrückt wurde. Abbauen wollten sie es nicht bei dem starken Wind und passten wohl auf, dass es nicht davon fliegt (meine Deutung ihres Verhaltens). Das Gestänge meines Tunnels war nach der Dauerbelastung leicht verbogen.
Ich kann natürlich nicht beurteilen, ob der Askja-Sturm so heftig war, wie der, den Uwe erlebt hat und zum Gestängebruch an seinem Zelt führte. Ich versuche halt durch besonders sorgfältiges Abspannen mich gegen starken Wind zu wappnen. Das bedeutet, dass ich noch etwas zulade, nämlich Sandheringe bzw. Sandschrauben (Blue Screw) und ein paar Dyneema-Schlingen mit denen ich die dünnen Abspannschnüre verlängere. Damit vermeide ich, dass die Schnüre durchgewetzt werden, wenn sie durch das Rütteln an den rauen beschwerenden Steinen scheuern. Sicher ist auch die Wahl des Zeltplatzes von Bedeutung. Aber nicht immer gibt es windgeschützte Plätze.

Interessant könnten die Vaude-Zelte mit der Powerframe-Technik sein, z.B. das "Vaude Power Odyssee". Viel kann ich noch nicht dazu sagen mangels Erfahrung. Ich habe mir ein "Vaude Power Space III" angeschafft. Es ist ziemlich schwer und sinnvoll nur dann, wenn man zu dritt unterwegs ist (pro Person ca. 1,5 kg). Bisher habe ich es nur einmal im Garten aufgebaut. Die Powerframe-Konstruktion stabilisiert das Gestänge enorm. Aber auch hier würde ich an penibler Abspannung festhalten.
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Re: das leidige zeltproblem...

Beitrag von Uwe » Mo 8. Jun 2009, 03:39

HDK hat geschrieben: Ich kann natürlich nicht beurteilen, ob der Askja-Sturm so heftig war, wie der, den Uwe erlebt hat und zum Gestängebruch an seinem Zelt führte. Ich versuche halt durch besonders sorgfältiges Abspannen mich gegen starken Wind zu wappnen. Das bedeutet, dass ich noch etwas zulade, nämlich Sandheringe bzw. Sandschrauben (Blue Screw) und ein paar Dyneema-Schlingen mit denen ich die dünnen Abspannschnüre verlängere. Damit vermeide ich, dass die Schnüre durchgewetzt werden, wenn sie durch das Rütteln an den rauen beschwerenden Steinen scheuern. Sicher ist auch die Wahl des Zeltplatzes von Bedeutung. Aber nicht immer gibt es windgeschützte Plätze.

HDK hat ja bereits richtig angedeutet. Man kann eigentlich nie den einen mit den anderen Sturm vergleichen. Untergrund, Abspannmöglichkeiten, Sturmstärke, Windrichtung und und und. Alles spielt irgendwie mit rein. Deshalb noch zur Verdeutlichung meiner Vaude-Erfahrungen mit meinen alten (1993-95) und meinem neuen Hogan (2008/09). Im Anhang noch einmal ein Bild von der heutigen Version des Hogan. Bei der älteren Version gab es das hintere Quergestänge noch nicht.

Ich denke den schlimmsten Sturm hatte ich in 1994 Südafrika mit der alten Hogan-Version. die Zeltheringe hatte ich kaum in den harten Wüstenboden reinbekommen und das Gestänge hat es mir fast durchgehend die ganze Nacht bis runten zum Schlafsack gedrückt. Oh man was hatte ich für einen Schiss :mrgreen: - die ganze Nacht kein Auge zugemacht und ich hörte es um mich herum nur krachen. Einige Caravans hat es zerlegt und das israelische Pärchen mit denen ich mitgetrampt bin haben sich irgendwann in der Nacht in ihr Auto verkrochen. Gegen 7 Uhr morgens hat es dann etwa nachgelassen, ich habe mein Zelt abgebaut und habe mich ins Gebäude der Rezeption verkrochen. Mein Englisch war damals nicht so gut wie heute aber ich dächte sie hatten im Radio etwas von Windgeschwindigkeiten um 120 km/h berichtet.

Die Windgeschwindkeit des Sturmes neulich nachts mit dem neuen Hogan während meiner Wanderung weiß ich nicht. Wenn jemand weiß wo man nachsehen kann würde ich mich freuen. Es war die Nacht vom 27. zum 28. Mai und Großraum Reykjavik bzw. Reykjanes-Halbinsel. Das Zelt war sehr gut abgespannt. Das Gestänge hat es zeitweise etwa 20-30 cm runtergedrückt und irgendwann einmal zu viel. Es ist klar das durch das hintere Quergestänge das Zelt mehr Stabilität besitzt und sich das Gestänge eigentlich nicht mehr bis zum Schlafsack biegen kann und das wird wohl der springende Punkt sein, denn durch diese neue Konstruktion besitzt das Zelt von sich aus einen höheren Widerstand gegen Stürme und bricht schneller. Bei mir genau dort wo das Quergestänge (über dem Eingang) in ein Loch einer Art T-Stück (keine Ahnung wie dieses Teil richtig heißt) gesteckt wird.

Uwe
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Re: das leidige zeltproblem...

Beitrag von Blacky » Mo 8. Jun 2009, 15:42

Gut, dann mal meine Island-Zelterfahrungen:
Erst hatte ich ein 3er-Kuppelzelt mit Apsis der damaligen Globetrotter-Hausmarke "Four Seasons", das ganze auch noch billig gebraucht gekauft. Hat sehr gut gehalten, auch einen sehr heftigen Sturm, bei dem diverse Caravans umgeworfen wurden. Danach war das Alu-Gestänge etwas schief, es stand aber immer noch gut. Habe es aber irgendwann ausgetauscht, weil's schwer war und eine schlechte Belüftung hatte.

Danach kam das "Tadpole" von "North Face", ein kleiner Geodät. Sehr, sehr sturmstabil, leichter Aufbau, tolles Zeltklima, leicht, gutes Raumgefühl, für zwei Reisende dürfte es aber recht eng werden. Austausch weil ich ihn zu meinem großen Leidwesen auf einer Schotterstrecke verloren habe...
Daraufhin in Reykjavik Kauf des Merlin von "North Face", ein 3-Personen-Geodät. Der lag eigentlich weit ausserhalb meines Budgets. Aber ich brauchte nun einmal dringend ein Zelt, es war schon September und ich musste nehmen, was noch da war. Bereut habe ich den Kauf nicht. Gute Verarbeitung und Materialien, riesig und für die Größe relativ leicht, viele nette Details, zwei Eingänge, zwei Apsidien, stabil... Ich habe es aber dieses Jahr schweren Herzens weiterverkauft, weil ich zunehmend mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs bin, da ist als Alleinreisende ein 3er Irrsinn.

Zwischendurch gab's ein Intermezzo mit einem Einbogenzelt, da habe ich auf den Shetlands extrem drüber geflucht, Island hat das Zelt nie gesehen.

Letztes Jahr hatte ich zum Wandern ein Cloud1 von Robens dabei, eine kleine Tunnel-Dackelgarage. Verarbeitung nicht überragend, aber gut, klein, leicht, o.k., aber wirklich winzig. Durch den ultimativen Sturmtest musste es letztes Jahr nicht durch. Ich habe es dann im Herbst auch in Schweden genutzt und habe auf dem steinigen Boden einige Male geflucht, weil ein Tunnel nun einmal abgespannt werden muss. An der steinigen Schärenküste war das z.T nicht möglich Heringe zu nutzen und ich musste mit Steinen improvisieren. Ich war froh, dass es windstill war.

Eigentlich hätte ich wieder zu einem Geodäten tendiert: Die Stabilität auch bei wechselnden Windrichtungen fand ich gut, ebenso die Möglichkeit, dass Zelt mal schnell zu versetzen und die Möglichkeit des Aufbaues ohne Heringe. Problem: kleine, wandertaugliche leichte Geodäten in meiner Preisklasse gibt es nicht.
Deshalb ist es jetzt ein ShangriLa3 von GoLite geworden, eine Art Tipi. Den Sturmtest hat es noch nicht bestanden, angeblich steht es wegen seiner Form aber sehr sicher, mal sehen. Bisher bin ich sehr angetan davon: Noch leichter als meine Dackelgarage, riesig (Das Rad könnte noch mit rein, wahrscheinlich auch mein Motorrad), Stehhöhe für mich, Trekkingstöcke kann man als Gestänge nutzen, das senkt noch einmal das Gewicht, winziges Packmaß, gute Verarbeitung. Einziger Nachteil ist, dass es auch abgespannt werden muss.
Ich hoffe aber, dass ich jetzt die eierlegende Wollmilchsau für kurze und lange Touren, egal ob mit Rucksack, Sherpas, Auto, Motorrad, Rad, gefunden habe.
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Re: das leidige zeltproblem...

Beitrag von RENEGADE » Di 9. Jun 2009, 00:08

die "eierlegende Wollmilchsau" bei den Zelten wirds wohl nicht geben. Die schlechte Windeigenschaften bei Tunnelzelten(sollte der Wind dann doch mal drehen) habe ich gar nicht bedacht. Bei meinem Robens lemon light fing es damit an, dass das Innenzelt so stark gespannt war, dass sich das Moskitonetz schon nach zwei Tagen langsam an der Naht löste.Zwei Touren später, beim Alfasee beim Lougavegur fing der Spass erst richtig an. Wir kamen Abends an, schnell noch Zelt aufbauen, da legte der Sturm schon los. Der Wind peitschte von der nahen Anhöhe in regelmäßigen endlos langen Böhen auf unser Zelt. Das Robens ging aus Erfurcht jedesmal in Knie. Wie ein Fetzen Stoff zappelte es richtig an den lächerlichen Sturmleinen. So lagen wir dann die ganze Nacht wach in unseren Schlafsäcken, wobei wir die Zeltdecke regelmäßig mit unseren Nasenspitzen berührten. Am demütigsten war der nöchste Morgen! Wir blieben noch ein bisschen im Zelt ganz nach dem Motto "der Sturm lässt bestimmt gleich nach"...da kam eine Reisegruppe nahe an unserem Zelt vorbei und wircklich jeder brach in schallendes Gelächter aus! es war aber auch ein lustiges Bild: alle Zelte standen mehr oder weniger, nur unseres hing da wie ein Schluck Wasser in der Kurve! Irgenwann rafften wir uns doch auf und verließen den schrecklichen Ort.. Das Zelt war natürlich total im Eimer, ich bekam aber den vollen Kaufpreis zurück. 8)

Das zweite Zelt darf schon etwas mehr kosten, vorrausgesetzt natürlich es hält. Ich habe den Eindruck,dass sich bei circa 300 Euro die Spreu vom Weizen trennt,was die Qualität betrifft. Gewicht spielt keine große Rolle, halten muss es nur. Die schlechten Erfahrungen von Uwe mit Vaude, die vielen Probleme der anderen- die Optimalbedingung für Zelte ist und bleibt der Vorgarten zwischen Gartenzwerge und Rollrasen. :lol: Ich glaube man muss sich von der Vorstellung verabschieden, dass moderne "Ultralight" Zelte lange halten. viele Grüße Florens
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Re: das leidige zeltproblem...

Beitrag von Sigrid » Di 9. Jun 2009, 20:01

Renegade,
hast du meine PN erhalten?
Grüße
Sigrid
The sky maybe falling down, but the stars look good on you ... himininn er að hrynja, en stjörnurnar fara þér vel

Ein paar meiner Bilder gibt´s da -->Flickr
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Uwe
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Re: das leidige zeltproblem...

Beitrag von Uwe » Mi 10. Jun 2009, 17:56

Also ich habe mal eine email zum Iceland Meteorological Office geschickt und heute war die Antwort da. Sie haben mir die Zeiten und Windgeschwindigkeiten von zwei meteorologischen Stationen auf der Reykjanes-Halbinsel zugeschickt. Also zu der Zeit als das Gestaenge meines Zeltes brach, gab es Spitzengeschwindigkeiten von um die 50 km/h. Auf der Windgeschwindigkeiten-Skala heisst dies "starker Wind". Darueber sollte ein 300 Euro teures vaude-Zelt eigentlich lachen oder anfangen sich wohl zu fuehlen :wink: ... naja, eigentlich ... :twisted:

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