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das leidige zeltproblem...

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Bea
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Re: das leidige zeltproblem...

Beitrag von Bea » Fr 22. Sep 2017, 10:18

Wir nutzen seit dem Jahr 2000 das Svalbard von Helsport. Die Konstruktion vereint das Beste aus Kuppel- und Tunnelzelt und hält härtesten Bedingungen stand. Mein mann und ich sind jedes Jahr rund 6 - 8 Wochen in Island, Grönland, Spitzbergen und Nordkanada unterwegs. Ob Orkan, Nässe oder Schnee, das Zelt hat uns noch nie enttäuscht. Verarbeitung und Gestänge sind ebenfalls hervorragend.
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jorcor
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Re: das leidige zeltproblem...

Beitrag von jorcor » So 24. Sep 2017, 15:06

Zelte von Helsport sind auf jeden Fall eine Überlegung wert!
Wir sind nach mehr als einem Jahrzehnt mit einem Familien-Tunnelzelt von Tatonka (Alaska4) vor 3 Jahren zu einem Helsport Fjellheimen X-Trem 4 gewechselt und sind mit der Qualität und Windstabilität sehr zufrieden. Es hat sich in Island, Norwegen und den Alpen bestens bewährt - und rot/gelb auf weissem Schnee sieht ja so schlecht auch nicht aus...
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andi_d
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Re: das leidige zeltproblem...

Beitrag von andi_d » Mi 4. Okt 2017, 20:41

Hallo zusammen,

ich muss euch auch mit meinem Zeltproblem belasten. ich bin auch auf der Suche nach "dem Zelt" für mich.
Einerseits soll es leicht sein, weil ich es meist im oder am Rucksack trage, andererseits soll es auch halbwegs sicher in Island stehen.
Ich muss für mich aber eine vernünftigen Kompromiss finden, da das Zelt meistens im Mittelgebirge im Einsatz sein wird. Es sollte ein 2-Mann Zelt sein. Angesehen habe ich mir das MSR Hubba Hubba (im Internet) und das hätte mir eigentlich ganz gut gepasst. Aber immer wieder habe ich gelesen, dass es für Islands Stürme nicht geeignet sein soll. Ist das wirklich so? Braucht man wirklich gleich ein Hilleberg für mind. das doppelte Geld?
Ich bin im Moment echt etwas ratlos, vielleicht kann mir hier jemand weiterhelfen.

Vielen Dank schon mal.

Andreas
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Uwe
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Re: das leidige zeltproblem...

Beitrag von Uwe » Do 5. Okt 2017, 02:11

Hallo Andi,
andi_d hat geschrieben:Angesehen habe ich mir das MSR Hubba Hubba (im Internet) und das hätte mir eigentlich ganz gut gepasst. Aber immer wieder habe ich gelesen, dass es für Islands Stürme nicht geeignet sein soll. Ist das wirklich so?
ich hatte es in einem anderen Beitrag schon einmal geschrieben – ich sehe das Hubba Hubba von MSR relativ häufig in Island und es scheint seinen Dienst zu tun. Brüche des Zeltgestänges soll es zwar auch schon gegeben haben, aber davor ist kein Zelt sicher, auch wenn es über 1000 € kostet. Aber egal für welches Zelt du dich letztendlich entscheidest, du solltest es vor dem Kauf wenigstens einmal aufbauen und testen, ob es für dich in Frage kommt.
Braucht man wirklich gleich ein Hilleberg für mind. das doppelte Geld?
Die Menge an Zelten von Hilleberg oder Hellsport haben zwar in den letzten Jahren zugenommen (zumindest ist das meine Beobachtung), aber das heißt nicht, dass nur teure Zelte das Wetter in Island überstehen können. Andere Zelte für den halben Preis kommen abenfalls sehr gut durch. Mit meinen beiden aktuellen Zelten (von Vango und MSR) habe ich auch schon mehrere Wochen in Island campiert. Ich bin durchaus zufrieden, aber ich habe auch nach all den Jahren noch kein "perfektes" Zelt (von keiner Firma) für mich gefunden. Es gibt immer wieder Kompromisse, die ich eingehen muss.
Es sollte ein 2-Mann Zelt sein.
Also nach meiner Erfahrung sind alle 2-Personen-Zelte nur geräumige 1-Person-Zelte. Überlegt euch wieviel Gepäck ihr dabei habt und wie viel Stauraum euch im Zelt bzw. unter den Apside zur Verfügung steht.

Uwe
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Re: das leidige zeltproblem...

Beitrag von andi_d » Do 5. Okt 2017, 12:25

Vielen Dank schon mal für die ausführliche Antwort. Da ich in Island alleine im Zelt schlafe passt die Größe sicher. Auch kann ich einen teil des Gepäcks im Auto lassen. Mit dem vorher Aufbauen und Ausprobieren hast du sicher recht, aber ich frage mich gerade wo ich das machen kann. Da muss ich mich mal umschauen bei mir, ob es überhaupt einen Händler gibt, der das Zelt hat.
Einen Kompromiss muss ich sicher eingehen. Mein häufigster Einsatz wird ja trotzdem in den Bergen sein.

Andreas
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Re: das leidige zeltproblem...

Beitrag von Sigrid » Do 5. Okt 2017, 23:05

Hi Andreas,
vielleicht ist das Tadpole von The North Face was für dich?
Grüße
Sigrid
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Ein paar meiner Bilder gibt´s da -->Flickr
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HDK
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Re: das leidige zeltproblem...

Beitrag von HDK » Di 24. Okt 2017, 14:47

nach relativ langer Zeit schaue ich im IS-Forum vorbei, und werde beim Einstieg auf einen aktuellen Beitrag zum Thema "das leidige Zeltproblem" hingewiesen (weil ich in diesem thread schon etwas abgeliefert habe, zuletzt hier).
Welches Zelt soll man anschaffen?
Schwer zu sagen, es gibt so viele, man müsste sie (alle) kennen.

Ich kenne Hilleberg Staika
- leicht aufzustellen
- Kuppel, wie ein Tipi von allen Seiten gleiche Form aufweisend (nur nicht so Kirchtum-artig), folglich egal, wie es im Wind steht

Weitere Zelte, die ich aus eigener Erfahrung kenne, sind nicht mehr erhältlich. Darunter ist ein Rejka-Tunnel, mit dem ich gut zurecht gekommen bin. Mein Jüngster war dieses Jahr mit Freunden in Schottland unterwegs, zu dritt in einem Rejka Antao. Das Zelt ist ein geräumiger Tunnel, gut verarbeitet.
Poppy:
Meine größte Angst ist, dass es uns das Zelt um die Ohren schmeißt.
Es gibt Stürme, da fliegt einem das Zelt um die Ohren, da kann man nix machen. So etwas habe ich Gott sei dank noch nie erlebt in Island. Man kann aber durch sorgfältiges Abspannen die Standfestigkeit erhöhen. Auf Grund eigener Erfahrungen gehe ich seit Jahren so vor: "soso"
.
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Re: das leidige zeltproblem...

Beitrag von Quadreisender » Di 4. Jun 2024, 11:52

Hallo und Guten Tag,

ich bin zwar neu hier im Forum aber in Bezug auf Island ein "Wiederholungstäter"
2004 war im im Juli/August mit einem Lada Niva und dem Salewa Borealis 2 auf der Insel unterwegs.
Das Borealis wir nicht mehr hergestellt ist aber mit vier sich kreuzenden Stangen ein kleines Geodät gewesen
Wind an der Dreki, Regen in Klaustur und Sturm in Skaftafell- hat alles überlebt.
Auf dem Campingplatz Skaftafell lagen damals viele auf ihren Zelten, da sie platt gedrückt waren, es war aber sehr warmer Wind- 23 Grad.

Dieses Jahr fahre ich Mitte / Ende August mit zwei Zelten- einem Redverz Atacama, mit viel Platz.
Es ist als sehr hohes Tunnelzelt sicher sehr windanfällig , aber mit DAC-Gestänge ausgerüstet, ich habe da Stehhöhe drin.
Ich nehme einen Aeronometer mit und entscheide dann nach Wetterbericht, was sich aufbaue, denn als Alternative habe ich das Salewa ''Sierra Leone 3'' dabei. Das ist ebenfalls ein Geodät und bietet als Drei-Personen-Zelt genug Platz für Zwei mit Outdoor-Ausrüstung.

Alles ab 60 kmh Wind werde ich dem Redverz nicht antun, im Sierra Leone habe ich schon in den Alpen bei 90 kmh übernachtet- notfalls buche ich dann eine feste Übernachtung...

Ich fahre mit Quad /ATV und einem kleinen Anhänger, da kann ich mir den Luxus von zwei Zelten platz- und gewichtstechnisch leisten.
Die grobe Route diesmal- Askja, Grimsey, Snaefellsness und im Süden dann eher ''schneller'' zurück, habe drei Wochen Zeit.

Gruss aus der Schweiz, Norman
PolarpicsHH
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Re: das leidige zeltproblem...

Beitrag von PolarpicsHH » Mi 12. Jun 2024, 23:22

Quadreisender hat geschrieben:
Di 4. Jun 2024, 11:52


Dieses Jahr fahre ich Mitte / Ende August mit zwei Zelten- einem Redverz Atacama, mit viel Platz.
Es ist als sehr hohes Tunnelzelt sicher sehr windanfällig , aber mit DAC-Gestänge ausgerüstet, ich habe da Stehhöhe drin.
Ich nehme einen Aeronometer mit und entscheide dann nach Wetterbericht, was sich aufbaue, denn als Alternative habe ich das Salewa ''Sierra Leone 3'' dabei. Das ist ebenfalls ein Geodät und bietet als Drei-Personen-Zelt genug Platz für Zwei mit Outdoor-Ausrüstung.

Einen schönen guten Abend Norman,

ich begrüße Dich hier im Forum. Da ich seit 35 Jahren nur mit Zelt unterwegs bin und diesbezüglich ( auch mit Ausrüstungsspleen schon so manches teure Zelt von allen möglichen namhaften Herstellern zum testen mit dabei hatte ) und auch schon viel gesehen habe, mit welcher Art von mobiler Behausung andere Reisende unterwegs sind ( sowohl Touristen als auch die Einheimischen) würde mich doch folgendes sehr interessieren. Warum zwei so unterschiedliche Zelte, und warum muss es ein so großes Zelt mit Stehhöhe sein.

Da Du ja recht ordentlich motorisiert unterwegs bist und zwei Zelte, welche zusammen ja nun mal auch ordentlich Gewicht und Platz in Anspruch nehmen, mit Dir herumschleppst und weil ich jetzt einfach mal die Vermutung in den Raum werfen möchte, das Du nicht unbedingt auf den letzten Sfr. schauen und sparen musst, warum nicht EIN RICHTIG GUTES ZELT, das Du egal bei welchen Wetterbedingungen leicht aufbauen kannst und das Dir bis auf die Stehhöhe jeden Platzkomfort bietet.

Ich würde da jetzt an ein Hilleberg Keron 3 oder 4 in der GT Variante denken.

Verstehe mich bitte nicht falsch, ich möchte Deine Zeltwahl nicht schlecht reden, ich versuche lediglich Deine Gedankengänge hinter Deiner Material-Entscheidung zu verstehen.

Denn z.B. das HB Keron 4GT ist doch immer noch um Welten kleiner und leichter verpackbar als Deine beiden jetzigen und zudem auch deutlich stabiler und windbeständiger als diese.

Und die Abside des 4GT hat sicherlich keine Stehhöhe, bietet aber doch soviel Platz, das man zu zweit selbst mit viel Ausrüstung trotzdem auch wirklich sehr schlechtes Wetter locker "abwettern" kann.

Ich bin gespannt auf Deine Antwort

Viele Grüße

Polarpics
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