das leidige zeltproblem...

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TOFA
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Re: das leidige zeltproblem...

Beitragvon TOFA » Mi 6. Jul 2016, 16:13

Als olle Frierkatze möchte ich auch noch einen Kommentar zur Zeltfrage geben:

Im Laufe der Letzten 12 Jahre musste ich auch mehrere Zelte erleiden, bis ich endlich die für mich richtigen gefunden habe.
Und neben Stabilität (gutes Gestänge und viiiiiiiele Abspannmöglichkeiten) ist meiner Meinung nach für den Komfort bei lausigem Wetter das Material des Innenzeltes wichtig. Gerade bei den kalten Winden Islands ist es mir sehr negativ aufgefallen, wenn das Innenzelt zu großen Teilen nur aus Moskitonetz besteht. Besser ist z.B. die Hilleberglösung mit dem fast winddichten Material, das sich bei Bedarf per Reißverschluss öffnen lässt. Klar wird das Zelt dadurch schwerer, aber der Komfort steigt enorm. Als Wanderer mit Zelt muss man für sich entscheiden, ob man lieber leicht und schnell unterwegs sein will oder mehr Wert auf eine angenehme Nacht legt... Nach vielen durchlittenen unbequemen isländischen Zeltnächten habe ich mich für letztere Variante entschieden und habe nun eine Kombi aus Zelt, Isomatte und Schlafsack, die mir Freude macht und mir einbisschen Gefühl von Sicherheit unterwegs gibt... My tent is my Castle...
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TobiH
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Re: das leidige zeltproblem...

Beitragvon TobiH » Mi 6. Jul 2016, 16:52

Hallo,
ich möchte mal wieder eine Zeltform ins Rennen werfen die gerne übersehen wird.
Pyramidenförmig.
2 meiner 9 Zelte haben diese Form und beide haben heftige Winde und stärksten Regen über sich ergehen lassen müssen.
Meine beiden können mit einem Wanderstock als zentralem Stab verwendet werden (Gewichtsersparnis).
Dadurch auch keine unter Spannung stehenden gebogenen Stäbe.
Außerdem bietet das Zelt aus allen Richtungen das gleiche Windangriffsprofil. Während Nachbarzelte neu nach dem Wind ausgerichtet wurden(was aufgrund der Windstärke auch schon mal misslang) ist mir die Windrichtung egal.
Der Abstand des Außenzeltes zum Boden kann variiert werden. Mein aktuelles (1 Person) wiegt mit Innenzelt und Heringen 1,2kg.
So sieht das aus
http://fotokiste.net/Pictures/2014Album ... nd_12.html
http://www.fotokiste.net/Fotokiste_V01_ ... richt.html (Seite5,12,33,)

Diesen Sommer muss sich ein aufblasbares Zelt (Heimplanet-Fistral) bewähren. Da ich mit dem Motorrad unterwegs bin spielt das etwas höhere Gewicht und Packmass keine so grosse Rolle. Aufbau und Abbau geht super schnell. Sturm hatt es bisher noch nicht abbekommen nur starken Regen. Mal schauen was das Baltikum und Südfinnland zu bieten hat (ja ich weiß Island liegt in die andere Richtung :D )

Gruß
Tobi
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NeitherErnie
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Re: das leidige zeltproblem...

Beitragvon NeitherErnie » Mi 6. Jul 2016, 22:21

Blacky hat geschrieben:
denbat92 hat geschrieben:Tunnelzelte sind für 3 Jahreszeiten und max. 30cm Schnee.


Was für ein Quatsch. Unterhalte Dich mal mit Leuten, die richtige Wintertouren im Norden machen.
Ach, mich würde so eine Unterhaltung einfach nicht reizen :)

Grüße von Gerpir, diesmal mit dem Akto, oft auch mit dem Allak, im Winter mit dem Nammatj.
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Re: das leidige zeltproblem...

Beitragvon stelan » Do 7. Jul 2016, 00:25

hallo

was haltet ihr von diesem hier?

Rejka Antao III light HC


gruß stefan
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Re: das leidige zeltproblem...

Beitragvon HDK » Do 7. Jul 2016, 02:09

Schau mal auf Seite 24 dieses threads nach. Da habe ich links zu Rejka gesetzt. Ich habe ein Rejka Cataluna Tunnelzelt, gebrauche es zur Zeit nicht mehr. Rejka stellt Zelte mit gutem Preis-Leistungverhältnis her.

Auf der Seite 24 erwähne ich, dass eben dieses Cataluna einen Sturm an der Askja gut überstanden hat. Vielleicht ein paar zusätzliche Details:
... der Sturm hielt 9 Stunden an
... 2 oder 3 Zelte hat es zerlegt
... einige Zelte wurden in den frühen Morgenstunden vorsichtshalber abgebaut

Bildimpressionen hier, bitteschön
Ja, die zwei Tunnelzelte auf den Bildern haben bei Wind auf die Breitseite durchgehalten. Sie waren auch gut abgespannt. Bei dem oft lockeren Boden ist man froh, wenn Steine zum Sichern eingesetzt werden können. Man sieht ja manchmal ganze Stadtmauern um die Zelte.

Vor Jahrzehnten ist es mir nahe der Hekla passiert, dass in einer Sturmnacht durch das stundenlange Rütteln Abspannleinen durchwetzten und auch das Überzelt handtellergroße Löcher aufwies. Ohne Beschweren mit Steinen flogen die Heringe nach wenigen Minuten aus dem sandigen Boden; nur, es gab nicht viele Steine an der Stelle, und was ich vorfand waren abgerundete, extrem raue Steinklöße.

Seitdem gehe ich so vor, wie es hier beschrieben ist. Manchem wird das umständlich bis überflüssig erscheinen. Meinetwegen ...
.

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Re: das leidige zeltproblem...

Beitragvon Monique » So 10. Jul 2016, 09:37

stelan hat geschrieben:hat einer von euch denn erfahrung bei den windstärken in island....
wie hohe windgeschwindigkeiten sollte ein zelt denn da so weckstecken können?
reichen da 50 kmh oder wo würdet ihr da eure untergrenze ziehen


Hier nochmal ein aktuelles Beispiel zu Windgeschwindigkeiten, die vorkommen können und vor denen, wenn sie vorher bekannt sind, auch immer besser gewarnt wird (wenn man die Möglichkeit hat, sich vor Ort online zu informieren). http://www.road.is --> Windböen von 25-35 m/sek --> x3,6 = 90-126 km/h. Der Screenshot ist von heute.

windwarnung.png
Das Wetter auf unseren Touren im Sommer 2018: https://islandauftour.blogspot.com/
http://www.island-erleben.com
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Re: das leidige zeltproblem...

Beitragvon MissPoppy » Fr 15. Sep 2017, 15:05

Dieses "leidige" Zeltproblem ist auch bei uns gerade akut, jedoch wollte ich kein neues Thema eröffnen und hänge meine Frage mal hier ran.

Wir wollen oder besser gesagt wir gehen nächstes Jahr Ende Juli den Laugavegur. Die paar Unterkünfte die wir davor und danach brauchen, habe ich bereits gestern Abend gebucht.
Nun bin ich gerade dabei die Ausrüstungsliste zusammenzustellen, um schon mal Stück für Stück alle so zu besorgen, um voran auch ein paar Wanderungen mit voller Montur in Österreich zu machen.

Mitunter das wichtigste ist außer den Rucksäcken das Zelt würde ich mal meinen und da ist es echt schwer eines zu finden, das vor allem bei Wind in Regen standhält aber auch nicht gerade ein Monatsgehalt verschluckt.
Das es unsere erste richtige Trekkingtour mit Zelt werden wird, möchte ich zwar nicht sparen, aber es auch nicht übertreiben, da ich nicht sagen kann, ob es bei dem einen Mal bleibt oder es uns so gut gefallen wir, das wir das in Zukunft öfter machen werden.

Ich habe mich mal hier durchs Forum, durch einige Blogs, Testberichte und Outdoormagazin gelesen und besonders sturmfest sollen ja Geodät-Zelte sein.

Ich habe da diese Liste gefunden und bin jetzt mal bezüglich der Form hin- und hergerissen. Natürlich soll das Zelt etwas Platz bieten (für 2 Personen) und das Gewicht spielt mitunter auch eine große Rolle. Mein Freund meint es sollte nicht mehr als 5kg haben, wobei ich meine dass das schon sehr schwer ist.

Vielleicht könntet ihr ein bisschen Licht in die Sache bringen. Mir ist vor allem wichtig dass es im Zelt trocken bleibt, es aber notfalls auch bei sehr starkem Wind, was ja in Island nicht selten ist stand hält. Meine größte Angst ist, dass es uns das Zelt um die Ohren schmeißt.

lg Poppy
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Re: das leidige zeltproblem...

Beitragvon MissPoppy » Fr 15. Sep 2017, 15:56

Kennt zufällig jemand das Halos Zero G-Line von Wechsel?
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Re: das leidige zeltproblem...

Beitragvon NeitherErnie » Fr 15. Sep 2017, 17:24

Das Soulo bietet nur einer Person Platz, Saitaris und Keron sind ein wenig schwer oder nicht?
Wenn Du ohnehin bereit bist, 1350-1900 EUR auszugeben, guck Dir mal das Hilleberg Allak an: 3,3 kg für 2 Personen, 2 Apsiden, freistehend und knapp 1000 EUR.
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Re: das leidige zeltproblem...

Beitragvon MissPoppy » Sa 16. Sep 2017, 11:29

NeitherErnie hat geschrieben:Das Soulo bietet nur einer Person Platz, Saitaris und Keron sind ein wenig schwer oder nicht?
Wenn Du ohnehin bereit bist, 1350-1900 EUR auszugeben, guck Dir mal das Hilleberg Allak an: 3,3 kg für 2 Personen, 2 Apsiden, freistehend und knapp 1000 EUR.


Hallo!
Ich habe mich etwas "doof" ausgedrückt. Die Liste hat mich deshalb interessiert, da viele Geodät Zelten angeführt sind und ich mich noch immer frage, welche Form denn die beste ist, damit das Zelt auch bei einem Sturm noch stehen bleibt?
Vom Preis her sollte es jedoch nicht mehr als 600 Euro kosten, da ich nicht weiß wie wir mit dem Zelten klarkommen und wie es uns gefällt. Für einmaliges zelten wären 1000 Euro und mehr schon eine sehr große Investition.

Das Gewicht ist lt. meinem Freund absolut nebensächlich, wobei ich dennoch der Meinung bin, dass 4-5kg das Maximum sind.

lg Poppy

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