Billige Mietwagen - Tipps und Hinweise

Mit eigenem oder gemieteten Auto oder Wohnmobil.
mark01254
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Billige Mietwagen - Tipps und Hinweise

Beitragvon mark01254 » Mi 22. Jan 2014, 20:59

Hallo

Ich habe für Mietwagen-Neulinge ein paar Tipps und Hinweise für die Autoanmietung zusammengestellt. Wenn ihr das hilfreich findet, könnt ihr den Thread auch gerne als Permanent-Thread anheften.

Mietwagenbuchung über das Internet – Tipps und Hinweise

Wenn man im Internet nach Mietwagen sucht, findet man hunderte Seiten und Suchmaschinen, die einem günstigste Angebote zu besten Konditionen anbieten, oft sogar mit kostenloser Stornierung.
Dabei handelt es sich jedoch fast immer um sogenannte Mietwagenbroker, die lediglich Mietwagen der wenigen vor Ort tatsächlich stationierten Mietwagenfirmen vermitteln und diese dank Provision zu günstigeren Preisen anbieten können. Teilweise gibt es sogar Mietwagenbroker-broker, die Mietwagenangebote bei Mietwagenbrokern suchen und vergleichen, einem also den günstigsten Broker suchen.

Man findet darunter oft erstaunlich günstige Angebote, die einen leicht skeptisch werden lassen. Befolgt man jedoch folgende Hinweise, kann man mit den selben Leistungen, die man auch bekommen würde, wenn man direkt bei der Mietwagenfirma bucht, zu einem günstigen Preis buchen:

- Allgemeine Geschäftsbedingungen („Terms & Conditions“) genauestens durchlesen. Sowohl die des Vermittlers, des Vermieters und die der Versicherung (sofern getrennt). Vor allem auch die Stornierungsbedingungen (es zählen die des Vermittlers) prüfen. Manchmal ist zwar die Stornierung kostenlos, es wird aber eine Bearbeitungsgebühr erhoben bzw. allfällige Kreditkartenspesen werden nicht rückerstattet. Unwissenheit schützt vor Strafe nicht!

- Versicherungsleistungen, Bedingungen und die Höhe des Selbstbehalts genau prüfen! Im Zweifelsfall Rücksprache mit einem Experten halten. Es gibt auch Selbstbehaltsversicherungen, die einen vom Selbstbehalt im Schadensfall befreien. Auch hier die Ausschlussgründe beachten! Manche Versicherungen haben ihre Anlaufstellen nicht in D oder Ö, sondern z.B. in England. Im Schadensfall kann es also sein, dass die Abwicklung recht lange dauert und man den Selbstbehalt erst nach langer Zeit rückerstattet bekommt.

- Bestimmte Leistungen werden, sofern nicht anders angegeben, vor Ort bezahlt. Z.B. Zusatzfahrergebühr, Zuschläge für Rückgabe außerhalb der Geschäftszeiten, Zuschläge für Jungfahrer (falls anfallend). Diese sind also NICHT im Angebot des Vermittlers enthalten. Dies ist jedoch immer in den AGB angegeben.

- Mindestalter beachten! Dieses kann beim selben Vermieter pro Fahrzeugkategorie variieren! Geländewagen haben oft ein höheres Mindestalter.

- Im Zweifelsfall immer nachfragen und die Antworten dokumentieren/ausdrucken. Oft ist es einfacher, direkt mit dem Autovermieter in Kontakt zu treten, wenn es um Fragen zu Mietbedingungen oder Zusatzgebühren geht, als dies über den Vermittler-Kundenservice abzuwickeln.

- Genau überprüfen, was bei der Anmietung vor Ort vorgewiesen werden muss. Pass, (EU-)Führerschein und fast immer wird eine auf den Mieter/Fahrer ausgestellte Kreditkarte verlangt. Auf dieser wird in manchen Fällen sofort der Kautionsbetrag (Höhe des Selbstbehaltes) reserviert. Ein nicht ausreichender Kreditrahmen oder fehlende Unterlagen können hier zum Hinderungsgrund werden!

- Zusatzversicherungen abwägen (Sandschäden, Ascheschäden, Glasschäden, Unterbodenschäden, Diebstahlversicherung u.dgl.) - individuell einschätzen. Diebstahlversicherung halte ich auf Island für überflüssig, eine SAAP (Sand&Ash protection) kann in stürmischen Zeiten nützlich sein, sie ist vor der Anmietung günstiger, als direkt am Schalter.

- Vor Ort den Zustand des Fahrzeugs genau kontrollieren. Vorschäden fotografieren und bei der Übergabe bestätigen lassen, sofern dies nicht von selbst geschieht.

- Kein Vermittler und auch kaum ein Vermieter garantiert ein bestimmtes Automodell. Es besteht nur Anspruch auf die gebuchte Fahrzeugkategorie und bestimmte Eigenschaften (Handschaltung/Automatik, Klima, Anzahl der Türen, Allradantrieb u.dgl.) oder ein Upgrade, sofern diese nicht vorhanden ist.


Einige der im Internet vorzufindenden negativen Erfahrungsberichte über Mietwagenfirmen oder Broker resultieren aus der Nichtbeachtung dieser Hinweise. Auch diese Erfahrungsberichte sollte man also danach hinterfragen, ob wirklich ein Verschulden des Vermieters vorlag.
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Re: Billige Mietwagen - Tipps und Hinweise

Beitragvon Monique » Mi 22. Jan 2014, 21:54

Danke für die Zusammenstellung der Hinweis. Ich möchte folgendes ergänzen: Versucht, wenn es möglich ist, den eigentlichen Vermieter herauszufinden. Oft stecken hinter sehr günstigen Angeboten auch Vermieter, die "alte aber gut gewartete Fahrzeuge" vermieten. Das kann (muss nicht!) auch mal ins Auge gehen.
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Re: Billige Mietwagen - Tipps und Hinweise

Beitragvon Rakoul » Sa 19. Mai 2018, 18:57

Hi Mark,

dein Beitrag ist zwar schon einige Zeit alt, aber vielleicht gibt es dich ja noch und du kannst meine Frage beantworten :)

Mir geht es um diesen Absatz:

mark01254 hat geschrieben:
- Zusatzversicherungen abwägen (Sandschäden, Ascheschäden, Glasschäden, Unterbodenschäden, Diebstahlversicherung u.dgl.) - individuell einschätzen. Diebstahlversicherung halte ich auf Island für überflüssig, eine SAAP (Sand&Ash protection) kann in stürmischen Zeiten nützlich sein, sie ist vor der Anmietung günstiger, als direkt am Schalter.



Da stellt sich mir die Frage, ob die Glas- und Unterbodenzusatzversicherungen nicht schon Schäden abdecken, die sonst durch SAAP und GP abgedeckt würden.

Oder vielleicht kann mir sonst jemand mit der Frage helfen :)
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Re: Billige Mietwagen - Tipps und Hinweise

Beitragvon Monique » Mo 21. Mai 2018, 15:57

Vielleicht hilft der Hinweis, dass nicht alle Vermieter alle genannten Versicherungen anbieten. Der eine hat dieses, der andere jenes, ein dritter gibt dem Kind einen anderen Namen. Insofern passiert es nicht zwangsläufig, dass irgendetwas doppelt ist, wobei ich nicht ausschließen will, dass es passieren kann. Du solltest eigentlich immer beim Vermieter nachfragen, was genau welche seiner Versicherungen abdeckt und auf der Basis kannst du entscheiden.

Die Asche- und Sandversicherung, die mangels aschelastigem Vulkanausbruch in den letzten Jahren wieder etwas in den Hintergrund getreten ist (nicht aber die Problematik "heftige Stürme, die sogar den Straßenbelag lösen auf unsanft auf dem Auto absetzen"), ist ein besonderer Fall. Gerade Vulkanausbrüche und die damit einhergehenden Problemchen fallen unter die Kategorie "nicht versicherbares Elementarereignis". Die angebotene "Versicherung" ist auch nicht wirklich eine Versicherung, denn Schäden durch die Vulkanausbrüche sind nicht versicherbar. Es ist im Grunde ein Angebot des Vermieters, den Schaden auf einen Betrag X zu minimieren, statt in voller Höhe dafür gerade stehen zu müssen. Im Gegenzug zahlst du eine Prämie. Die ist pro Tag sehr hoch, da es eben keine Versicherung ist/kein Versicherer dahintersteht und schon gar nicht etwas ist, das weltweit in Massen abgeschlossen wird. Im Schadensfall springt keine Versicherung ein, sondern der Vermieter deckt - einfach ausgedrückt - seine Kosten, auf denen er sitzenbleibt, weil du nur für den Betrag x haftest, durch die Prämien, die alle seine Mietkunden gezahlt haben. Dass er seine Kosten ggf. auch dadurch deckt, dass für diverse Schäden abkassiert, diese aber nicht behoben werden, will ich nicht abstreiten, aber das ist nicht Gegenstand dieser Aussage.

Kurz: Wenn du dir einen Lackschaden oder Fensterschaden einfängst, weil irgendein Vulkan heftig Asche spuckt und du bei mehr alles nettem Wind durch die Asche fährst, dann ist der Vermieter eventuell "geneigt", den Schaden nicht über eine reguläre Versicherung abzuwickeln.

Ich drücke mich bewusst verhalten aus, da ich nicht sagen kann, wie die Vermieter inzwischen reagieren. Die Asche der letzten Ausbrüche tut aktuell nichts mehr, da sie kaum noch vorhanden ist. Es landeten in den letzten Jahren aber immer wieder Fälle in den Medien, bei denen Touristen nach üblen Sandstürmen (und die können halt passieren) mächtig zur Kasse gebeten wurden. Wir reden da von ein paar tausend Euro.

Letzendlich kann dir niemand die Entscheidung abnehmen. Ernsthaft darüber nachdenken würde ich auf jeden Fall nach dem nächsten aschefördernden Vulkanausbruch, denn ich weiß, wie mein Privatwagen nach einer stürmischen Fahrt durch die Asche damals aussah.

Monique
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Re: Billige Mietwagen - Tipps und Hinweise

Beitragvon proIsland » Mi 1. Aug 2018, 22:53

Hallo zusammen,

ich bin gerade auf der Suche nach einen verlässlichen und preiswerten Mietwagenanbieter in Island.
Nach so vielen gelesenen Erfahrungsberichten bin ich sehr unsicher.
Das Auto darf 4-5 Jahre alt sein, sollte aber funktionstüchtig sein.
Die Rückgabe sollte problemlos vonstatten gehen bei vorliegen eines Übernahmeprotokolls.
Ich möchte auch keine Versicherung bei der Abholung aufgeschwatzt bekommen.

Welche Anbieter sind zu empfehlen, welche eher nicht?
Ich freue mich über Rückmeldungen!
Danke!

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