29.05.2024, 15:00 Uhr: Erneuter Vulkanausbruch bei Grindavík! Vulkanausbruch in Ortsnähe - Straßen rund um den Ausbruchsort gesperrt - Weitere Informationen hier im Forum: viewtopic.php?f=42&t=8585&start=160#p63695

Re: Medium Sized SUV im Hochland - Wattiefen Tucson / Qashqai / Sportage / ...

Mit eigenem oder gemieteten Auto oder Wohnmobil.
Benutzeravatar
ChrisSte
Svartifoss-Fischer
Beiträge: 13
Registriert: Fr 24. Nov 2023, 10:11
Wohnort: München

Medium Sized SUV im Hochland - Wattiefen Tucson / Qashqai / Sportage / ...

Beitrag von ChrisSte » Fr 24. Nov 2023, 10:55

Hallo zusammen,
________________________________
erstmal zu mir: ich bin zwar Forums-Neuling, aber kein Island-Neuling! Ich war 2018 19 Tage mit einem 2WD auf der Ring Road und einer Menge 2WD-Schotterpisten außenrum unterwegs und war 2021 dann ein zweites Mal in Island. Damals hatte ich mir einen Jimny gemietet und habe mich ans Hochland gewagt. Gefahren bin ich unter anderem die ganze F550 und zum Langjökull, die (F)35/F347 nach/in Kerlingarfjöll, die F208 Nord und Süd, die F235 zum Jangisjór , die F210 von Südosten bis kurz vor die Holmsá (Rauðibotn), die F206/F207 zu den Laki-Kratern und die wunderschöne Kombination aus F232/F210/F261 am Mælifell vorbei.
Alles war sehr gut im Jimny machbar. Bei der Bláfjallakvísl auf der F261 war es am knappsten, dort bin ich auch ein paar Mal durchgelaufen, bis ich herausgefunden habe, dass etwas unterhalb der Haupt-Furt eine flachere Stelle war, dort war das für den Jimny dann auch kein Problem.
________________________________

Nächsten Sommer steht eine neue Reise an. Ich würde gern zusätzlich zu manchem oben auch endlich mal die F26 fahren und nach Askja fahren wollen (die einfacheren, nicht die F88).
Fakt ist: Das Budget für einen Super Jeep wie einen Defender o.ä. ist nicht da. Nachdem ich nächstes Jahr nicht alleine unterwegs bin, wäre platzmäßig etwas Größeres als der Jimny gut (Camping-Equipment muss mit). Auch wenn der Jimny sich super gemacht hat, hätte ich nichts gegen etwas mehr Wattiefe als die 40cm im Jimny. Vor allem müsste ich diese kennen, um bei Flüssen vor Ort die Lage einzuschätzen. Wenn etwas zu tief ist, dann drehe ich gerne um - ich bin ja letztes Mal auch nicht durch die Hólmsá oder die Syðri–Ófæra gefahren, weil die mir (auch wenn die Ranger mir zu ersterem sogar geraten haben) doch etwas wild erschienen.

Nun gibt es oft Autos wie den Nissan Qashqai oder den Hyundai Tucson, die prinzipiell mal größer sind, allerdings nicht direkt Full Size-AWDs sind. Online liest man hier etwas zu Wattiefen von 45cm (Qashqai) und 50cm (Tucson), was sich gut anhört. Das ist allerdings nicht offiziell, teilweise steht auch etwas von nur 30cm beim Tucson da. Ich habe tatsächlich Hyundai kontaktiert, die sagen, es gibt keine offizielle Angabe dazu beim Tucson (woher kommen dann die Zahlen? Nissan wollte mir bzgl. des Qashqais noch antworten. Ein anderes Auto wäre ein Kia Sportage, wo man auch oft etwas cvon 50cm liest, was für mich echt ausreichend wäre. Aber das sind auch wieder so semi-offizielle Angaben (Das hier ist zumindest auf der offiziellen Kia-Seite, aber es ist im Endeffekt kein technisches Datenblatt: https://www.kia.com/content/dam/kwcms/k ... tobild.pdf).

Dann gibt es auf der anderen Seite Autos wie einen Nissan X-Trail zu mieten, der als "Large SUV" angepriesen wird (und mega teuer ist), aber man liest, dass auch dieser nur eine Wattiefe von 45cm hat. Der fällt allerdings eigentlich auch schon aus dem Budget und wenn der Qashqai die selbe Wattiefe hat, reicht mir der auch.

Die geringere Bodenfreiheit bei Tucson/Sportage würde ich persönlich jetzt eher als wenig relevant einstufen, ich will (und darf) ja nicht offroad fahren, besonders krasse Steigungen sollte es also auch nicht geben.
Ein fehlender Low Range ist natürlich auch schade, aber so wie das 2021 bei mir lief, habe ich nicht das Gefühl, dass dieser zwingend notwendig war.

Also: Ich habe wie gesagt kein Problem damit, wenn ich irgendwann umdrehen muss, weil es nicht mehr weiter geht. Das Wetter spielt ja auch immer eine Rolle. Wir können uns einfach keinen Defender o.ä. leisten. Ich habe mit dem 40cm-Wattiefe-Jimny sehr gute Erfahrungen gemacht, würde aber eben gerne ein klein wenig mehr haben. Eigentlich gerne sowas wie Sportage/Qashqai/Tucson, die auch offiziell meist als "suitable for F roads (excl. F249, F88)" vermietet werden - wenn die nicht plötzlich doch <40cm Wattiefe haben (und es ist echt schwer, verlässliche Infos zu bekommen).

- Was denkt ihr ganz allgemein?
- Hat jemand Angaben zu den Wattiefen?
- Hat jemand Erfahrung mit den Modellen oben im Hochland?
Und es wäre schön, dass die Leute, die am liebsten direkt sagen würden, alles außer Full Size SUV geht nicht im Hochland, nochmal etwas nachdenken, denn der Jimny hat sich 2021 sehr gut gemacht - und ich bin wirklich kein blutiger Anfänger ;)

Viele Grüße
Chris
Benutzeravatar
ChrisSte
Svartifoss-Fischer
Beiträge: 13
Registriert: Fr 24. Nov 2023, 10:11
Wohnort: München

Re: Medium Sized SUV im Hochland - Wattiefen Tucson / Qashqai / Sportage / ...

Beitrag von ChrisSte » Fr 24. Nov 2023, 11:09

PS: Ich habe auch Mietwagenfirmen kontaktiert. Die Angabe zum Kia Sportage war:
"Yes indeed some models have 50cm I would say ours have around 30cm to be safe as some have hybrid batteries. I would advise to look into a Dacia Duster, it is a great car for f Roads, with high ground clearance and any river crossings".
Die 35cm vom Duster finde ich doch etwas wenig, also bin ich mir sehr unsicher, was ich damit anfangen soll. Ich habe auch noch nichts davon gehört, dass eine Hybrid-Batterie die Wattiefe verringert - die sind doch wasserdicht isoliert...
Zuletzt geändert von ChrisSte am Fr 24. Nov 2023, 11:10, insgesamt 1-mal geändert.
guefz
Prophet des Dettifoss
Beiträge: 412
Registriert: Mo 23. Apr 2012, 21:31
Wohnort: Köln
Kontaktdaten:

Re: Medium Sized SUV im Hochland - Wattiefen Tucson / Qashqai / Sportage / ...

Beitrag von guefz » Fr 24. Nov 2023, 21:45

Die Furten an der F26 (2 St. bei Nyidalur) sind stark Wetterabhängig. Bei trockenem, aber warmem Wetter sind sie morgens eher niedrig und nachmittags eher hoch. Auch bei Regenwetter sind die eher hoch. Wenn man von Süd nach Nord fährt, kann man vor den Furten übernachten und dann morgens ganz früh durch, dann hat man auch mit kleineren Fahrzeugen eine Chance.

Die Strecke von Norden zur Askja (F905 + F910) ist nur bei Regenwetter mit tiefen Furten versehen. Die breitere Furt hat normalerweise eine deutlich sichtbare Staukante, an die man sich halten kann. Der direkte Weg kann eher Löcher enthalten, hab da schon mal einen nassen Jimny neben der Furt stehen sehen.

Zu den Fahrzeugen, die zur Auswahl stehen, kann ich nichts sagen, ich war da bislang mit einem höhergelegten VW T4 Syncro unterwegs. Der verkraftet etwa 60cm wenn die Strömung von links kommt...

Bis denn
Günter
SteKlaus
Svartifoss-Fischer
Beiträge: 46
Registriert: Mo 17. Apr 2017, 20:53

Re: Medium Sized SUV im Hochland - Wattiefen Tucson / Qashqai / Sportage / ...

Beitrag von SteKlaus » Fr 24. Nov 2023, 22:16

Ich habe mit keinem der von Dir erwähnten Alternativfahrzeuge Erfahrung, auch ein normaler Defender hat „nur“ 50 cm Wattiefe, also kein großer Unterschied zum Jimmny, allerdings wird von den Isländern immer empfohlen bei höherem Wasserstand nicht mit einem Jimmny zu fahren, da gehts aber auch um aufschwimmen etc, explizit werden dann nur größere Fahrzeuge empfohlen, zB Defender, Landcruiser oder größeres, also auch kein Quashquai, Tuscon, Sportage, die alle als SUVs eingestuft, für F-Pisten zugelassen aber für schwierige Furtbedingungen nicht empfohlen werden, von der Geländegängigkeit dürfte der Jimmny besser sein, sprich ich würde zum Jimmny tendieren und bei tieferem Wasser umkehren, das musst Du bei den anderen vermutlich auch, wenn Du so einen wegen der Größe bräuchtest.
Und die SUVs werden total überschätzt, die F26 bin ich glaub ich 6x gefahren und jedesmal hab ich im Fluss abgesoffene steckengebliebene oder zumindest vollgelaufene SUVs an den 2 tieferen Furten gesehen, selbst bei relativ harmlosen Bedingungen, mit entsetzten Insassen denen teilweise wirklich die Angst noch im Gesicht abzulesen war (ohne Übertreibung)
Deshalb ist die Untersetzung nicht zu unterschätzen, die bringt Dich vielleicht durch die tiefere Furt durch ohne Vollzulaufen weil Du einfach nicht steckenbleibst.
Und der selbst zu bezahlende Schaden ist immens, neben der Selbstgefährdung.
Aber zumindest sind bei den Furten die Ranger nicht weit weg zum Retten.
Benutzeravatar
NeitherErnie
Prophet des Dettifoss
Beiträge: 305
Registriert: Mi 17. Jul 2013, 23:45

Re: Medium Sized SUV im Hochland - Wattiefen Tucson / Qashqai / Sportage / ...

Beitrag von NeitherErnie » Sa 25. Nov 2023, 06:53

Zur Askja via 910 und die Brücken über Kreppa und Jökulsá kann ich nur unterstützen. Geringeres Risiko und tolle Landschaft.
Zwischen Seyðisfjörður und Keflavík liegt nunmal eine kleine unwegsame lnsel namens Ísland (WERner)
Benutzeravatar
ChrisSte
Svartifoss-Fischer
Beiträge: 13
Registriert: Fr 24. Nov 2023, 10:11
Wohnort: München

Re: Medium Sized SUV im Hochland - Wattiefen Tucson / Qashqai / Sportage / ...

Beitrag von ChrisSte » Sa 25. Nov 2023, 14:06

Danke schon mal für eure Antworten.
Wäre natürlich cool, wenn es noch jemand gäbe, der damit auch wirklich schon Erfahrungen gemacht hat - zur Not müssen wir alles in den Jimny quetschen oder aber doch noch zumindest die Kosten des X-Trail überdenken.

Gefühlt hätte ich gesagt, die SUVs sind schwerer als z.B. ein Jimny deshalb unkritischer bzw. Aufschwimmen, aber klar, je größer, desto besser. Aber klar, es ist natürlich immer die Frage, was wie besser ist. Ein Duster ist aber schon eher schlechter einzuordnen, hätte ich jetzt eigentlich gesagt...
Ein Jeep Compass würde ansonsten noch mit in Betracht kommen. Hier hätte man zumindest offizielle Wattiefen-Angaben (406mm bei den zu mietenden - die 483mm-Version gibt es wohl eher nicht). Natürlich auch eher SUV-Klasse, aber zumindest offizielle Angaben.

Viele Grüße
Chris
Benutzeravatar
Raigro
Prophet des Dettifoss
Beiträge: 270
Registriert: So 4. Dez 2011, 21:48

Re: Medium Sized SUV im Hochland - Wattiefen Tucson / Qashqai / Sportage / ...

Beitrag von Raigro » Sa 25. Nov 2023, 18:21

Die Aussage des isländischen Autovermieters zum Duster kann ich insofern bestätigen, dass man die Duster fast überall trifft, also scheint man auch "überall" hin zu kommen :D . Auch bei der Hütte bzw. dem Campground bei der Askja standen überwiegend Duster rum, wobei ich aber nicht weiß, ob die auf der F88 oder F905/F910 gekommen waren.

Ich hatte einen Toyota Hilux mit Pickup Camper, mit dem ich mich sehr wohl fühlte. Die Wattiefe in cm weiß ich aber nicht.
SteKlaus
Svartifoss-Fischer
Beiträge: 46
Registriert: Mo 17. Apr 2017, 20:53

Re: Medium Sized SUV im Hochland - Wattiefen Tucson / Qashqai / Sportage / ...

Beitrag von SteKlaus » Sa 25. Nov 2023, 19:06

Bleib pragmatisch, dass Budget ist ja wohl nicht diskutabel, über die F905/910 kommst Du unter normalen Bedingungen mit Jimny/alternativ SUVs ohne Probleme zur Askja (rel. flache Furten mit akzeptablem Untergrund), an der Dreki Hütte kannst Du die Ranger fragen ob Du mit Deinem Gefährt die F88 unter den aktuellen Tagesbedingungen schaffst (tiefere Furten mit allerdings meist gutem Untergrund)
Die beiden Furten der F26 nördlich von Nyidalur sind heftiger, der Untergrund teils übel (Löcher, Rinnen, große Steine etc), die Tiefe von mäßig bis unpassierbar auch mit Defender o.ä., ist also absolut tagesabhängig, der Jimny mit Untersetzung hat da sicher Vorteile um nicht stecken zu bleiben, bei bestem Wasserstand gehts wahrscheinlich auch mit einem guten SUV, da das Wasser trüb ist unbedingt durchgehen.
Wenn Du von Süden kommst kannst Du an der Hütte fragen ob’s geht, ich hab schon gesehen dass eine Rangerin extra mal vorweg gefahren ist, war ihr wahrscheinlich lieber als ihn rauszuziehen
😉
Auf YouTube gibts ein Video von jemandem der mit SUV durchgefahren ist, sieht dort relativ harmlos aus, ich habs vor Ort anders erlebt. Das schlimmste ein KiaSportage mitten im Fluss bis zum Fenster, Kühler im Wasser, 2 Erwachsene + 2 Kinder völlig durchnässt am rettenden Ufer.
Der ist in einer Rinne steckengeblieben, so tief war es ansonsten gar nicht.
Es hängt also bei Deiner Wahl davon ab wie wichtig Dir die F26 ist.
SteKlaus
Svartifoss-Fischer
Beiträge: 46
Registriert: Mo 17. Apr 2017, 20:53

Re: Medium Sized SUV im Hochland - Wattiefen Tucson / Qashqai / Sportage / ...

Beitrag von SteKlaus » Sa 25. Nov 2023, 19:08

Kleiner Nachtrag, die Sandpiste der F910 vor der Askja kann evtl. schwierig sein (Vorteil Untersetzung)
Benutzeravatar
ChrisSte
Svartifoss-Fischer
Beiträge: 13
Registriert: Fr 24. Nov 2023, 10:11
Wohnort: München

Re: Medium Sized SUV im Hochland - Wattiefen Tucson / Qashqai / Sportage / ...

Beitrag von ChrisSte » Mo 27. Nov 2023, 10:05

Ja, das mit dem Budget ist so eine Sache - Der Nissan X-Trail wäre zur Not noch irgendwie machbar und gilt zumindest bei Blue Car Rental als "Large SUV". Aber er ist halt im Endeffekt ebenso ein SUV wie andere Autos und im Endeffekt ist die Wattiefe mit 45cm (die ist wenigstens offiziell bei Nissan angegeben) auch nicht viel höher als bei anderen SUVs, eine Untersetzung findet man da auch nicht.
Denkt ihr, der X-Trail hat dann überhaupt Vorteile gegenüber einem Qashqai oder Duster? Und ich bin schon bisschen verwirrt, wenn der Duster überall zu finden ist: Hat der doch mehr als 35cm Wattiefe? Ist ja auch nur ein SUV und gefühlt sollten doch Tucson/Qashqai/Sportage besser sein als ein Duster...
Antworten