Hinweise zu Covid-19 in Island

Weltweite Reisewarnung für nicht notwendige, touristische Reisen (für deutsche): Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in das Ausland wird derzeit gewarnt, da weiterhin mit starken drastischen Einschränkungen im internationalen Luft- und Reiseverkehr, weltweiten Einreisebeschränkungen, Quarantänemaßnahmen und der Einschränkung des öffentlichen Lebens in vielen Ländern zu rechnen ist. Dies gilt bis auf weiteres fort, vorerst bis einschließlich 14. Juni 2020.

Auch Island ist vom Corona-Virus betroffen. Informationen zur aktuellen Situation und Hinweise für Reisende gibt es hier: https://www.covid.is/english. Auch im Forum wird laufend berichtet: viewtopic.php?f=2&t=8200. Passt auf euch auf und schützt andere!

Ferienaufenthalt länger als 3 Monate

Flugzeug, Fähre oder Schiff... irgendwie geht es immer nach Island. Welche Möglichkeit ist für mich die Beste?
snaefell
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Re: Ferienaufenthalt länger als 3 Monate

Beitrag von snaefell » Do 1. Dez 2011, 14:00

lena hat geschrieben:Ach gerneklein, er fragt, ob man sich melden muß und eine kennitala beantragen muß, also nach der rechtlichen Situation und da wird er die Antwort bekommen.
Das denke ich halt auch.
lena hat geschrieben: Wobei ich allerdings denke, daß es in Island recht wenig auffällt, wenn man es als Langzeittourist "vergißt". Aber das war ja nicht die Frage.
Darauf würde ich mich nicht verlassen, auch wenn Island da vermutlich weniger Wind macht, als wenn man solche Sachen beispielsweise in den USA macht. Island hat zwei Möglichkeiten ins Land zu kommen - das ist der Flughafen in Keflavik und der Fährhafen in Seydisfjördur. Auch wenn da innerhalb des Schengenraums normalerweise nicht kontrolliert wird, halte ich es für einen Irrglauben, das Passagierlisten nicht überprüft werden. Die norwegischen Hells Angels Mitglieder, die immer mal wieder versuchen einzureisen, werden jedesmal abgefangen - und das sicher nicht, weil die sich vorher anmelden.

Gruss

Christian
snaefell
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Re: Ferienaufenthalt länger als 3 Monate

Beitrag von snaefell » Do 1. Dez 2011, 14:08

gerneklein hat geschrieben: ich empfehle Dir mit den Leuten vom Ahús Kontakt aufzunehmen.
Die werden vermutlich wenig helfen können, da deren Arbeit sich überwiegend an "Einwanderer" in Island richtet.
gerneklein hat geschrieben: Es ist natuerlich auch eine sehr gute Idee direkt mit Auslaenderbehoerde útlendingastofnun zu verhandeln. Sie sind fuer Ihre spontane Hilfsbereitschaft, Unvoreingenommenheit, Freundlichkeit, Schnelligkeit, vorurteilsfreien Denken, praktischen Loesungen und unbuerokratischen Ansatz bei allen Auslaendern in Island aeusserst beliebt und hoch geschaetzt und leisten geradezu selbstlose Arbeit und zeigen extremen Einsatz im Sinne der Auslaender.
Ich weiss zwar nicht, was du so für Probleme mit denen hast/hattest, ich hatte die Male, wo ich mit denen Kontakt hatte, keinerlei Probleme. Verschiedene Kollegen unterschiedlichster Nationalitäten auch nicht. Und ja, mir sind da auch Klagen bekannt.
Für eine verbindliche Auskunft, wie in dem hier vorliegenden Fall zu verfahren ist, sind die zuständig.


Gruss

Christian
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lena
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Re: Ferienaufenthalt länger als 3 Monate

Beitrag von lena » Do 1. Dez 2011, 14:26

snaefell hat geschrieben:Auch wenn da innerhalb des Schengenraums normalerweise nicht kontrolliert wird, halte ich es für einen Irrglauben, das Passagierlisten nicht überprüft werden.
Eine Überprüfung ist sogar gesetzlich geregelt, also zumindest die Aushändigung der Passagierlisten. Nur welche Rolle das für die Erfassung der Aufenthaltsdauer spielen mag?
Ich persönlich finde es aber auch kein so schweres Los, eine kennitala zu beantragen.
snaefell
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Re: Ferienaufenthalt länger als 3 Monate

Beitrag von snaefell » Do 1. Dez 2011, 14:53

lena hat geschrieben: Eine Überprüfung ist sogar gesetzlich geregelt, also zumindest die Aushändigung der Passagierlisten. Nur welche Rolle das für die Erfassung der Aufenthaltsdauer spielen mag?
Das man sehr einfach überprüfen kann, wer sich wann und wie lange in Island aufhält.
lena hat geschrieben: Ich persönlich finde es aber auch kein so schweres Los, eine kennitala zu beantragen.
Ich ja auch nicht. Aber ich habe sowieso eine :-)

Gruss

Christian
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Re: Ferienaufenthalt länger als 3 Monate

Beitrag von gerneklein » Do 1. Dez 2011, 19:05

Ach Lena

danke das Du erklaerst was die offizielle Anlaufstelle ist. Und was Argish gemeint hat - das hatte ich wirklich nicht verstanden.
Und danke fuer die Erklaerung was unverschaemtes Anspruchsdenken ist. Danke. Danke.

Warum laesst Du Argish nicht selbst entscheiden was er macht? Hm, ist er nicht alt genug dazu?

viele Gruesse
Leon
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Re: Ferienaufenthalt länger als 3 Monate

Beitrag von Peter » Do 1. Dez 2011, 19:11

Hm, ist er nicht alt genug dazu?
Ich glaube das reicht heute an Polemik. Danke.
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Re: Ferienaufenthalt länger als 3 Monate

Beitrag von bastianhee » Mo 10. Jul 2017, 15:15

Hallo zusammen,

Auch wenn das Thema hier schon etwas älter ist, wollte ich nochmal meinen Senf dazu geben. Ich hatte in den letzten Tagen nämlich die gleiche Frage wie der Ersteller des Posts. Bedingungen sind auch gleich, sprich reiner Ferienaufenthalt ohne Arbeit unter 6 Monate.

Im Internet findet man ja viele verschiedene Informationen zur Aufenthaltsdauer. Auch auf der offiziellen Seite Þjóðskrá Íslands liest man mal 3 Monate und dass man bei einer Aufenthaltsdauer bis 6 Monate zumindest ein Formular ausfüllen muss und sein Einkommen nachweisen muss.

Ich habe jetzt an die Þjóðskrá geschrieben und folgende Antwort erhalten:

Hello,

No, you do not need to register. But if you will be staying longer than 6 months then you need to be registered and it takes about 10 -12 weeks to day. And the form is on our webzite skra.is and is a form number A-262. A person must always be in Iceland to be registered.


Með kveðju / Best regards


Bis 6 Monate scheint der Aufenthalt also unproblematisch zu sein. Danach muss man sich registrieren lassen.

Auf jeden Fall bin ich jetzt sehr happy, dass es von der Einreise her so unproblematisch ist. :D
Variofahrer
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Re: Ferienaufenthalt länger als 3 Monate

Beitrag von Variofahrer » Do 13. Sep 2018, 13:27

na, das ist doch mal was handfestes! danke! :)
ein aufenthalt zwischen4 und 6 monaten scheint ein graubereich zu sein. ich war ´16 und ´17 ohne probleme knapp 5 monate auf Island. zuvor hatte ich mich bei skra.is per mail erkundigt und sie antworteten, ich solle mir keine sorgen machen und den aufenthalt genießen. aber dem gesetzestext nach muss man wohl einen antrag auf aufenthaltserlaubnis stellen. man muss nachweisen können, dass man über genügend einkommen verfügt. ob nachweis einer KV auch erforderlich ist, weiß ich nicht, da ich diesen antrag bislang nicht gestellt habe.
ob dieser antrag einer unbescholtenen EU-bürgerIn einem bewilligungsprozess unterliegt oder eher eine formsache ist, weiß ich allerdings nicht.
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tuucoe
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Re: Ferienaufenthalt länger als 3 Monate

Beitrag von tuucoe » Mi 19. Feb 2020, 21:56

Hallo alle,

ich bin froh, dass es zu diesem Thema bereits einen Thread gibt, denn passend dazu habe ich eine Frage, die mir seit einigen Tagen Kopfzerbrechen bereitet.
Von den Behörden (skra.is) bekam ich zuletzt keine Antwort. Und bevor ich die Mitarbeiter noch einmal anstupse und auf Antwort bestehe (auf freundliche Art natürlich), schreibe ich hier mein Anliegen - wer weiß, ob nicht vielleicht jemand anderes ähnliches vorhatte bzw., erlebt hat... Nun:
Ab April beabsichtige ich, 6 Monate und 2 Tage Island zu verbringen (im Rahmen einer befristeten Freistellung durch meinen Arbeitgeber in Deutschland). Der Wunschplan sieht so aus:
Die ersten zwei Monate bei isländ. Freunden wohnen und leben
Die letzten vier Monate in der Sommersaison für diese Freunde in Teilzeit arbeiten --> dafür wird mich die Freundin als ihre Arbeitnehmerin anmelden.

Über skra.is fragte ich per mail an, ob es möglich ist, als "individual with private means" anzumelden, um im Sommer von einem isländ. Arbeitgeber zur Arbeitnehmerin umgemeldet zu werden.
Die Antwort war enttäuschend: "No, you can not do that. If you register you as an “ individual with private means “ than you are registered:"
Darauf fragte ich, ob es mir damit absolut untersagt wäre, zu arbeiten.
Wollte mit der Frage einfach nur sichergehen, denn glauben konnte und kann es einfach immer noch nicht, da ich gehört hatte, dass es so einfach wäre für Personen aus Deutschland bzw den EEA/EFTA-Staaten, kleine Saison-Jobs zu machen.
Bisher hat die Dame, mit der ich in 2 Tagen 2-3 Mal hin und her geschrieben hatte, auf diese letzte Frage nicht geantwortet. Vermutlich, weil sie augenrollend dachte, dass sie es mit ihrer letzen Mail schon beantwortet hatte.
Leise habe ich ja gehofft, dass ein paar Tage später jemand anderer aus deren Team antwortet (falls die Mails von mehreren Leuten in einem Ticketsystem bearbeitet werden, wie auf meiner Arbeitsstelle) - und zwar positiv, vielleicht der Laune heraus das gleiche schreibt, wie Variofahrer zu hören bekam: keine Sorgen machen, Aufenthalt genießen....exakt den selben Kommentar hörte ich übrigens von einem isländ. Polizisten, den ich zwecks Dokumentation zu einem kleinen Einpark-Unfall (fragt lieber nicht) rufen musste. Ich solle meine Reise genießen und keine Sorgen machen (und die lose hängende Autoplakette abnehmen, in Kofferraum tun und 4 Wochen ohne fahren).

Die isländ. Freundin, der ich von der Antwort von skra.is erzählt hatte, reagierte ganz entspannt und sagte mir nur, dass das alles, wie wir es planen, schon in Ordnung gehen wird. Jæja...

Was meint ihr? Hat jemand ähnliches mal vorgehabt oder hielt sich knapp über 6 Monate auf - ohne Registrierung - und verließ ohne Konsequenzen das Land?

Grüße,
Tuğba
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Re: Ferienaufenthalt länger als 3 Monate

Beitrag von Sigrid » Do 20. Feb 2020, 19:18

Hi,

werden die beiden Aufenthalte nicht getrennt von einander betrachtet? Also zuerst als Touri und dann als angemeldete Mitarbeiterin mit Kennitala, etc., so dass die 6-Monate-Regelung gar nicht gilt? Oder stehe ich komplett auf dem Schlauch?

Sigrid
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