Ab sofort 800 ISK Eintritt Hverir / Myvatn

Bedrohungen und Maßnahmen zum Schutz der isländischen Natur.
Benutzeravatar
NeitherErnie
Hüter des Gullfoss
Beiträge: 215
Registriert: Mi 17. Jul 2013, 23:45

Re: Ab sofort 800 ISK Eintritt Hverir / Myvatn

Beitrag von NeitherErnie » Fr 20. Jun 2014, 00:01

Von wegen früh morgens führt die Jökulsá á fjöllum weniger Gletscherschmelzwasser... um die Uhrzeit waren einfach noch nicht so viele Touris zum Brunzen am Dettifoss ;)
Zwischen Seyðisfjörður und Keflavík liegt nunmal eine kleine unwegsame lnsel namens Ísland (WERner)
Benutzeravatar
Monique
Plauder-Elfe
Beiträge: 2932
Registriert: So 7. Mai 2006, 16:36
Kontaktdaten:

Re: Ab sofort 800 ISK Eintritt Hverir / Myvatn

Beitrag von Monique » Fr 20. Jun 2014, 09:34

Argish hat geschrieben:Lässt du den Dettifoss weg? :shock:
Yepp, es gibt leider Veranstalter, bei denen auf der 6-Tage-Rundrase der Dettifoss links, äh rechts liegen gelassen wird und deswegen werde ich am Samstag Toilettennot haben, da auch keine Zeit, nach Leirhnjúkur zu fahren, um dort aufs Klo zu gehen :(.
Benutzeravatar
Monique
Plauder-Elfe
Beiträge: 2932
Registriert: So 7. Mai 2006, 16:36
Kontaktdaten:

Re: Ab sofort 800 ISK Eintritt Hverir / Myvatn

Beitrag von Monique » Sa 21. Jun 2014, 23:57

So, wir waren heute mit der Gruppe vor Ort. Ich habe das Thema im Bus ausführlicher angesprochen und dadurch war die Eintrittszahlung dann auch kein Thema. Es fiel aber auf, dass es verdammt leer auf dem Parkplatz war - so leer habe ich es seit langer Zeit dort nicht gesehen. Hatten wir wenigstens Platz und mussten uns nicht um die besten Fotoplätze drängeln :P.

Momentan wird von 8-24 Uhr kassiert. Die Absperrungen sind isländisch einfach.
DSC_5947.jpg
Wer über den Berg Námafjall in das Gebiet wandert, muss nichts zahlen. Auf den Hinweis haben sie ziemlich ungeschickt reagiert, ungefähr so geantwort: Da oben kann man ja schlecht parken, das ist auf der Straße gefährlich und der Weg ist rutschig; das machen bestimmt nicht viele. Ich meinte nur: Wenn einer nicht zahlen will, dann macht er das und da oben kann man durchaus parken und irgendwie ist es schon blöd, wenn hier unten kassiert wird und da oben kommt man umsonst rein.

Toiletten sollen wohl irgendwann bald (wann?) kommen. Es gibt derzeit kein Kombi-Ticket für Leirhnjúkur und Hverir, man muss überall separat 800 kr zahlen. Als Gruppe bekamen wir immerhin 100 kr Nachlass.
Benutzeravatar
inselmensch
Prophet des Dettifoss
Beiträge: 337
Registriert: Di 31. Jul 2012, 20:24

Re: Ab sofort 800 ISK Eintritt Hverir / Myvatn

Beitrag von inselmensch » So 22. Jun 2014, 00:16

Da entstehen dann wohl neue Trampelpfade. :(
Benutzeravatar
Monique
Plauder-Elfe
Beiträge: 2932
Registriert: So 7. Mai 2006, 16:36
Kontaktdaten:

Re: Ab sofort 800 ISK Eintritt Hverir / Myvatn

Beitrag von Monique » So 22. Jun 2014, 09:20

inselmensch hat geschrieben:Da entstehen dann wohl neue Trampelpfade. :(
Das glaube ich nicht unbedingt. Denn es gibt ja vor Ort zwei bereits vorhandene, markierte Wege, die über den Berg führen, da muss man nur einen von gehen. Das ist ja das komische an der Sache. Ich meine, mit unseren großen Gruppen gehen wir die nicht. Wenn es so eine hohe Regenwahrscheinlichkeit wie gestern ist, wird zumindest den oberen Weg auch kaum jemand gehen - ist ja doch mit Zeit und Aufwand verbunden. Aber diese Inkonsequenz passt irgendwie zum gesammten Bild - im März groß ankündigen, dann nichts mehr von sich hören lassen, zum angekündigten Termin (1. Juni) nicht mit der Sache starten, statt dessen aber mit zeitlicher Verzögerung von heute auf morgen und dann außer mit scannbaren Tickets und einer Webseite auf fast nichts vorbereitet sein. Ich war jetzt noch nicht bei Leirhjnúkur, vermute mal, dass sie auch dort nur beim Parkplatz kassieren und dass der Zugang über den regulären Wanderweg von Reykjahlíð normal genutzt werden kann (den ja auf Grund der Dauer auch nicht die Masse wandert).

Die simplen Absperrungen hatten auf mich übrigens eine ganz merkwürdige Wirkung. Sie signalisieren eben genau nicht, dass hier alles verbarrikadiert wird, dass man ausgeschlossen wird. Sie laden genau nicht dazu ein, einen alternativen Schleichweg zu nehmen. Man kann einen Blick auf die Szenerie werfen und entscheiden, was man tut. Man könnte ganz leicht drüber steigen, tut es aber nicht. Ich habe niemanden beobachtet, der auch nur im Ansatz von den Autos an diese kleine Schnur gegangen, verstohlen geschaut hat und drüber gestiegen ist. Alle sind zu den Kassierern. Ich bekam ein Gespräch mit, da fragte jemand, was man denn hier für das Geld sehen könne. Und der Kassierer sagte: "Sie können hier zu den Quellen gehen und hoch auf den Berg." Okay, das hätte er noch ein bisschen ausschmücken können, aber das war dann irgendwie wieder eine typisch isländische Antwort - ehrlich und knapp :).

Über unsere Busfahrer habe ich über zwei Ecken (also: keine Garantie auf diese Aussage) gehört, dass nicht die gesamte Landeigentürmer-Gemeinschaft glücklich mit der Entscheidung der Gebühreneinführung ist, dass wohl nur der Vorstand über diesen Schritt der tatsächlichen Einführung zum jetzigen Zeitpunkt entschieden hat.

Ich habe leider die Broschüre, die sie vor Ort verteilen, gerade nicht vor mir liegen, habe aber in Erinnerung, dass sie dort weitaus geschickter argumentieren als auf der Webseite. Wenn ich es richtig zusammen bekomme, stand dort so ungefähr: Wir, die Landeigentümer von Reykjahlíð, sind stolz, freien Zutritt zu unseren Naturschätzen am Mývatn gewähren zu können. Allerdings haben die Besucherzahlen an drei Stellen ein kritisches Ausmaß angenommen, bei dem wir einschreiten müssen. Deshalb haben wir uns entschieden, dort eine Eintrittsgebühr zu verlangen, um ... (dann ging es glaube ich um die Verbesserung der Infrastruktur vor Ort an diesen drei Stellen).

Dass vor Ort etwas getan werden muss (z. B. Stege bei Hverarönd), um weiter so viele Besucher wie bisher empfangen zu können, unterschreibe ich gerne. Die Frage ist die nach dem Weg. Und da hat Dieter sehr schön geschrieben, dass die (Tourismus) Politik an der Stelle versagt hat. Sie diskutieren seit mindestens zwei Wintern ohne Ergebnisse. Das hätte nicht sein müssen.

Monique
Antworten