Smells like Iceland

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Myceland
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Re: Smells like Iceland

Beitrag von Myceland » Mi 8. Mai 2019, 10:00

Verðandi hat geschrieben:
Di 30. Apr 2019, 21:06

Wir landeten gegen Mitternacht. Das erste, was mir richtig auffiel, war der Geschmack, der saubere Geruch der Luft. Auch heute noch atme ich als erstes nach der Landung ganz tief ein. Am nächsten Tag wollten wir nach Akureyri weiterfliegen. Weitere Erkenntnisse holten uns so ein bisschen auf den Boden der Tatsachen: Der Plan, auf dem Flughafen ein paar Stunden zu pennen, zerschlug sich direkt. Nie wäre ich auf die Idee gekommen, dass der nachts geschlossen wird. Dass Inlandsflüge gar nicht dort starten, wusste ich auch nicht (der Gatte sowieso nicht- Reiseplanung war nicht sein Ding). Also fuhren wir notgedrungen mit dem Flybus nach Reykjavik. Auf der Fahrt starrte ich aus dem Fenster auf die endlosen Lavafelder und spürte, wie sie nach mir griff, die Insel. Wir strandeten als nächstes im BSI. Da ich im Bus mein Kosmetikköfferchen vergessen hatte (damals reiste Frau noch mit sowas), durften wir für eine Stunde ca. im BSI bleiben, bis der Bus wiederkam, mit meinem Köfferchen.
Deine Schilderung erinnert mich sehr an meine erste Islandreise 1999 mit 9-jährigem Kind und Reiterfreundin. Auch ich war völlig überrascht von der Tatsache, dass es
a) zwei Flughäfen gibt, die
b) fast 50 km auseinander liegen und
c) nachts geschlossen sind (damals waren).

Wir haben uns gegen 2 Uhr früh in Reykjavik vor dem Nieselregen in eine Tankstelle geflüchtet, sehr zur Freude diverser Nachtschwärmer. Bis die Tankstellenpächterin ob des Trubels die Polizei rief, die uns netterweise samt Gepäck mitnahmen, uns die letzten Nachtstunden beherbergten, uns morgens mit einem Kaffee weckten und uns ein Taxi zum Domestic Airport riefen. Der Rest der Reise verlief unproblematisch.
Seitdem bin ich, so oft es geht, in Island, entweder für Rundreisen oder Reittouren. Dieses Jahr fahren wir endlich mit dem eigenen Allrad-Wohnmobil für 4 Wochen rüber, in 6 Wochen geht's endlich los.

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Re: Smells like Iceland

Beitrag von Vaðfuglar » Mi 8. Mai 2019, 10:29

Das ist ja ein Polizei-Erlebnis, dass den Titel "die Polizei, Dein Freund und Helfer" wirklich verdient!
Hab Island im Herzen, ob's stürmt oder schneit, ob der Himmel voll Wolken und die Erde voll Leid.
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Re: Smells like Iceland

Beitrag von Myceland » Mi 8. Mai 2019, 10:33

Absolut. Das Kind war gerade mal zwei Tage fieberfrei, ich war schon ziemlich verzweifelt gewesen.
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Re: Smells like Iceland

Beitrag von Soulfari » Mi 8. Mai 2019, 11:10

Ja, das ist das Island, das wir kennen- und lieben gelernt haben 8-)
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Re: Smells like Iceland

Beitrag von Furtenschisser » Mi 10. Jul 2019, 19:49

Bild


Vielen lieben Dank dafür, dass ihr alle diesen Thread so belebt habt. Da habe ich überhaupt nicht mit gerechnet.
Da wo ich mich grade rumtreibe stimmen die Farben auf der Flagge zwar noch nicht so ganz, aber nach Island riecht es schon gewaltig :)
Schöne Grüße aus Þórshavn!



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Re: Smells like Iceland

Beitrag von Ruthw » Mi 10. Jul 2019, 22:44

Ich bin gerade den siebten Sommer in Folge auf Island. Als ich 2013 in Seyðisfjörður ankam, hatte ich das Gefühl, nach Hause zu kommen. Ich war in einem ständigen Hochgefühl. Alles übertraf meine Erwartungen.
Eigentlich wollte ich den ganzen Sommer bleiben, aber nach vier Wochen machte ein schwerer Unfall alle Träume zunichte. Einige der Träume werde ich mir nie mehr erfüllen können, aber sehr viele konnte und kann ich mir noch erfüllen. Das Wichtigste: Ich kann wieder nach Island fahren! Inzwischen versuche ich sogar noch Isländisch zu lernen, was mir hier oft Türen öffnet.
Vor allem die Westmännerinseln sind für mich zu einer zweiten Heimat geworden. Im vergangenen Jahr habe ich meinen 75. Geburtstag dort in einer Lavahöhle gefeiert und ich habe vor, auch den 80. hier zu erleben - die Fähre für nächstes Jahr ist schon gebucht :)

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Re: Smells like Iceland

Beitrag von Ulla » Do 11. Jul 2019, 16:40

Sehr interessant eure Berichte. Hier der meine, auch wenn ich nicht mehr nach Island fahren werde.

Erinnerung an meine 6 Island Reisen
Von Island keine Ahnung, Reykjavik am Ende der Welt für uns. Freunde die wussten, dass wir die Natur lieben und gerne wandern, haben uns auf Island aufmerksam gemacht.
Die erste organisierte Wanderreise war im Juni 2004 vierzehn Tage mit einem deutschen und nicht ganz billigen Reiseunternehmen.
Als Renter die ein bisschen Komfort möchten, kam keine andere Art des Reisens in Betracht.Hier was ich meinen Reisenotizen entnommen habe:
Wir flogen mit Icelandair und fand den kleinen Flughafen (noch nicht ausgebaut)putzig. Heute die Hölle.
Wir wohnten in Gästehäusern und Edda-sowie Fosshotels fast jede Nacht woanders. Mit dem Bus ging es zu unseren jeweilen Wanderzielen, wo wir am Ende der Wanderung wieder abgeholt wurden.

Auf dem Programm stand Golden Circle, Gullfoss Strukkur usw.
Kaum andere Wanderer unterwegs, keine Stege oder ausgebaute Plattformen. Nesjavillir und auf den Valahnukur. Auf der Fahrt nach Porsmörk blieben wir in der Krossá stecken, ein riesiger Traktor zog ihn raus. Wir mußten aber aussteigen und durch die Krossá waten. Das Wasser ging gerade bis eine Hand breit unter das Knie. Weiter nach Landmannalauga, Brennisteinsalda ( sonnig und warm) bunte Berge, im Naturbad gebadet, keine Zelte.In einem alten Bus gab es Kaffee.
Die Spengisandur nach Akureyri mit Sonne und Regen und kurzem Schneeschauer. Aldejafoss, Bot. Garten,Laufas,Godafoss. Husavik ein verschlafenes Dorf.
Abends bis Mitternacht unterwegs mit dem Whale whatching Boot.Halbinsel Tönjes, Asbirgi Schlucht, Hljóðaklettar.Dettifoss alles noch ohne Absperrungen und Selfoss sehr windig. Krafla Gebiet, Umrundung des Kraters, 9 Grad sehr windig.Dimmuborgir und baden in einer uneingefassten noch wilden blauen Lagune ( später Schwimmbad Myvatn).
Hverfjall, Möðrudalur lag einsam, kaum Touristen ( außer uns).Egilsstaðir, Hengifoss,Bootsfahrt auf der Gletscherlagune Jökulsárlón.In Höfdabrekka Sturm und Regen. Hier hat unsere Gruppe (jeder) eine Alaskaweide geflanzt.Initiative des Hoteliers und der Reisegesellschaft. Dyrhólæy, Skogarfoss, Museum. Direktor Pórður Tómasson, spielte für uns auf dem Spinett und sang dann mit uns deutsche Volkslieder. Zum Schluß ein Bummel in Reykjavik und für den Abflug aufstehen um 4 Uhr. Überwiegend hatten wir gutes Wetter. Schön war es und wir dachten hier kommen wir nie wieder hin, weil so zu reisen nicht gerade preiswert war.

Über eine Fernsehdoku bekamen wir dann wieder Lust auf Island, diesmal mit einem isländischen Reiseunternehmen in die Westfjorde. 2007 vom 26.6.bis 8.7 waren wir nur zu siebt. Die reizende isl. Reiseleiterin Ásdís Thoroddsen ( Filmregisseurin s. Wikipedia) sprach wunderbar deutsch und war auch unsere Busfahrerin. Sie machte Reiselleitung als Nebenjob.Das Wetter war die ganze Zeit toll von 15 bis 25 Grad, nur bei Wind war Anorak und Mütze gefragt.Tolle Wanderungen bei denen wir so gut wie keinem Menschen begegnet sind. Wir blieben noch eine Woche alleine in den Westfjorden.
Jetzt hatte uns der Islandvirus erwischt.
Es hieß nun sparen für die nächsten Reisen.

Wir buchten wieder bei dem isl. Reiseunternehmer lt. Prospekt eine 14 tägige Reise für Islandkenner. Das besondere war, dass wir in eine Gruppe (ca. 20 Personen)von Wanderern kamen, die bereits gemeinsam unzählige Islandreisen mit diesem Unternehmen gemacht hatten. Praktisch von den Anfängen des Unternehmens.Der Besitzer, ein Isländer der fließend Deutsch sprach, denn er hatte u.a. in München studiert, führte diese Wandergruppe.

Um die Sache zu verkürzen, wir waren die nächsten vier Reisen 2010, 2011, 2013 und 2015 im Süden, im Norden, im Osten und im Westen und trafen so immer wieder mit den selben Freunden zusammen. Hörður unser Führer und Begleiter hatte natürlich jedes Jahr etwas besonderes geplant und führte uns in unbekannte Winkel fern von jedem Tourismus. Er änderte sogar die Route des Buses, wenn das Wetter in einer anderen Ecke besser war. Die Wanderungen bewegten sich zw. 6-8 Stunden mit Picknicks am Mittag, die er uns zusammen mit dem Busfahrer an den schönsten Plätzen aufbaute. Der letzte Tag gehörte Reykjavik, wo wir uns wieder an die Zivilisation gewöhnen mußten.
Es waren Reisen von denen ich heute noch träume und die ich in meinen Filmen und Fotos festgehalten habe. So kann ich mich damit immer wieder nach Island beamen, denn inzwischen macht sich das Alter bemerkbar und die Knie wollen nicht mehr so recht. Ich entschuldige mich, dass es 2004 etwas durcheinander geht oder falsch geschrieben ist.
Gruss Ulla
Marcus
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Re: Smells like Iceland

Beitrag von Marcus » Mi 17. Jul 2019, 11:21

Ich kann nicht viel sagen fahre im September das erste mal nach Island....freue mich total...werde in Eyrarbakki absteigen und von da aus die Südküste erkunden. Die Hot Spots sind meine und werde die ein oder andere Piste mal abseits fahren....bin echt gespannt . Island war immer schon ein Traum von mir :-) Mal gucken ob es so bleibt hi hi hi
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NeitherErnie
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Re: Smells like Iceland

Beitrag von NeitherErnie » Mi 17. Jul 2019, 16:14

Marcus hat geschrieben:
Mi 17. Jul 2019, 11:21
werde die ein oder andere Piste mal abseits fahren
Du meinst vermutlich, daß Du mal die eine oder andere Stichstraße von der Ringstraße ab fahren wirst? ;-)
Zwischen Seyðisfjörður und Keflavík liegt nunmal eine kleine unwegsame lnsel namens Ísland (WERner)
Marcus
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Re: Smells like Iceland

Beitrag von Marcus » Do 18. Jul 2019, 11:56

NeitherErnie hat geschrieben:
Mi 17. Jul 2019, 16:14
Marcus hat geschrieben:
Mi 17. Jul 2019, 11:21
werde die ein oder andere Piste mal abseits fahren
Du meinst vermutlich, daß Du mal die eine oder andere Stichstraße von der Ringstraße ab fahren wirst? ;-)
Genau das !!! :D
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