Hinweise zu Covid-19 in Island

Weltweite Reisewarnung für nicht notwendige, touristische Reisen (für deutsche): Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in das Ausland wird derzeit gewarnt, da weiterhin mit starken drastischen Einschränkungen im internationalen Luft- und Reiseverkehr, weltweiten Einreisebeschränkungen, Quarantänemaßnahmen und der Einschränkung des öffentlichen Lebens in vielen Ländern zu rechnen ist. Dies gilt bis auf weiteres fort, vorerst bis einschließlich 14. Juni 2020.

Auch Island ist vom Corona-Virus betroffen. Informationen zur aktuellen Situation und Hinweise für Reisende gibt es hier: https://www.covid.is/english. Auch im Forum wird laufend berichtet: viewtopic.php?f=2&t=8200. Passt auf euch auf und schützt andere!

Hornstrandir - vorbei an Drangajökull - über Hraun zur -635- ...

Erfahrungsaustausch mal ausführlich.
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Wilhelm
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Re: Hornstrandir - vorbei an Drangajökull - über Hraun zur -635- ...

Beitrag von Wilhelm » Mi 18. Sep 2019, 20:03

Hallo Uwe!
also: Furten … halt durch den Bach :-) … Von der Breite waren es aber schon 3-4 m direkt an der Stelle, wo das Wasser nahe dem Meer mündet.
Mit der Kaskade meine ich die Stelle, wo man an dem Seil hinauf muss. Zu mein er Zeit floss zur linken Seite ein kleiner Wasserfall. Aber wenn man eh nasse Füße hat, dann kann man unmittelbar neben der Kletterstrecke wirklich ganz einfach hinaufgelangen.
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Wilhelm
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Re: Hornstrandir - vorbei an Drangajökull - über Hraun zur -635- ...

Beitrag von Wilhelm » Mi 18. Sep 2019, 20:05

Ach Mist, dass ich immer mal links mit rechts verwechsel, der kleine Wasserfall war natürlich rechts von der Kletterstelle.
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Uwe
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Re: Hornstrandir - vorbei an Drangajökull - über Hraun zur -635- ...

Beitrag von Uwe » Do 19. Sep 2019, 00:48

Wilhelm hat geschrieben:
Mi 18. Sep 2019, 20:03
Hallo Uwe!
also: Furten … halt durch den Bach :-) … Von der Breite waren es aber schon 3-4 m direkt an der Stelle, wo das Wasser nahe dem Meer mündet.
Meine Frage bezog sich eigentlich auf die Tiefe des Baches. Also war der Bach so tief, dass du deine Schuhe ausziehen musstest?
Mit der Kaskade meine ich die Stelle, wo man an dem Seil hinauf muss. Zu mein er Zeit floss zur linken Seite ein kleiner Wasserfall. Aber wenn man eh nasse Füße hat, dann kann man unmittelbar neben der Kletterstrecke wirklich ganz einfach hinaufgelangen.
Ich erlaube mir mal in deinen Bericht zwei Fotos von mir hochzuladen. Das ist doch jene Stelle, die du meinst, richtig? Eigentlich gibt es doch nur diese eine Stelle, um auf die andere Seite zu gelangen. Vielleicht reden wir nur aneinander vorbei, aber welche Stelle meinst du genau, wo du besser noch oben gekraxelt wärst? Meines Erachtens ist das Seil ohnehin v.a. für jene Wanderer gedacht, die aus der anderen Richtung kommen, damit sie den kleinen Geröllhang besser hinunter gelangen.

Ansonsten danke ich dir schon mal für deinen kleinen Bericht!

Uwe
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Wilhelm
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Re: Hornstrandir - vorbei an Drangajökull - über Hraun zur -635- ...

Beitrag von Wilhelm » Do 19. Sep 2019, 04:57

Hallo Uwe!
Also den Bach wollte ich erst bei dem alten Blechgefäß trockenen Fußes überschreiten, klappte aber nicht, Zuviel Wasser, ja weiter unten Richtung Strand musste ich die Schuhe ausziehen. Das Wasser wäre da schon in die Schuhe gelaufen ...
Genau, die Stelle bei den Felsen meine ich.
In deinem untersten Bild hing das Seil linksseitig und dort wo du stehst dümpelte ein kleiner Wasserfall vor sich hin. Also wie es bei dir zu sehen ist, überschreitet man sonst den Abschnitt ohnehin rechtsseits.
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Re: Hornstrandir - vorbei an Drangajökull - über Hraun zur -635- ...

Beitrag von Uwe » Do 19. Sep 2019, 12:07

Wilhelm hat geschrieben:
Do 19. Sep 2019, 04:57
Also den Bach wollte ich erst bei dem alten Blechgefäß trockenen Fußes überschreiten, klappte aber nicht, Zuviel Wasser, ja weiter unten Richtung Strand musste ich die Schuhe ausziehen. Das Wasser wäre da schon in die Schuhe gelaufen ...
Genau, die Stelle bei den Felsen meine ich.
In deinem untersten Bild hing das Seil linksseitig und dort wo du stehst dümpelte ein kleiner Wasserfall vor sich hin. Also wie es bei dir zu sehen ist, überschreitet man sonst den Abschnitt ohnehin rechtsseits.
Danke für die Erklärungen. Jetzt weiß ich was du meintest. Wie schon mal erwähnt bin ich zwei Mal dort vorbeigewandert und hatte kein Schmelzwasser an dieser Stelle. Den Bach bei Kjaransvík musste ich ebenfalls noch nie furten, sondern konnte ihn immer irgendwie überspringen. Darf ich noch fragen wann du genau dort gewandert bist - Mitte/Ende August?

Uwe

P.S.: Ich freue mich schon auf die Fortsetzung deines Berichtes. :)
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Re: Hornstrandir - vorbei an Drangajökull - über Hraun zur -635- ...

Beitrag von Wilhelm » Do 19. Sep 2019, 15:22

Hallo Uwe!
Natürlich darfst du das fragen, ich bin den Weg am 22.8.19 gegangen. Nein, Schmelzwasser war hier nicht im Spiel, es hatte hier im Vorfeld ziemlich anhaltende Regenfälle gegeben. Das kann eigentlich nur der einzige Grund sein. Ich bin übrigens beim Überspringen von Bächen nicht kleinlich, was Wanderfreunden von mir durchaus bekannt ist. Und bei Höhlentouren anderswo auf der Welt, geht's oft generell mit Schuhen durch Wasser und Schlamm :lol:
Freut mich aber sehr, dass es statistisch auf dieser Strecke von der Trockenheit her allgemein besser ausschaut ;)
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Beitrag von Wilhelm » Do 19. Sep 2019, 15:47

So, nun aber Butter bei die Fische und weiter mit dem Reisebericht:
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Morgenstimmung in Höfn. Ich hatte mich bei Zeiten aus den Schlafsack begeben, denn an diesem Tag wollte ich es bis Smidjuvík schaffen.
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Man durchschreitet das weite Schwemmtal fast bis zum Anstieg des nächsten Berges, um zuvor noch die Hafnarós zu furten. Das Foto wurde nach der Furt gemacht. Auf dem ersten Blick schien die Furt so olala ?! Da ich ein Mensch mit langen Beinen bin, so langte das Wasser hier bis mittig der Oberschenkel. Das Wasser war relativ klar und man konnte die Tritte gut ausmachen. Beeindruckend fand ich persönlich, wie weit talhochwärts noch diese riesigen angeschwemmten Baumstämme vorzufinden waren. Fast nicht vorstellbar, dass die Wellen wahrscheinlich bei aussergewöhnlichen wetterbedingten Fluten so weit vordringen. Krass :shock:
Auf dem Zeltplatz bei Höfn hatte ich dann den letzten menschlichen Kontakt. Bis hinüber über Hraun begegnete ich erst am Bauernhof Laugarholt den ersten Einheimischen. Für gestresste Altenpfleger wie mich ist das ein Traum!!! Niemand ruft, keiner klingelt, keine Sitzung, kein menschen-gemachter Stress … also schlichtweg eine Seelenkur der ersten Klasse :lol:
Auch interessant die Alternativlosigkeit des Rückwegs. In vielen Gebirgen kannst du links oder rechts absteigen, kommst immer irgendwo an eine Strasse … Hier nicht! … Auch das mit dem Null-Telefonkontakt bis hinauf auf Hraun gab der ganzen Sache noch das i-Tüpfelchen des Besonderen. Teilweise erinnerte ich mich hier zurück an diese Adventure-Computerspiele Myst oder Riven, da wanderst du durch völlig verrückte Inselwelten und bekommt ewig Niemanden zu Gesicht :shock: ... aber das hier, diese Strecke war dann gelebte Realität.
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Beitrag von Wilhelm » Do 19. Sep 2019, 16:07

Mit dem Anstieg zum Kýrskard endet dann auch alle Sicht, was sich leider auch bis Látravík nicht änderte. Hier verfestigten sich die vom Atlantik kommenden feuchten Luftmassen mit zunehmender Stetigkeit. Häufig von eher leichten Nieselregen begleitet.
isa032.jpg
Der Leuchtturm bei Látravík. Schade, hier waren mir viele schöne Schnappschüsse verwehrt. Auch hier war alles verlassen ... bis auf ...
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… dieser neugierige und beinahe zahme Polarfuchs. Kam man ihm zu nah (3-4 m), so nahm er zunächst Reisaus, um plötzlich wieder hinter einem zu stehen :lol: ... ein wahrer Fuchs eben.
In dem von mir erwähnten Buch über die Nordpolexpedition beschreibt man den Polarfuchs wie folgt: "... Der europäische Fuchs verabscheut die Nähe des Menschen, der grönländische dagegen sucht harmlos und ohne Mißtrauen seine Gesellschaft; überall hofft er von ihm zu profitieren. Er drückt ihm zuerst, nach stattgehabtem Jagdglück, seine Bewunderung dadurch aus, daß er sich beeilt, von der Beute mitzugenießen. Er sieht nichts Arges darin, einen Renthierschinken Nachts vom Schlitten zu zerren und fortzuschleppen; in ehrerbietiger Entfernung begleitet er seinen mächtigen Gönner auf Jagd und Schlittenreisen und benutzt dessen Schlaf zur Eröffnung, Visitation und Plünderung der mitgeführten Proviantsäcke. …" :mrgreen: :lol:
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Beitrag von Wilhelm » Do 19. Sep 2019, 16:28

Von Látravík setzte ich dann meine Tour fort. Die Anstiege waren ab da eher mäßig und leicht zu begehen.
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Die kleine Bucht bei Drifandi. Ich weis nicht wie ich es passend ausdrücken soll, aber diesen Ort hatte ich echt ins Herz geschlossen: die schönen felsigen Aussichtspunkte auf einige Mövenkolonien, die kleine Bucht mit direktem Zugang zum Meer, … es war irgendwie wie Liebe auf dem ersten Blick. Ich wusste zwar nicht wie schön es bei Smidjuvík sein würde, aber Plan ist Plan. Aber sollte ich jemals erneut diese Strecke laufen dann ist es "Plan" hier das Zelt aufzuschlagen.

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Schnappschuss der Mövenkolonie. Ist es die Gattung "larus argentatus" oder aber "rissa tridactyla"? Der durchgehenden schwarzen Zeichnung der Flügellinie nach vermute ich letztere. Vielleicht haben wir hier einen Vogelspezialisten?

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Der weitere Verlauf des Weges schlängelt sich über einen zumeist gut sichtbaren Pfad immer an der Steilküste entlang bis hinüber nach Smidjuvík. Hier an dieser Stelle gibt es unmittelbar am und unter dem Pfad einen Fuchsbau. Die Fähe rief noch ihre Jungen beisammen und dann türmten sie die steile Schlucht hinunter bis ans Meer. "Uff, was für kleine Alpinisten" … dachte ich so.

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Rund um dem Fuchsbau sah es aus wie auf einem Schlachtfeld, Flügel und Federn überall :mrgreen:
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Beitrag von Wilhelm » Do 19. Sep 2019, 16:52

isa038.jpg
Kurz vor Smidjuvík dann dieser schöne Wasserfall, die Drifandisá …
Im weiteren Verlauf zog wieder dichter Nebel auf und ich wäre beinahe nur wenige Meter am Zeltplatz von Smidjuvík vorbeigegangen. Kurzer Kontrollblick auf Maps 3 D sagte mir aber, du bist ganz in der Nähe :idea:

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Smidjuvík … am nächsten Morgen schaut das Wetter nicht wesentlich besser aus. Und ich kann sagen, dieser Ort hat für mich nicht den Reiz von Drifandi.

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Auf dem Pass bei Smidjuvíkurháls ... Man glaubt es nicht, die Wolken reissen auf :o
Der Blick geht gen Nordwest … der hohe Berg rechts der Bildmitte könnte der 632 m hohe Snókafjall sein. Aber sicher bin ich mir da nicht.

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Und Blick vom gleichen Pass in die andere Richtung ... Der Weg führt zunächst wieder ganz hinunter ins Tal bis auf Meereshöhe um dann wieder gegenüber emporzusteigen. Dort verläuft der Weg genau zwischen den beiden Gipfeln von Skardsfjall (linker Gipfel 502 m; rechter Gipfel 366). Auf der Karte ist diese Passage als Göngumannaskörd gekennzeichnet.
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