Gletscherlauf in der Skaftá

... und andere -logien.
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marled
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Re: Gletscherlauf in der Skaftá

Beitragvon marled » Di 7. Aug 2018, 10:05

Ich bin auch immer froh, wenn ich wieder von der Insel komme ohne so dramatische Ereignisse. Ja, 2011 ist mir auch in bester Erinnerung, weil die Holländer in unserem Gästehaus völlig von der Rolle waren, weil sie am nächsten Tag in Keflavik sein mussten um ihr Auto abzugeben und ihren Flug zu kriegen. Das geht dann schon ins Geld und die prickelnde Aufregung weicht ganz schnell profanen Ängsten.
Aber leider wird dieses Abenteuerfeeling so stark auf Island projeziert, dass sich viele so ein Ereignis quasi herbeisehen.
Marled
Surtur
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Re: Gletscherlauf in der Skaftá

Beitragvon Surtur » Di 7. Aug 2018, 11:22

Wenn man vom Teufel spricht - heute morgen wurde die Ringstraße im Süden gesperrt :twisted:
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Monique
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Re: Gletscherlauf in der Skaftá

Beitragvon Monique » Di 7. Aug 2018, 14:58

Die 1 war gestern schon gesperrt und für bestimmte Fahrzeuge auch gestern schon wieder freigegeben worden. In diesem Artikel wird das Problem, das man auf dem 1 km langen, betroffenen Teilstück hat, beschrieben und bebildert: http://icelandreview.com/news/2018/08/0 ... -continues. Busse und Fahrzeuge mit genügend Unterbodenfreiheit bzw. "Schwimmfähigkeit" ;) dürfen fahren.

Was das "Herbeisehnen" oder den Umgang mit so einer Sache angeht: Ich fand das Ereignis 2011 vor allem in einer Hinsicht unglaublich beeindruckend: Nämlich mit welchem Improvisationstalent die Isländer herangegangen sind, um den Verkehr am Laufen zu halten. Das Hin- und Herschaffen der Mietwagen an die spontan geschaffenen Hochland-Mietwagenstationen, der "Fährservice" von PKW über den Fluss Múlakvísl und nicht zuletzt die Tatsache, dass sie es damals binnen 1 Woche (!) geschafft hatten, die Straße mittels einer Ersatzbrücke wieder zu flicken. Auch als letztes Jahr im September die heftigen Regenfälle im Südosten und Osten Straßen und Brücken beschädigten, waren sie sehr schnell dabei, alles möglichst schnell wieder ans Laufen zu bringen. Ich sah die Fähre gen Dänemark damals schon ohne mich abfahren. Gut, dann wäre das eben so gewesen. Am Ende waren die Isländer fix genug, dass ich die eine zertörte Stelle doch noch passieren konnte. Für mich gehören solche Ereignisse einfach dazu - sie passieren hier. Die Frage ist, wie man damit umgeht ... da braucht es an der einen oder anderen Stelle halt die isländische Gelassenheit. Und die haben viele Reisende eher nicht.

Ich gebe zu, ich benutze solche Ereignisse auf den Touren durchaus und "spiele" mit möglichen Szenarien, um gerade meine deutschen Gäste ein klein wenig von ihrer Rund-um-versichert-Mentalität herunterzuholen. Nur ein klein wenig die Augen dafür öffnen, was möglich ist und dass es dann eben nicht in 5 min vorbei ist. Meine nächste Runde startet jedoch über den Norden, so dass wir die Auswirkungen des Gletscherlaufes am Sonntag dann vermutlich nur noch am Rande sehen werden.

Monique
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Chevyartictruck
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Re: Gletscherlauf in der Skaftá

Beitragvon Chevyartictruck » Fr 10. Aug 2018, 13:54

....was ne Furt :o und ich bin hier :lol:

....hoffentlich lassen die das so ;)

gruß Chevy
wer immer nur brav ist, wird nie erwachsen!
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Re: Gletscherlauf in der Skaftá

Beitragvon Monique » Fr 10. Aug 2018, 21:45

Chevy, auf der Ringstraße durchs Wasser zu fahren, ist doch gar nicht dein Stil :twisted: :lol:.
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michaelj
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Re: Gletscherlauf in der Skaftá

Beitragvon michaelj » So 19. Aug 2018, 01:01

waren zu der zeit von skaftafel bis zum graenalon gekommen und wollten dann rueberkommen bis nach langisjór. also haetten wir den skafta so ja noch gesehen
haben aber schon keine furt um den graenalon am 4-5 august gefunden, auch wenn wir die gletscher haetten nehmen konnen am naechstens tag, hat der sturm uns den rest gegeben.

wir haben uns fuer den 4 tage rueckweg nach skaftafel entschieden. sicher ist sicher und die natur eben gewaltig.

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