Island mit 2-Jähriger

Was soll man zuerst besuchen? Welche Pflanzen wachsen wo? Wo sind die Highlights? Gibt es Geheimtipps? Wie heisst dieses Tier?
Binicool
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Island mit 2-Jähriger

Beitrag von Binicool » Mo 10. Dez 2018, 13:58

Liebe Community,

wir überlegen nächsten August für ca. 2 Wochen das erste Mal nach Island zu fahren. Früher hätten wir uns mit dem Mietwagen einfach auf den Weg rund um Island gemacht. Rundreise-erprobt waren tausende Kilometer zu fahren für uns kein Problem - getreu dem Motto "Der Weg ist das Ziel."

Doch mittlerweile sind wir zu Dritt ... und natürlich ist eine Reise ohne unsere kleine Tochter undenkbar. :) Diese wird im August ca. 2 3/4 Jahre alt sein - und wir sind nun unschlüssig ob Island da das richtige ist. Natürlich ist uns klar, dass unser Interesse 'möglichst viel von einem Land in einem Urlaub mitzunehmen' mit ihr nicht geht, da ja auch sie Freude an der Reise haben soll. Daher hätten wir ein paar Fragen und freuen uns über Rückmeldungen.

Eckpunkte: Wir wollen zumindest ein paar Highlights (okay - so viele wie mit Kleinkind machbar ;) ) des Landes mitnehmen, denken aber, dass eine Reise rund um die Insel zu viel wird (Distanzen). Wir möchten unserem Mädchen nämlich nicht zumuten jeden Tag stundenlang im Auto zu sitzen und sich jeden Tag auf eine neue Unterkunft einzustellen. Wir überlegen daher immer 2-4 Nächte in einer Unterkunft einzuplanen und von dort Ausflüge zu machen/weiter zu fahren. Die Fahrzeit soll dabei rund 2 Stunden nicht wirklich überschreiten (Ausnahmetage mit längern Strecken gehen natürlich 2-3 Mal, v.a. da unsere Kleine hier echt problemlos ist).

- Zahlt es sich aus nur im Süden und Westen (also eher rund um die Hauptstadt) zu bleiben oder verpasst man zuviel?
- Selbst wenn man sich nicht rund um die Insel bewegt, sind Ausflüge von fixen Unterkünften möglich oder werden auch hier die Fahrzeiten (weil doch weit, keine Autobahnen, Hin- und Rückfahrt) zu lange?
- Hat wer Erfahrung mit einer Islandreise mit einem Kind in dem Alter? Sie ist natürlich kein Baby mehr, das pflegeleicht alles mitmacht und auch kein größeres Kind, dass Landschaft und Co. spannend finden könnte.
- Weitere Tipps, Ideen und Anregungen jederzeit gerne.

Liebe Grüße,
S.

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Uwe
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Re: Island mit 2-Jähriger

Beitrag von Uwe » Di 11. Dez 2018, 01:52

Hallo Binicool,
willkommen im Forum.
Gleich als Erstes möchte ich sagen, dass ich euch zu dieser Islandreise weder raten noch abraten möchte, denn das sollte ganz eure Entscheidung bleiben. Einerseits sehe ich an dem was du schreibst, dass ihr euch schon an das Tempo eurer Tochter halten wollt. Andererseits frage ich mich, warum ihr nicht noch ein paar Jahre wartet, bis euer Kind auch etwas von dieser Reise hat. Persönlich betrachte ich Island als Land zum Wandern und zum Baden. Wandern dürfte bei euch vermutlich eine eher untergeordnete Rolle spielen. Wenn eure Tochter aber gerne ins Schwimmbad geht, dann werdet ihr ganz sicher eine großartige Zeit haben. Aber es kann auch passieren, dass eure Tochter dann jedes Jahr nach Island möchte. ;-)

Aber nun zu eurer Tour. Ich denke das beide Varianten möglich sind: ihr könnt einmal um die Insel fahren und ihr könnet euch auf den Süden und Westen fokussieren. Persönlich würde ich wohl nicht mehr als zwei Nächte irgendwo bleiben, aber das ist wirklich Ansichtssache und hängt davon ab was ihr unternehmen wollt. Glaubt ihr wirklich, dass eure Tochter ein Problem mit dem häufigen Wechsel von Unterkünften hat? Wenn ich die Wahl hätte, würde ich wohl im Süden bleiben. D.h. also bis zum Jökulsárlón fahren und anschließend wieder zurück. Die Halbinsel Reykjanes würde ich auf jeden Fall mit einschließen und ggf. auch die Halbinsel Snæfellsnes.


Uwe
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Monique
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Re: Island mit 2-Jähriger

Beitrag von Monique » Di 11. Dez 2018, 13:43

Vielleicht antwortet noch jemand, der mit Kind in dem Alter schon mal auf der Insel war. Ich war es nicht, habe "nur" hin und wieder Eltern mit Kleinkindern in diesem Alter erlebt / gesehen. Das jüngste Kind in meinen Gruppen war mal 4.

Ich denke, es ist keine Pauschalantwort möglich. Es wird von eurer bisherigen Reiseart, dem was ihr sehen/unternehmen wollt, davon wie eure Tochter so drauf ist, etc. abhängen. Insofern gebe ich euch einfach ein paar islandbezogene Fragen und Denkanstöße mit auf den Weg. Entscheiden müsst ihr ganz allein ;).

Standortreise vs. Rundreise
Für mich ist und bleibt Island ein Rundreiseland. Wer nicht übers Hochland möchte bzw. kann (Stichwort: Schotterpisten, 4x4, langsames Vorankommen), ist auf die Ringstraße angewiesen, die einmal um die Insel führt. Nun ist Island nicht so groß, so dass man es in einem Urlaub durchaus schafft, die Insel zu umrunden. Die klassischen Sehenswürdigkeiten, die immer wieder als Fotos auftauchen, konzentrieren sich im Süden, Südwesten, Westen, Norden, einige im Osten. Für mich sind der Osten ab Höfn nordwärts, der Nordosten und der Nordwesten eher Durchreisestrecken, wenngleich es auch dort Sehenswertes gibt. Aber bei durchschnittlich 1-2 Wochen Reisezeit muss man Mut zur Lücke haben. Fazit: Rund um die Insel gibt es etwas zu sehen, so dass eine Rundreise lohnt.
Konzentriert man sich auf wenige Standorte, fährt man jeden Tag bestimmte Strecken immer und immer wieder und das kann sich ziehen. Selten sind Rundfahrten möglich, da es nur wenige Runden gibt. Als Reiseleiterin übernehmen ich z. B. das Führen von Standortreisen ab Reykjavík nur in absoluten Ausnahmefällen, weil mich die tägliche, viele Fahrerei ab/bis Reykjavík persönlich einfach nervt und auch bei Gästen habe ich ausreichend erlebt, dass es nervt und sie feststellten, dass eine Rundreise besser gewesen wäre.

Natürlich kann man sich auf einzelne Ecken Islands - wie von euch anvisiert - konzentrieren. Gerade Wiederholungstäter machen das. Für mich steht an dieser Stelle die Frage: Warum soll es 2019 Island sein? Muss es denn schon 2019 sein? Könnt ihr nicht vielleicht 2, 3 Jahre warten, bis die Kleine reisefitter ist und selber auch mehr von dem Land hat?

Nächste Frage in dem Zusammenhang wäre: Wollt ihr einmalig nach Island oder seht ihr diese Reise als Beginn ( ;) )? Allen, die das Land nur einmalig bereisen möchten, rate ich zur Rundreise, um das Land wirklich in seiner Vielfalt kennenzulernen (und weil das eben selbst in einer Woche machbar ist).

Highlights angucken
Was wären denn Highlights, die ihr auf jeden Fall sehen wollt? Habt ihr schon eine Idee / euch von Fotos, Reiseberichten, Dokus etc. inspirieren lassen oder ist es bisher ein allgemeiner Wunsch, ein paar der üblichen Highlights mitnehmen zu wollen?
Was genau reizt euch an dem Land? Wenn ihr euch diese Frage beantworten könnt, könnte man man Ziele / Highlights / Regionen ggf. eingrenzen.
Für mich liegt der Reiz, Island zu bereisen, hauptsächlich in seiner Landschaft, die z. B. an der Südküste nahezu alle 50 km wechselt, ohne dass immer eine Sehenswürdigkeit dahinter steckt.
Wie ist generell so euer Reisestil bzw. was plant ihr diesbezüglich mit Kind? Reist ihr mit dem Auto von einer Natur-Sehenswürdigkeit zur anderen, steigt aus, fotografiert und fahrt weiter? Oder möchtet ihr euch eher vor Ort ein bisschen bewegen?

Es gibt Ziele, wie einzelne Wasserfälle (die nun mal vielfach direkt an der Ringstraße sind, so dass man zwangsläufig an ihnen vorbei kommt), die kann man recht schnell "besichtigen", es gibt Highlights wie die Gletscherlagune, da kann man sich zwischen 1 Stunde und 2 Tagen aufhalten. Es gibt Wandergebiete wie Skaftafell, da kann man zwischen 1,5 Stunden und 1 Tag wandern und dabei mehrere Tageswanderungen unternehmen. Es gibt die Mývatn-Region, die eine meiner Lieblingsregionen ist, in der es dicht an dicht viel zu sehen, zu erwandern und zu entdecken gibt. Das wäre auch eine Region, in der man locker 2, 3 Nächte bleiben kann, ohne jeden Tag zu viel fahren zu müssen.

Es gibt recht wenig Indoor-Programm. Ich sage immer: Island ist ein Draußen-Land. Schlechtwetteralternativen sind hin und wieder Museen (die eure Tochter sicher noch nicht soo brennend interessieren) und die Schwimmbäder (Freibäder) - wenns übel regnet, geht man am besten ins Schwimmbad ;).

geeignete Standorte
Neben der Mývatn-Region könntet ihr euch ggf. auf Snæfellsnes konzentrieren. Borgarnes als "Tor" wäre eine Unterkunftsoption, vielleicht würde ich aber noch ein Stück weiter westlich an der Südküste der Halbsinsel etwas suchen (Karte: hier). Da könntet ihr in 2-3 Tagen Snæfellsnes anschauen und ein bisschen was von Westisland (z. B. Hraunfossar, Reykholt, Grábrók, Eiríksstaðir) mitnehmen.
Für den Süden/Südwesten empfiehlt sich eine Unterkunft im Raum Hella / Hvolsvöllur (Karte: hier). Da sind der Golden Circle und die Reykjanes-Halbinsel gut drin, ebenso wie Abstecher auf die Westmännerinseln und entlang des Eyjafjallajökull und des Mýrdalsjökull bis Vík mit einer Vielzahl von möglichen Stopps.
Für den großen Gletscher (Vatnajökull) würde ich eher direkt in diese Region fahren. Das Problem ist, dass es dort nicht so die große Unterkunftsdichte gibt. Kirkjubæjarklaustur als letzter Ort Richtung Westen ist z. B. knapp 70 km von Skaftafell entfernt (Karte: hier), Höfn in Richtung Osten ca. 135 km. Dazwischen gibt es ein paar Häuseransammlungen und hin und wieder kleine Unterkünfte.

Wetter
Sind euch die klimatischen Verhältnisse auf Island bekannt? Ihr müsst durchaus mit viel Wind, viel Regen und geringen Temperaturen rechnen. Erreicht das Thermometer in einer Region mal 3 Tage am Stück die 20°C, spricht man schon von einer Hitzewelle. Schattentemperaturen um die 15°C sind im Sommer normal. Es kann natürlich auch mal wieder ein trockener Sommer kommen ;). Letztes Jahr hatte ich auf den Touren ab Anfang August fast nur noch einstellige Temperaturen entlang der Ringstraße. Was macht so ein Wetter mit euch und eurer Tochter?
Im August wird es immerhin abends wieder dunkel, so ab 22 Uhr, so dass durchgehende Helligkeit weniger das Problem sein sollte.

Preise
Die Preise in Island sind über die letzten Jahre quasi explodiert, das Reisen dort wurde immer teurer. Seit einigen Wochen schwächelt die Krone mächtig, so dass der Wechselkurs momentan eher versöhnlich stimmt. Aber Island war, ist und bleibt ein teures Reiseland. Von daher ist vermutlich auch immer eine Frage diese: Möchte ich dieses teure Reiseland ausgerechnet jetzt bereisen, wo ich es vielleicht nur 1x im Leben bereisen möchte, aber doch eigentlich aktuell beim Reisen noch ein wenig eingeschränkt bin?

Wie gesagt, die Fragen und Hinweise sollen nur Denkanstöße sein. Wenn ihr euch nach dem Lesen und Beantworten der Fragen für euch die Reise weiterhin vorstellen könnt, dann lasst euch nicht aufhalten :).

Monique
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marled
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Re: Island mit 2-Jähriger

Beitrag von marled » Mi 12. Dez 2018, 10:36

Freunde von mir waren mit ihrer anderthalbjährigen, den beiden älteren Mädchen und ihrem eigenen Landrover für 4 Wochen auf der Insel und haben mir zum Schluss gesagt, dass sie unterschätzt haben wie anstrengend es für ein so junges Kind ist, ständig umherzureisen und in meist schlechtem (diesen Frühsommer) unterwegs zu sein. Fazit für die beiden: sie würden definitiv eine Standortreise beim nächsten Mal bevorzugen. Da sieht man dann halt nicht so viel, aber es ist ein entspannterer Urlaub und wird dem Kleinkind eher gerecht.
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Re: Island mit 2-Jähriger

Beitrag von rpitz » Mi 12. Dez 2018, 11:17

Was noch dazu kommt: je nach Veranlagung finden Kinder (auch größere ;-) das stundenlange Gerumpel und Gescheppere auf Hochlandpisten gar nicht sooo unterhaltsam wie möglicherweise der Fahrer. Auch die - für uns - epische, grandiose Schönheit der leeren Lavalandschaft kann eher "laaaaangweilig" rüber kommen. Von der - recht großen - Chance auf kühle, regenreiche Tage ganz zu schweigen.

Ich würde ehrlich gesagt Island lieber mit etwas größeren Kindern angehen.

Wir haben mit unserer Zweijährigen damals Lanzarote bereist, mit fixen Standort und Mietwagen. Da gibt es übrigens auch eine ganze Menge unwirklicher Lava-Landschaft, Felsgrotten, Steilklippen und Badebuchten, aber es ist warm und die Entfernungen sind recht überschaubar. Und asphaltiert ;-)

Island mit dem 4x4-Camper war der schönste und eindrucksvollste Urlaub meines Lebens, aber da war meine Tochter schon 16.

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Re: Island mit 2-Jähriger

Beitrag von Andi Schönberger » Do 13. Dez 2018, 13:57

Ich kann hier von unseren Erfahrungen berichten. Wir waren mit unserer Kleinen vor 3 Jahren und letztes Jahr auf der Insel. Vor 3 Jahren war sie 2 Jahre alt bzw. nun eben 5 Jahre alt.

Nun gut, wer mich ein bisserl kennt der wird jetzt hier nichts anderes erwarten als das was jetzt kommt :)

Für uns ist Island mit Kind eine Top Destination! Das Angebot für Kinder, sei es warmes Wasser in den Schwimmbädern bzw. HotPots, sei es Tierbeobachtung, Museen, Spielplätze oder sonstige spannende Highlights, ist einfach nur klasse. Ich glaube der Rest ist immer eine Frage der Vorlieben von Kind und Eltern. Die Art und Weise wie man Island bereisen kann ist doch sehr individuell.

Den Großteil des Urlaubs im Auto zu sitzen, über Hochlandpisten oder andere Straßen zu rattern, ja da wird mir auch langweilig. Von einem Highlight zum Anderen zu fahren, kurz aussteigen, Foto gemacht und dann wieder weiter, das interessiert Kinder gar nicht. Aber ob das jetzt Island oder wo anders ist macht keinen Unterschied. In Island hast Du allerdings bei schönem wie bei sogenannten "schlechten Wetter" immer die Möglichkeit etwas Interessantes zu unternehmen.

Wir sind mit unserem eignen 4x4 Transporter unterwegs mit entsprechender Ausrüstung. An besonderen Plätzen wird im Zelt übernachtet. Das ist dann immer spannend. Ist natürlich optimal für so eine Reise keine Frage, aber wir haben heuer auch Familien kennen gelernt die mit normalem Wohnmobil unterwegs waren. Das Hochland ist ja nicht für Jedermann ein Muß, bzw. kann man ja auch Tagestouren mit dem Bus unternehmen. Bei der Rückfahrt auf der Fähre waren Sie alle begeistert gewesen

Mit einer 2 Jährigen funktionieren Wanderungen eigentlich noch fast besser als mit einer 5 Jährigen. Vor 3 Jahren ist unsere Tochter stundenlang in der Deuter Kindertrage gewesen und hat da regelmäßig Ihr Nickerchen gemacht. Heuer als wir unsere 1te zweitägige "Kinderexpedition" zum Strutuslaug liefen war die ganze Sache schon etwas erschwert. Rucksack, Zelt, Schlafsäcke, Kocher, Essen etc. da wird es dann schon etwas schwer noch Platz auf den Schultern für's Kind zu finden. Allerdings läuft Sie nun auch schon recht gut.

Man ist halt um einiges langsamer Unterwegs, dafür sieht man ungleich viel mehr im Detail. Meine Tochter zeigt mir Island nun von einer weiteren Perspektive :) Ich hab nun immer das Makroobjektiv dabei!

Das einzige Problem das nun Heuer zum Thema wurde, sind am Abend, fehlenden Spielkameraden. Da sind wir über unseren Schatten gesprungen und da und dort schon einmal ein Camp angefahren wo einfach zu erwarten war dass andere Kinder vor Ort sind. Ich denke wenn man auch die Bedürfnisse der Kid's mit berücksichtigt und nicht nur sein eigenes Ding durchziehen will, steht da einem großen Erlebnis für Eltern und Kind nichts im Weg.

Nur noch eine kleine Geschichte: Meine Tochter hatte sich noch an das Walmuseum in Husavik erinnert, als wir Ihr heuer sagten wir fahren wieder nach Island. Sie wollte nun unbedingt wieder in dieses Museum. Damals war Sie 2 1/4 Jahre alt! Husavik stand allerdings heuer nicht am Plan. Deshalb wollten wir das mit dem Besuch im Ozeanarium in Hirtshals ausgleichen. Das hat aber "leider" nicht gereicht. In Island hat sie uns die Hölle heiß gemacht damit wir in das Walmuseum fahren. Mit größtem Aufwand sind wir nun extra nach Husavik gefahren und haben deshalb zusätzlich noch mal den gesamten Sprengisandur gequert. Schön war's für ALLE.

Nachdem ich normalerweise meine Ski, Bike und Trekking Touren notwendigerweise auf Schritt und Tritt plane, lerne ich mit Kind auf einmal viel flexibler zu werden :) und sich weniger Dinge langsamer und detaillierter anzusehen.

LG Andi
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Re: Island mit 2-Jähriger

Beitrag von marled » Do 13. Dez 2018, 14:11

Hi Andi!
Off-topic: Beim Lesen deines Beitrages hab ich mich gefragt, ob du immer irgendwo wild übernachtest? Mit Auto? Rein interessehalber.

Marled
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Re: Island mit 2-Jähriger

Beitrag von Andi Schönberger » Do 13. Dez 2018, 15:58

Ach Marled,

ich weis dass das ein riesen Thema für Dich ist, Andere laufend auf das nicht erlaubte Übernachten Offroaden etc. hinzuweisen

Du kannst mich gern Fragen, aber irgendwie macht mir das aber jetzt gerade gar keinen Spaß hier einen Beitrag zu leisten und dann von Dir bewusst missverstanden zu werden!

und nun zu Deiner Frage

irgendwo: nein
immer: sowieso nicht
und soweit ich mich an die letzten 15 Jahre erinnern kann: noch nie verbotener Weise!
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Re: Island mit 2-Jähriger

Beitrag von Monique » Do 13. Dez 2018, 16:05

Hallo Andi, danke für deinen Beitrag als jemand mit „alterspassendem Kind-Erfahrung“. Fairer Weise sollte man dazu sagen, dass es für euch nicht die ersten Touren waren - ihr hattet Island vorher mehrfach ohne Kind bereist.

Zumindest sollte Binicool im Hinterkopf haben, dass es ggf. (Ich betone „ggf.“, denn das ist sehr individuell und Ansichtssache.) einen Unterschied macht, ob ich das Land als Erwachsener bereits alleine bereist habe oder erstmals mit kleinem Kind dorthin fahre. Ich fahre nächsten Sommer auch mit Kindern dorthin (6 und 13) - weiß aber, dass der Urlaub dann anders sein wird, als wenn ich ihn ohne sie machen würde oder als meine ersten Reisen waren.

Monique
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Re: Island mit 2-Jähriger

Beitrag von marled » Do 13. Dez 2018, 18:48

Andi Schönberger hat geschrieben:
Do 13. Dez 2018, 15:58
irgendwo: nein
immer: sowieso nicht
und soweit ich mich an die letzten 15 Jahre erinnern kann: noch nie verbotener Weise!
Danke für deine Antwort, auch ich kann mal was missverstehen.
Marled
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