Ach Mist! Ich kann den Leuchtturm doch nur von Ferne vom Parkplatz aus angucken. Der Weg ist noch zum Schutz der Eiderenten-Brut gesperrt.


So setze ich mich am Rand ins Gras und beobachte die Vögel, die am Strand zwischen den Algen auf Futtersuche sind. Es sind sehr viele Schneeammern (Snjótittlingur) dort unterwegs.






So toll ist die Straße nicht. Viel Wellblech, aber zum Glück wenig Schlaglöcher. Ich habe trotzdem keine Lust, darauf den ganzen Weg wieder zurück zufahren und nehme lieber die angenehmere asphaltierte Strecke über Raufarhöfn und dann die 85 zurück ins Hostel. In Raufarhöfn trinke ich noch einen Kaffee und nutze die Gelegenheit, mein Auto vom Staub der Schotterstraßen zu befreien 


Dieses Jahr hatte ich den Eindruck, dass diese einfachen "Autowäschen" immer weniger werden. Früher war mehr Lametta ... äh die Dichte von Wasserschläuchen mit Bürsten an Tankstellen größer.






























Auf dem Parkplatz stehen ein paar Autos, aber die Leute verteilen sich gut. Auf der anderen Seite ist deutlich mehr los...
Steindepill, ein Steinschmätzer





Was sind wir Menschen doch für winzige Wichte angesichts dieser Naturkräfte, inmitten der grandiosen Natur!



















Steindepill -diesmal ein junger Steinschmätzer







Zum Glück klappt das mit dem Aussitzen gut. Während wir uns Kaffee und Waffeln schmecken und uns unterhalten, verzieht sich der Regen und es wird wieder freundlich.

Vom Hof aus ist ein Wanderweg markiert. Dem folgen wir mal und halten Ausschau nach Spuren von Polarfüchsen. P. hatte gelesen, dass es im Möðrudalur welche gäbe. Das wäre natürlich super. Wenn es auf der Melrakkasletta (=Polarfuchs-Ebene) schon nicht geklappt hat, vielleicht habe ich hier ja Glück und sehe mal einen Polarfuchs. Wir halten fleißig die Augen offen nach Fuchsspuren, auch wenn wir beide eigentlich gar nicht wirklich wissen, wonach wir eigentlich suchen sollen. Wir sehen auch keinen Polarfuchs. Schade, aber es ist auch so schön. 
















